Das Wichtigste in Kürze
  • Rizinusöl wird aus den Samen des Wunderbaums (Ricinus communis) gewonnen.
  • Das zähflüssige Öl ist nicht giftig. (Rizinussamen enthalten das Gift Rizin. Dieses wird bei der Herstellung des Öls jedoch abgeschieden.)
  • Die höchste Qualität hat kaltgepresstes Rizinusöl.
  • Rizinusöl wirkt abführend und ist ein bewährtes natürliches Abführmittel.
  • Das Öl enthält viele wertvolle Inhaltsstoffe und ist ein Beauty-Geheimtipp. Es kann zur Pflege der Haare, Wimpern und der Haut verwendet werden.
  • Rizinusöl ist nicht komedogen (Wert 1) und wird unter anderem bei der Oil Cleansing Method verwendet.
  • Das Öl sollte an einem kühlen Ort in einer dunklen Glasflasche gelagert werden.
  • 100 ml Bio-Rizinusöl kosten circa 4 Euro.
RizinusölRizinusöl entsteht aus dem Samen des Wunderbaums und erreicht die beste Qualität, wenn es durch Kaltpressung entsteht.

Das Pflanzenöl hat eine dickflüssige Konsistenz, ist durchsichtig bis leicht gelblich gefärbt. Weiterhin hat es einen schwachen, charakteristischen Geruch und wirkt abführend.

Im Gegensatz zu den Rizinussamen ist das daraus gewonnene Öl nicht giftig.

Die ersten Aufzeichnungen über den sogenannten Wunderbaum (Ricinus communis) stammen aus dem 16. Jahrhundert. Dabei handelt es sich um einen Baum, dessen Blütezeit von Anfang August bis Ende Oktober währt. Während dieser Zeitspanne bildet er rotbraune stachelige Kapseln, die minimal größer sind als eine Haselnuss. Im Inneren der Früchte befinden sich bohnenförmige Kerne.

Der Rizinus findet sich heutzutage verwildert und angebaut in vielen warmen Ländern der Welt. Seine ursprüngliche Heimat ist Nordafrika und der Nahe Osten. Die in Deutschland gebräuchliche Bezeichnung „Wunderbaum“ hat seine Berechtigung aufgrund der vielen positiven Wirkungsweisen des aus seinen Samen gewonnen Öls.

Was interessiert Dich?

Die besten Lebensgrundlagen für die Pflanze aus der Familie der Wolfsmilchgewächse bieten Regionen mit einer Niederschlagsmenge von 800 bis 1000 Millimetern auf einem Quadratmeter und Temperaturen zwischen 15 und 38 Grad Celsius. Der botanische Namensteil „Ricinus“ steht für Zecke, weil die Samen der Pflanze in ihrer Form einer Zecke ähneln.

Der gewerbliche Anbau von Rizinus erfolgt heutzutage überwiegend in Indien. In klimatisch gemäßigten Regionen erfolgt der einjährige Anbau. Hier erreicht die Pflanze eine Höhe von 60 Zentimetern bis 120 Zentimetern. In tropischen Gebieten wächst sie mehrere Meter in die Höhe.

Ist Rizinusöl giftig?
Die Samen des Ricinus communis enthalten das Toxin Rizin. Rizinusöl enthält dieses Gift nicht, da es bei der Herstellung abgeschieden wird. Das versetzt das Pflanzenöl in die Lage, seine wertvollen Eigenschaften auf den menschlichen Körper anzuwenden, ohne ihm zu schaden. Dennoch sollte man Rizinusöl nicht bedenkenlos einsetzen, da es eine abführende Wirkung hat.

Die Ägypter des Altertums sowie die antiken Griechen schätzten Rizinusöl wegen seiner angeblichen Heilkraft. Später fand das Pflanzenöl Einsatz in der Medizin, vor allem als Abführmittel, wofür es seit vielen Jahren bekannt ist. Als Beautyöl macht das Pflanzenöl gerade Karriere für die Pflege von Haut, Haaren, Wimpern und Augenbrauen. Oftmals findet es Verwendung als Grundstoff für Lippenstifte, Haarpflegeprodukte und Eyeliner. Bemerkenswert ist, dass Rizinusöl wenn es mit Luft in Berührung kommt, verdickte ohne auszuhärten.

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Produktion von Rizinusöl

Der Anbau des Rizinusbaums erfolgt vorwiegend in tropischen Regionen. Nach Ausreifung der Pflanze erfolgt die Ernte abhängig von der Größe der Anbaufläche auf unterschiedliche Weisen: maschinell oder manuell. Für die maschinelle Ernte dienen speziell hergerichtete Mähdrescher. Sowohl bei der maschinellen Ernte als der manuellen erfolgt das Aufbrechen der Kapseln und anschließendes Trocknen. Nach dem Nachtrocknungsprozess schälen Hersteller die Samen und pressen sie kalt.

Die unterschiedlichen Qualitäten des Pflanzenöls entstehen aufgrund der unterschiedlichen Herstellungsverfahren. Aus diesem Grund ist es für potenzielle Käufer wichtig, auf die verschiedenen Qualitätsstufen zu achten, wobei der Verwendungszweck entscheidend ist.

Der höchsten Qualitätsstufe entspricht kaltgepresstes Rizinusöl, das sich hervorragend für die Verwendung in den Bereichen Kosmetik und Beauty eignet. Im Handel findet sich dieses oftmals unter Bezeichnungen wie „cold pressed“, „reines Rizinusöl“ oder „100 Prozent pure“.

Ein wichtiges Anzeichen für Qualität ist die Farbe des Pflanzenöls. Qualitativ hochwertiges Pflanzenöl dieser Art hat eine gelbliche Farbe. Bei klarem Öl lässt sich von vielen Behandlungen während der Herstellung ausgehen. Die Folge ist, dass wichtige Bestandteile und deren Wirkungsweisen fehlen.

Wer vorhat, Qualität zu kaufen, der beachtet am besten auf in Glasflaschen abgefülltes Pflanzenöl. Besser ist es, wenn die Flasche eine dunkle Färbung hat, sodass der Inhalt vor Licht geschützt bleibt und seine wertvollen Inhaltsstoffe nicht verliert. Das gleichnamige Pflanzenöl aus der Apotheke ist raffiniert und eignet sich ausschließlich als Abführmittel bei Verstopfung.

Die Herstellungsverfahren von Rizinusöl:

  • Kaltpressung (höchste Qualität)
  • Heißpressung
  • Extraktion aus dem Presskuchen

Qualitativ hochwertiges Pflanzenöl lässt sich, wie erwähnt, ausschließlich mittels Kaltpressung erzeugen. Hierbei erfolgt die Auspressung der Ausgangsstoffe in einem Durchgang bei geringen Temperaturen. Letztere vernichten die wertvollen Inhaltsstoffe im Pflanzenöl nicht. Abhängig vom Hersteller erfolgt anschließend Filterung, was sich in der Farbe des Endprodukts widerspiegelt.

Wegen der hohen Qualität kaltgepressten Rizinusöls ist der Kaufpreis höher verglichen mit den anderen Qualitätsstufen. Dies gilt vor allem für Bio-Rizinusöl, das ebenfalls kaltgepresst ist. Der Unterschied ist, dass bei der Gewinnung von Bioöl keine gesundheitsgefährdenden Stoffe wie Pestizide zum Einsatz kommen.

Pflanzenöl in geringerer Qualität als durch Kaltpressung entsteht durch Heißpressung. Der Vorteil dieser Herstellungsmethode ist der höhere Ertrag sowie die längere Haltbarkeit des Öls. Der Nachteil liegt in der Erhitzung der Samen vor der Pressung. Dabei gehen die wesentlichen Inhaltsstoffe verloren. Anschließend erfolgt die Raffinierung des Pflanzenöls, um gesundheitsschädliche und geschmacksbeeinträchtigende Stoffe zu entfernen. Auf diese Weise behandelt, verliert Rizinusöl seinen typischen Geruch.

Anstelle der Heißpressung führen viele Hersteller heutzutage die Extraktion durch. Das bedeutet, die Herauslösung der genannten Stoffe unter Zuhilfenahme organischer Lösungsmittel. Dieses lässt sich durch Erhitzen entfernen. Anschließend erfolgt ebenfalls die Raffinierung des Öls.

Inhaltsstoffe von Rizinusöl

  • Ricinolsäure
  • Linolsäure
  • Linolensäure
  • Docosahexaensäure
  • Eicosapentaensäure
  • Ölsäure
  • Stearinsäure
  • Palmitinsäure
  • Vitamin E (Tocopherol)

Die Inhaltsstoffe im Detail

Rizinusöl besteht zu einem hohen Anteil (85 Prozent) aus Ricinolsäure. Hierbei handelt es sich um eine  ungesättigte Fettsäure, die dem Öl seine abführende Wirkung verleiht. In der Geburtshilfe zeichnet sich die Fettsäure durch das Auslösen von Geburtswehen aus, weswegen Rizinusöl auch elementarer Bestandteil im sogenannten Wehencocktail ist.

Ricinolsäure enthält Zinksalz. Dieses lässt sich hervorragend verwenden, um übel riechende Schweißgerüche einzudämmen. Aus diesem Grund findet sich Rizinusöl oftmals in Fußpflegeprodukten, Lotionen und Cremes wieder,  welche die Aufgaben haben, Gerüche zu binden.

Linolsäure ist eine ungesättigte Fettsäure und ein wichtiger Bestandteil unserer Haut, der die Aufgabe hat, die Zellmembranen dieser zu stabilisieren. 20 Prozent der Fettsäuren in der gesunden Haut macht Linolsäure aus.

Enthält die Haut zu wenig Linolsäure, neigt sie zu Trockenheit. Es entstehen Schuppen, Risse und ihre Elastizität vermindert sich. Linolsäure führt der Haut Feuchtigkeit zu. Da es sich um eine essenzielle Fettsäure handelt, ist es wichtig, sie von außen zuzuführen. Hierzu bieten sich Pflanzenöle wie Ricinusöl, Sonnenblumenöl und andere an.

Eine weitere wichtige Eigenschaft von Linolsäure ist, dass sie in der Lage ist, Entzündungen zu hemmen. Aus diesem Grund wird Rizinusöl gelegentlich zur Behandlung von Akne und Schuppenflechte verwendet. Gleiches gilt für die namentlich ähnliche klingende Linolensäure, die das Pflanzenöl ebenfalls enthält.

Zusätzlich geht Linolsäure gegen Verfärbungen der Haut aufgrund intensiver Sonneneinstrahlung vor. Hierzu reguliert sie die Synthese von Melanin, ein Hautpigment, das für die Farbe der Haare, Haut und Augen verantwortlich ist. Weitere Merkmale von Linolsäure im Beauty- und Kosmetikbereich, die sich positiv auswirken, sind: Die Fettsäure verjüngt das Hautbild und reguliert den Wasserhaushalt der Haut. Des Weiteren schützt sie die Haut vor Schäden durch UV-Strahlung und vor Hautirritationen.

Neben Linolensäure enthält das Pflanzenöl die Omega-3-Fettsäuren Docosahexaensäure und Eicosapentaensäure. Alle diesen Fettsäuren geht der Ruf voraus, rheumatische Erkrankungen positiv zu beeinflussen und entzündliche Prozesse einzudämmen.

Ölsäure gilt als die wichtigste ungesättigte Fettsäure, was sich ihren vielen Nutzungsmöglichkeiten zuschreiben lässt. Ölsäure entwickelt positive Eigenschaften im Beauty- und Kosmetikbereich vor allem bei der Haarpflege, indem es die Haare mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt. Zudem eignet sich die Omega-9-Fettsäure hervorragend für die Herstellung von Seifen, da sie deren Schaum bildende Wirkung fördert.

Die Textilindustrie verwendet Ölsäure, um Naturfasern schonend und gesundheitlich unbedenklich zu fetten.

Stearinsäure ist eine gesättigte Fettsäure und wirkt entfettend.

Palmitinsäure ist ein wichtiger Teil der natürlichen Hautbarriere und hat eine entfettende Wirkung. Zusätzlich schützt der Inhaltsstoff von Rizinusöl den Körper vor unerwünschten Eindringlingen von außen. Der Anteil von Palmitinsäure in der Haut verringert sich mit zunehmendem Alter. Aus diesem Grund werden Produkte, die reich an Palmitinsäure sind, gerne für die Pflege reifer Haut eingesetzt. Hierfür kommen pures Öl, Cremes und Lotionen mit dem Öl infrage.

Der Anteil von Tocopherol oder Vitamin E in dem Pflanzenöl ist bemerkenswert. Ein Grund, weshalb es als hervorragender Fänger von sogenannten freien Radikalen wirkt. Diese entstehen durch Oxidation und sind in der Lage, dem Körper zu schaden. Das bedeutet, der Tocopherolanteil in Rizinusöl bremst die natürliche Hautalterung und verhindert auf diese Weise Fältchen um Mund und Nase augfrund seiner antioxidativen Wirkung.

Die Wirkung des Pflanzenöls

Rizinusöl hat vielfältige Wirkungsweisen, die es für die Bereiche Medizin, Technik, Beauty und Pflege von Haut, Haaren und Gesicht interessant machen. Als Beautyöl dient es hauptsächlich zur äußeren Anwendung.

Die Medizin verwendet es als Abführmittel. Zusätzlich ist das Pflanzenöl wegen seiner hohen Polarität als Lösungsmittel in vielen Medikamenten enthalten.

Die technische Verwendung des Pflanzenöls ist vielseitig. Zum einen befindet es sich als Bindemittel in Lacken, da es für eine gute Haftbarkeit auf Metalloberflächen sorgt. Zum anderen eignet sich das Öl als Schmiermittel für Flugzeugmotoren und zur Herstellung von Biotreibstoff.

Als Beautyöl hat das Pflanzenöl erst vor wenigen Jahren begonnen, sich einen guten Ruf zu schaffen. Es macht die Hautoberfläche ebenmäßig und verleiht der Haut Feuchtigkeit. Weiterhin zieht es in kurzer Zeit ein, schützt die Haut und fördert die Kollagenbildung. Die Folge ist eine samtig weiche Haut ohne Spuren der vorzeitigen Hautalterung wie Fältchen und Krähenfüße um die Augen herum.

Weniger bekannt ist die positive Wirkung des Öls bei Hautverletzungen, da es entzündungshemmende Eigenschaften besitzt. Akne und Pickel gehören nach einer regelmäßigen Behandlung mit Rizinusöl der Vergangenheit an. Gleiches gilt für Ringelflechte, eine Pilzinfektion der Haut. Diese lässt sich durch die ungesättigten Fettsäuren in dem Öl leicht bekämpfen. Für gute Ergebnisse das Öl am besten über Nacht einwirken lassen.

Weitere positive Wirkungsweisen entwickelt das Pflanzenöl zur Pflege der Haare, der Wimpern und Nägel. Verantwortlich für die vielen Wirkungsweisen des Pflanzenöls sind seine antibakteriellen und antimykotischen Eigenschaften. Weiterhin enthält das Öl viel Vitamin E, Mineralstoffe, Proteine und wichtige Fettsäuren. Der hohe Gehalt an Ricinolsäure wirkt sich auf die Haut positiv aus. Dies gilt gleichermaßen für die Bekämpfung von Hautunreinheiten und Hautkrankheiten wie zur Verbesserung des Hautbildes.

Zu den wertvollen Inhaltsstoffen des Öls zählt Vitamin E, ein wichtiges Antioxidans, das sich als Radikalfänger betätigt. Freie Radikale entstehen aufgrund von Oxidation, die für die natürliche Alterung der Haut verantwortlich zeichnet. Vitamin E beugt durch seine antioxidative Wirkung natürlichen Alterungssymptomen wie kleinen Fältchen um die Augen und Krähenfüßen vor. Die Haut sieht, regelmäßige Anwendung vorausgesetzt, jugendlicher und glatter aus. Zu den wertvollen Inhaltsstoffen des Öls zählt Vitamin E, ein wichtiges Antioxidans, das sich als Radikalfänger betätigt. Freie Radikale entstehen aufgrund von Oxidation, die für die natürliche Alterung der Haut verantwortlich zeichnet. Vitamin E beugt durch seine antioxidative Wirkung natürlichen Alterungssymptomen wie kleinen Fältchen um die Augen und Krähenfüßen vor. Die Haut sieht, regelmäßige Anwendung vorausgesetzt, jugendlicher und glatter aus.

Anwendungsgebiete von Rizinusöl

Rizinusöl zur Haarpflege zusammen mit Kokosöl
Rizinusöl zur Haarpflege zusammen mit Kokosöl

Die abführende Wirkung von Rizinusöl ist relativ bekannt. Als Pflegeöl ist Rizinusöl noch etwas unbekannter. Es eignet sich unter anderem zur Pflege der Haut, des Gesichts und auch der Haare und Wimpern. Dennoch haben andere Öle, wie zum Beispiel Kokosöl, einen deutlich Beauty-lastigeren Ruf.

Für kosmetische Zwecke ist es wichtig, qualitativ hochwertiges, kaltgepresstes Rizinusöl zu verwenden und nicht auf Produkte aus der Apotheke zurückzugreifen. Diese eignen sich lediglich zur Verwendung als Abführmittel.

Grundsätzlich eignet sich Rizinusöl für die Feuchtigkeitspflege eines jeden Hauttyps, da es der Haut Feuchtigkeit spendet. Dies gilt vor allem für trockene und rissige Haut. Die Gesichtspflege mit Rizinusöl ist denkbar einfach: Zunächst wird das Gesicht gereinigt, danach muss man nur wenige Tropfen des gelben Öls einmassieren. Auf die Pflege der feinen Haut der Lippen, die bei Kälte oftmals spröde sind, solle man allerdings verzichten, da Rizinusöl abführend wirkt. Hier eignen sich andere Öle deutlich besser.

Kann man auf Rizinusöl allergisch reagieren?
Wichtig vor der ersten Verwendung von Rizinusöl auf der Haut ist ein kurzer Test auf mögliche allergische Reaktionen notwendig. Hierfür muss man lediglich eine geringe Menge des Pflanzenöls auf die Unterseite des Arms auftragen. Wenn nach kurzer Zeit Rötungen oder Schwellungen auftreten, ist es besser auf die Verwendung zu verzichten. Allergische Reaktionen sind jedoch sehr selten und treten bei anderen Ölen, wie Macadamianussöl, deutlich öfter auf.

Tipp: Wir haben einen kurzen Test zur Ermittlung des eigenen Hauttyps erstellt.

Gegen genetisch bedingten Haarausfall gibt es keine Wundermittel, dennöoch kann man Rizinusöl zur Pflege der Haar verwenden. durch den hohen Anteil an Ricinolsäure gilt das Öl als wahrer Allrounder bei der Pflege der Haare. Bei sprödem, trockenem und glanzlosem Haar sorgt eine Haarkur mit Rizinusöl für mehr Geschmeidigkeit und Glanz. Ferner lässt sich Schuppenbildung verhindern, da gereizte und strapazierte Kopfhaut der Vergangenheit angehört. Im Zusammenspiel mit Kokosöl riechen die Haare nach dem Auswaschen auch angenhem nach Kokos.

Rizinusöl für gepflegte Haare

Zuerst müssen die Haare sorgfältig gebürstet werden, damit das Öl Haar für Haar erreicht. Nicht vergessen: Ein altes Handtuch auf die Schultern legen, um die Kleidung vor Ölflecken zu bewahren. Anschließend das leicht angewärmte Rizinusöl in die handtuchtrockenen Haare gründlich einmassieren und zwei Stunden oder länger einwirken lassen. Bei geschädigtem Haar empfiehlt es sich, das Öl über Nacht einwirken zu lassen.

Bei einer Einwirkzeit über Nacht sollte am besten eine Frischhaltefolie eng um den Haarschopf gewickelt und ein Handtuch über den Kopf gelegt werden. Am nächsten Morgen kann man das zähe Öl auswaschen, wobei ein, zwei Waschgänge mit einem handelsüblichen Shampoo notwendig sind. Wie erwähnt, ist es wichtig, kalt gepresstes Rizinusöl zu verwenden, nicht raffiniertes aus der Apotheke, das sich hauptsächlich als Abführmittel eignet.

8 Schritte der Rizinusöl-Haarpflege:

  1. Haare mit herkömmlichem Shampoo waschen und gründlich kämmen
  2. Das Pflanzenöl über einem Wasserbad leicht erwärmen
  3. Ein Handtuch über die Schultern legen
  4. Abhängig von der Haarlänge das Öl großzügig in den Handflächen verreiben
  5. Das Pflanzenöl gründlich in Haare und Kopfhaut einmassieren
  6. Haare kämmen, um Rizinusöl zu verteilen
  7. Rizinusöl zwei Stunden oder länger einwirken lassen
  8. Das Öl gründlich auswaschen (mehrere Haarwäschen mit herkömmlichem Shampoo)

Eine eher spezielle Anwendung ist der Einsatz von Rizinusöl um grauen Haaren vorzubeugen. Dem Öl wird nachgesagt sogenannte Melanine in den Haare zu aktivieren. Hierbei handelt es sich um Pigmente, die den Haaren die natürliche Haarfarbe verleihen. Für die Behandlung muss das Pflanzenöl eine Stunde oder länger vor dem Waschen der Haare in die Kopfhaut einmassiert werden und zeit zum Einwirken bekommen.

Noch mehr Rezeptinspirationen findet Ihr in unserem Guide: Rizinusöl für die Haare

Rizinusöl für  Wimpern und Augenbrauen

Was der Kopfbehaarung gut tut, schadet feinen Härchen nicht. Im Gegenteil: Ein Vorteil der Verwendung von Rizinusöl für einen schöneren Augenaufschlag mit dichten, vollen Augenbrauen ist, dass es keine chemischen Zusätze enthält. Letztere schaden dem Auge in vielen Fällen. Ein anderer Vorteil ist, dass das reichhaltige Öl die feinen Härchen optimal pflegt.

Wichtig ist es zum einen, mit der Pflege der Wimpern und Augenbrauen vor dem Schlafengehen zu beginnen. Warum? Rizinusöl hinterlässt einen schmierigen Film auf der Haut. Dieser kann das Sichtfeld einschränken. Zum anderen lässt es sich dringend empfehlen, Kontaktlinsen vorher zu entfernen. Wichtig für gute Erfolge ist eine tägliche Verwendung über mehrere Wochen hinweg.

Die Verwendung zur Wimpernpflege

  1. Wimpernkamm, Augenbrauenbürste oder fusselfreies, weiches Tuch bereitlegen
  2. Make-up und Mascara gründlich um die Augen herum entfernen
  3. Einen Tropfen Rizinusöl auf die Bürste, den Kamm oder das Tuch geben
  4. Das Öl auf auf die Wimpern auftragen
  5. Rizinusöl über Nacht einwirken lassen
  6. Am nächsten Morgen das Öl sanft mit einem Kosmetiktuch und sauberem Wasser entfernen

Rizinusöl für die Haut

Rizinusöl für die Hautpflege
Gutes Team: Jobobaöl und Rizinusöl für die Hautreinigung

Bei einer regelmäßigen Anwendung von Rizinusöl in Form einer zum Hauttyp passenden Gesichtsölmischung lässt das Öl die Gesichtshaut strahlen. Voraussetzung hierfür ist die konsequente Anwendung, sodass das Öl in der Lage ist, die Haut ständig mit Kollagen und Elastin zu versorgen. Zur sogennanten OCM-Pflege eignen sich auch andere Öle, die man mit Rizinusöl kombinieren kann.

Wer an unreiner Haut leidet, dem hilft eine auf Rizinusöl basierende Pflege. Die enthaltene Ricinolsäure vernichtet Bakterien und hat eine entzündungshemmende Wirkung, sodass sich Rizinusöl zur natürlichen Reinigung eignet. Aufgrund seiner hautpflegenden Eigenschaften und dem tiefen Eindringen in die Haut punktet das Öl weiterhin bei der Behandlung vernarbter Haut.

Weiterhin lässt sich das Pflanzenöl wegen seiner antibakteriellen und entzündungshemmenden Wirkung hervorragend gegen Mitesser und Pickel einsetzen.

Zuerst muss die Ölmischung vorbereitet und anschließend in kreisenden Bewegungen ins Gesicht einmassiert werden. Nach zehn bis fünfzehn Minuten ein feuchtes, angewärmtes Tuch eine Minute auf das Gesicht legen und abschließend die Ölreste mit einem Kosmetiktuch entfernen.

Rizinusöl gegen Warzen

Ricinusöl dient zur erfolgreichen Vorbeugung und Behandlung von Warzen, die aufgrund von Viren entstehen. Diese dringen in rissige Hautstellen ein und infizieren die obere Hautschicht. Nach mehreren Wochen bildet sich in der Regel eine Warze. Rizinusöl hat entzündungshemmende Eigenschaften und ist in der Lage, die Bildung von Warzen zu verhindern oder vorhandene Warzen zu entfernen.

Für eine erfolgreiche Bekämpfung dieser entzündeten Hautstellen empfiehlt es sich, einen Tropfen des Pflanzenöls zusammen mit einem halben Teelöffel Backpulver zu mischen. Das Ganze auf ein Wattestäbchen geben und die Warze bestreichen. Andererseits lässt sich ein Pflaster mit dem Gemisch bestreichen und über die Warze kleben.

Bei ausreichend Zeit sollte man diesen Vorgang zwei bis drei Mal die Woche wiederholen. Die gesamte Anwendungsdauer hängt von der Hartnäckigkeit der Warze ab. Bis zur kompletten Abheilung dieser vergeht in der Regel eine bis mehrere Wochen. Wichtig ist es, die Anwendung nicht vorher zu beenden.

Gegen vorzeitige Hautalterung

Rizinusöl dringt tief in die Haut ein und steigert die Produktion von Elastin und Kollagen. Letztere spannen die Haut und sorgen für weniger Falten. Für die Haut, vor allem um Augen herum, ist das Pflanzenöl im Vergleich mit herkömmlichen Augencremes in der Regel die bessere Wahl. Aber auch bei der Pflege der Hände aufgrund von Altersflecken und Pigmentflecken ist Rizinusöl eine gute Wahl.

Die Anwendung des Öls gegen vorzeitige Hautalterung ist simpel: Hierzu muss das  kaltgepresste Rizinusöl sanft in die Haut um die Augen eingeklopft werden und anschließend über Nacht einwirken.

Für die Pflege der Nägel

Aufgrund seines hohen Anteils an Vitamin E eignet sich das Pflanzenöl aus dem Samen des Rizinusbaums gut für die Nagelpflege. Es stärkt und festigt nach dem Auftragen die Keratinschicht der Nägel und befeuchtet das Nagelbett.

Wie funktioniert die Anwendung zur Pflege der Nägel?
Für die Nagelpflege eignet sich Rizinusöl aus der Apotheke nicht. Dieses enthält aufgrund des Herstellungsverfahrens nur einen Bruchteil der pflegenden Inhaltsstoffe im Vergleich mit kaltgepresstem Öl, das vor der Kaltpressung keiner Wärmebehandlung unterlag.

Zuerst die Hände gut waschen und trocknen. Anschließend das Pflanzenöl mittels eines kleinen Pinsels oder Bürste auftragen. Infrage kommt ebenfalls die Anwendung des Öls zur Nagelpflege in Form eines Nagelbades, was umständlicher ist. Hierzu das Pflanzenöl in eine flache Schüssel gießen und die Nägel darin baden.

Lagerung und Haltbarkeit

Die Lagerung und Aufbewahrung von Rizinusöl erfolgt im Idealfall an einem kühlen und dunklen Platz. In vielen Fällen greifen Hersteller auf Plastikflaschen zur Abfüllung des Pflanzenöls zurück, um das Bruchrisiko während des Transports gering zu halten. Besser ist Rizinusöl in Glasflaschen, um die Reinheit es Öls zu gewähren. Im Gegensatz zu ätherischen Ölen, wie Teebaumöl, greift kaltgepresstes Öl den Kunststoff der Flasche jedoch nicht an.

Verabreichungsformen

Als Abführmittel hat sich Rizinusöl bewährt. Allerdings hat es einen eigenwilligen Geschmack, daher gibt es auch Rizinuskapseln. Wichtig hierbei ist es, auf den Herstellungsort und andere Faktoren zu achten, wie unverfälschte und reine Inhaltsstoffe. Bei Beachtung dieser Faktoren sind diese Abführkapseln eine praktische Lösung und haben zusätzlich einen neutralen Geschmack.

Nebenwirkungen von Rizinusöl

Obwohl Rizinusöl ein pflanzliches Produkt ist, kann es unter Umständen Nebenwirkungen hervorzurufen. Nach dem Schlucken des Öls kann es neben gewünschten abführenden Effekt auch zu Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen und Magenbeschwerden kommen. Ein Risiko bei dieser Anwendung ist ein massiver Flüssigkeitsverlust, der zu einer Veränderung der Kalziumkonzentration führt. Letztere ist in der Lage, starke Herzrhythmusstörungen auszulösen.

Nutzt man das Öl zur Haar- oder Wimpernpflege kann es in zu Hautrötungen und Juckreiz kommen. Ähnliches gilt beim direkten Einreiben in die Haut. Hierbei kann es zu Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut gegenüber dem Öl kommen.

Wer sollte Rizinusöl nicht verwenden?
Schwangere Frauen sollten das Öl nicht einnehmen, da es  in der Lage ist, Wehen auszulösen. Ähnliches gilt für Menschen mit Darmverschluss sowie akut entzündlichen Erkrankungen des Darms. In diesen Fällen ist es besser, auf eine Anwendung mit Rizinusöl zu verzichten. Wer an Flüssigkeitsmangel leidet, an einer Gallenwegserkrankung oder Bauschmerzen mit ungeklärter Ursache, dem ist abzuraten, Rizinusöl zu verwenden. Kindern unter zwölf Jahren sollten ebenfalls kein Rizinusöl einnehmen.

Weiterhin gilt: Rizinusöl sollte niemals leichtfertig eingenommen werden.