Es gibt circa 120 verschiedene ätherische Öle. Über die Hälfte der produzierten Öle auf dem Weltmarkt kommt aus China.

Ätherische Öle

Was interessiert Dich?

Was sind ätherische Öle?

Ätherische Öle sind die Öle und Extrakte, die aus unterschiedlichen Teilen einer Pflanze gewonnen werden können und dabei den sehr charakteristischen Duft und die einzigartigen Inhaltsstoffe der Herkunftspflanze behalten.

Ätherische Öle können viel mehr als herkömmliche Duftöle, die ausschließlich spezielle Düfte verbreiten, aber sonst keinerlei Wirkung beinhalten. Das Besondere an einem ätherischen Öl ist, dass es sich hierbei um den reinen und charakteristischen Pflanzenduft handelt, der von Natur aus von der Pflanze gebildet wurde und dieses Öl in Konsistenz und Wirkungsgrad nicht mit normalem Öl vergleichbar ist.

Typische Mermale von ätherischen Ölen: Sie sind leicht, flüchtig und fettlöslich und verdampfen unter Hitze vollständig und ohne Rückstände.

Ätherische Öle sind fettlöslich, wobei sie aber selbst trotz ihrer vielen unterschiedlichen Komponenten kein Fett enthalten. Sie sind leicht verdampfende Extrakte, die vom Menschen wegen ihrer flüchtigen Konsistenz am besten über die Umgebungsluft aufgenommen werden können. Und genau diese Konsistenz und Zusammensetzung unterscheidet sie von „fetten“ Ölen, die meist aus den Blättern und Früchten der Pflanzen hergestellt und überwiegend gepresst werden.

So zählen die naturreinen Pflegeöle Olivenöl, Arganöl, Kokosöl und Mandelöl nicht zu den ätherischen Ölen. Hierbei handelt es sich um in der Regel um hochwertige, kaltgepresste Öle.

Sandelholzöl

Sandelholzöl
(Santalum album)

Eukalyptusöl

Eukalyptusöl
(Eukalyptus globulus)

Myrtenöl

Myrtenöl
(Myrtus communis)

Lavendelöl

Lavendelöl
(Lavandula angustifolia)

Teebaumöl

Teebaumöl
(Melaleuka alternifolia)

Zerdernöl

Zedernöl
(Oleum cedri)

Vetiveröl

Vetiveröl
(Vetiveria zizanioides )

Pfefferminzöl

Pfefferminzöl
(Mentha piperata)

Zitronenöl

Zitronenöl
(Citrus limonum)

Kreuzkümmelöl

Kreuzkümmelöl
(Cuminum cyminum)

Bergamotteöl

Bergamotteöl
(Citrus bergamia)

Lorbeeröl

Lorbeeröl
(Laurus nobilis)

Nelkenöl

Nelkenöl
(Syzygium aromaticum)

Oreganoöl

Oreganoöl
(Origanum vulgare)

Thymianöl

Thymianöl
(Thymus vulgaris)

Rosmarinöl

Rosmarinöl
(Rosmarinus officinalis)

Orangenöl

Orangenöl
(Citrus aurantium dulcis)

Jasminöl

Jasminöl
(Jasminum officinale)

Rosenöl

Rosenöl
(Rosa centifolia)

Kamillenöl

Kamillenöl
(Anthemis nobilis)

Was muss man im Umgang mit ätherischem Öl beachten?

Der überwiegende Teil der ätherischen Öle sind hautreizend. Daher sollten sie nur stark verdünnt zur Anwendung gebracht werden.

Teebaumöl & EukalyptusölVorsicht ist bei der Anwendung der ätherischen Öle bei Babys und Kleinkindern geboten. Ätherische Öle wie Eukalyptus, Teebaum, Kampfer, Menthol und Pfefferminz sind inhaltlich zu stark und vom Wirkungsgrad her zu intensiv für die noch nicht vollständig ausgebildeten und sehr empfindlichen Bronchien und Lungen von Säuglingen und Kleinkindern.

Bei der Anwendung dieser Öle kann es bei ihnen zu Atemnot kommen.

Andere, mildere ätherische Öle wie Fenchel oder Anis können stark verdünnt bei Koliken, Schlafstörungen und Erkältungen angewendet werden. Grundsätzlich empfiehlt sich vor der Anwendung immer die Rücksprache mit dem Kinderazt.

Tipps zum richtigen Umgang

Die falsche Anwendung von ätherischen Ölen kann zu Bewusstseinsstörung, Übelkeit und Erbrechen führen. Das ist bei der oralen Einnahme einer größeren Menge „scharfer“ Öle, wie Teebaumöl oder Eukalyptusöl, der Fall. Insbesondere die Mentholhaltigen Öle sind für Allergiker und Astmatiker nicht zu empfehlen.

  • Ätherische Öle sollten niemals leichtfertig angewendet werden.
  • Nicht pur verwenden.
  • Ausserhalb der Reichweite von Kindern lagern!
  • Nicht im Bereich der Schleimhäute anwenden.

Mitunter gibt es Situationen in denen von den oben genannten Empfehlungen abgewichen werden kann. Unter anderem wird Nelkenöl bei Zahnschmerzen empfohlen und Teebaumöl in geringster Menge pur gegen Pickel.

Herkunft der Bezeichnung

Der griechischen Sage nach soll in ätherischem Öl die Seele und die Lebenskraft der Pflanze enthalten sein, da das gewonnene Öl ihre Persönlichkeit sehr gut wiedergibt. Abgeleitet wird der Name „ätherisch“ aus seinem griechischen Ursprung „aither“, was soviel bedeutet wie „Himmelsduft“ und etwas Flüchtiges, nicht Greifbares beschreiben soll. Seltener ist die Bezeichnung ehtherisch.

Im deutschen Sprachgebrauch bezeichnet das Adjektiv „ätherartig“ Etwas als flüchtig und angenehm riechend.

Schon im antiken Griechenland heilte man viele Krankheiten, Verstimmungen und Beschwerden nur allein dadurch, dass man dem Gehirn süße, wohlige und heilende Düfte zuführte. Die alten Römer schätzten ätherische Öle und Düfte in ihren Thermen und ihrer berühmten Badekultur.

Wozu dienen die Öle in der Natur?

Die pflanzlich gebildeten ätherischen Öle haben in der Natur ihre ganz eigene Daseinsberechtigung und Funktion.

Pflanzen bilden Duftstoffe um ihren Lebensraum gegen andere Pflanzen abzusichern und zu begrenzen, um sich vor Parasiten, Insektenbefall und Tierfraß zu schützen und um mit anderen Pflanzen ihrer Art über Wind und Boden zu kommunizieren.

Ätherische Öle schützen die Pflanzen dabei außerdem vor Krankheiten, indem sie Keime und Bakterien abtöten und sogar einen Schutzfilm auf den empfindlicheren Teilen der Pflanzen bilden, um sie so vor UV-Strahlung und Austrocknung bei zu großer Hitze zu bewahren.

Nicht alle, aber viele ätherische Öle wirken aufgrund ihrer Inhaltsstoffe antiseptisch, antibakteriell, desinfizierend und entzündungshemmend.

Ätherische Öle sind damit ein naturreines, wirkungsvolles Mittel um Organismen zu stärken und zu heilen und sind damit nicht nur für ihren pflanzlichen Ursprung äußerst nützlich. Nein, sie können auch dem Menschen mit vielen positiven Effekten dienlich sein.

Ätherische Öle können dabei sehr vielfältig eingesetzt und angewendet werden. Als Raumduft in Aromalampen und Diffusern, als Massage- und Körperöl oder als Badezusatz.

In jedem Anwendungsgebiet lassen mit den Ölen sich gute Ergebnisse in den Bereichen Entspannung, Heilung, Aromatherapie und Pflege erzielen. Außerdem sind ätherische Öle eine tolle Alternative zu chemischen Raumdüften und Duftsprays, die oft Allergien hervorrufen können. Selbst ein paar Tropfen Lavendelöl oder Rosenöl zum klassischen Waschmittel können herkömmliche Düfte prima ersetzen und geben der Wäsche einen natürlichen, intensiven und langanhaltenden Duft.

Wie schwer ist ein Tropfen ätherisches Öl?
Die Frage nach dem Gewicht eines Tropfen Öls ist nicht unüblich, denn während in Deutschland in Anwendungshinweisen vorwiegend in Tropfen gerechnet wird, ist im Ausland die Angabe in ml nicht unüblich. Die Messung in Tropfen ist natürlich praktisch – allerdings schwankt die Menge je nach „Tropfer“, also dem Aufsatz auf der Glasflasche.

Eine bewährte Faustformel lautet: 1 ml ätherisches Öl entspricht circa 20 Tropfen. Das ist abhängig von der Dichte des ätherischen Öls. Davon abgeleitet wiegt ein Tropfen ätherisches Öl circa 0,05 g.

Herstellungsverfahren von ätherischen Ölen

Ätherische Öle werden aus ganz verschiedenen Teilen der jeweiligen Pflanze gewonnen. Hierbei kommt es ganz darauf an, wo sich bei der Herkunftspflanze die Drüsen befinden, die das ätherische Öl natürlicherweise bilden.

Diese Drüsen können sich in der Rinde, der Wurzel, dem Holz oder unter und an den Blüten und Blättern der Pflanze befinden, aber auch in der Schale von Früchten wie den Zitrusfrüchten.

Das ölige Extrakt dieser Drüsen muss ganz besonders schonend und behutsam gewonnen werden, um zu gewährleisten, dass während der Ernte und der Extraktion alle wertvollen Inhaltsstoffe des Öls bewahrt werden.
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Wie wird ätherisches Öl gewonnen?
Je nach Pflanzenart wird eines von drei unterschiedlichen Herstellungsverfahren angewendet, um das ätherische Öl von der Pflanze zu trennen. Überwiegend kommt die Wasserdampfdestillation zum Einsatz. Entgegen der weitverbreiteten Meinung können ätherische Öle aber auch durch Kaltpressung gewonnen werden. Das ist immer dann der Fall, wenn das Öl aus Zitrusfrüchten gewonnen werden soll. Die Extraktion hingegen kommt zum Einsatz, wenn Öl aus Blüten hergestellt wird.

Kaltpressung

Die Kaltpressung wird bevorzugt bei Zitrusfrüchten, sogenannten Agrumen-Öl-Früchten, angewendet. Im Handel findet man diese Öle dann als Limettenöl, Orangenöl, Zitronenöl und Bergamottenöl.

Die Schalen dieser Zitrusfrüchte bleiben von der Saftproduktion übrig und werden anschließend zur Ölgewinnung weiterverwendet. Da die Zitrusschalen äußerst hitzeempfindlich sind, darf ihnen bei der Ölgewinnung keinerlei Hitze zugeführt werden.

Nachdem das übrige Fruchtfleisch von den Schalen sorgfältig entfernt wurde, können diese unter hohem Druck und ohne Hitze ausgepresst werden. Bei diesem Vorgang platzen die kleinen Öldrüsen, die sich in der Schale befinden und die emulsionsartige Flüssigkeit, die sich aus dem ätherischen Öl und dem Saft zusammensetzt, wird aufgefangen.

Anschließend müssen diese beiden Bestandteile durch eine Zentrifuge voneinander getrennt werden, damit nur noch das reine, leicht trübe ätherische Öl übrigbleibt.

Destillation

Die gängigste Methode, um ätherisches Öl zu gewinnen, ist die Destillation durch Wasserdampf. Aus den meisten Pflanzen, die Bestandteile für ätherisches Öl produzieren, lässt sich mittels der Destillation das wertvolle Öl gewinnen.

Nachdem die Pflanzenteile sehr sorgfältig zerkleinert wurden, kommen sie in einen Brennkessel, der fest verschlossen und mit Wasserdampf gefüllt wird. Das Pflanzen-Öl-Wasser-Gemisch im Inneren des Kessels kondensiert durch die Hitze des Wasserdampfes und wird in ein von außen gekühltes Rohr abgeleitet, das wiederum in einen Behälter führt, der das Kondensat sammelt und auffängt. Auf diese Art erhält man ein Kondensat, das rein aus ätherischem Öl besteht, das sich aus den Pflanzenteilen gelöst hat.

Aus einigen wenigen Pflanzen (Brenessel zum Beispiel) lässt sich natürlicherweise kein ätherisches Öl gewinnen, weshalb man ihnen während der Destillation eine zweite Trägerpflanze hinzugibt. Diese dient dazu, das ätherische Öl aus der anderen Pflanze zu lösen. Diesen Vorgang nennt man Co-Destillation, ein etwas aufwändigeres, aber effektives Verfahren der Öl-Herstellung.

Extraktion

Die Extraktion ist eine Herstellungsmethode, die äußerst schonend für hitzeempfindliche Blüten und Pflanzenteile ist und deutlich mehr Endprodukt bietet als die Destillation.

Zur Extraktion des ätherischen Öls aus den Blüten werden diese in ein spezielles Lösungsmittel gegeben, das aus ihnen die pflanzlichen Wachse, Farbstoffe und die Aromastoffe herauslöst. Dieses Lösungsmittel mit den herausgelösten Elementen der Pflanzenteile und Blüten wird im Anschluss destilliert mittels der gängigen Wasserdampfdestillation und das daraus gewonnene Destillat ergibt eine wachs-ähnliche, dicke Masse. Diese Konsistenz verändert sich auch durch die anschließende Zusetzung von Alkohol und dem Vakuumieren nicht sonderlich.

Das Ergebnis der Extraktion nach allen notwendigen Herstellungsschritten ist ein aromatisches, dickflüssiges, aber inhaltlich hochwertiges ätherisches Öl.

Qualitätsunterschiede

Bei ätherischen Ölen gibt es eine große Preisspanne, die nicht nur in der unterschiedlich aufwendigen Herstellung oder dem Rohstoff begründet ist. Es gibt verschiedene Qualitätsstufen, die ganz unterschiedlich bepreist werden.

Die Hersteller von ätherischen Ölen werben gern mit 100 % reinem Öl. Hat das Öl hingegen eine geringere Qualität wird auf phantasiereiche Umschreibungen zurückgegriffen.

Während man bei kaltgepressten Pflanzenölen anhand von Farbe und Viskosität Rückschlüsse auf das Herstellungsverfahren ziehen kann, ist das bei ätherischen Ölen schwierig. Künstlich hergestellte Öle lassen sich anhand des Geruchs nicht von natürlichen Ölen unterscheiden.

Aufschluss über die Qualität liefern jedoch die verschiedenen Bezeichnungen. Im deutschssprachigen Raum unterscheidet man ziwschen naturreinen, naturidentischen und synthetischen Ölen.

Mischungen aus verschiedenen Ölen werden als häufig als „100 % natürliche Öle“ vermarktet. Das ist nicht grundsätzlich falsch – sagt aber noch nichts über das Mischungsverhältnis aus. So ist es nicht unüblich ein hochwertiges naturreines Öl mit einem preisgünstigen ebenfalls naturreinen Öl zu mischen.

Was ist naturreines ätherisches Öl?

Hält man eine Flasche mit dem Aufdruck naturreines Öl in den Händen, handelt es sich um ein ätherisches Öl, das direkt aus der Pflanze gewonnen wurde. Auf dieses Öl trifft auch die Bezeichnung 100 % pur zu. Auf dem Etikett ist bei puren Ölen nur eine botanische Bezeichnung angegeben, da das Öl nicht mit anderen Produkten gemischt wurde.

Reines hochwertiges ätherisches Teebaumöl erkennt man zum Beispiel an einem so formulierten Etikettenaufdruck: 100% naturreines ätherisches Teebaumöl (Melaleuca Alternifolia). Die Stammpflanze ist in Klammern angegeben. Die Reinheit in Prozent, ergänzt mit der Bezeichnung naturrein.

Die naturreinen Öle sind am teuersten. In Einzelfällen kann auch eine sehr geringe Menge (5 ml) ätherisches Öl verhältnismäßig teuer sein. Zu den teuersten Ölen gehört 100 % reines Rosenöl. Preisgünstige Alternativen sind in der Regel synthetisch hergestellt, da andernfalls der erzielte Preis die Produktionskosten nicht einspielen würde.

Was ist naturidentisches ätherisches Öl?

Naturidentische Öle sind keine „echten“ Pflanzenöle, denn sie wurden synthetisch hergestellt. Ihre chemische Zusammensetzung ist allerdings mit dem pflanzlichen Vorbild identisch. Daher riechen naturidentische Öle wie die pflanzlichen Öle mit derselben Bezeichnung und lassen sich nicht am Geruch unterschieden.

Die Inhaltsstoffe unterscheiden sich jedoch deutlich. Naturreine Öle eignen sich nicht als Hausmittel, sondern werden eher zur Raumbeduftung und als Dufstoff in Haushaltsprodukten eingesetzt.

Naturidentisches ätherisches Thymianöl erkennt man zum Beispiel an einem so formulierten Etikettenaufdruck: naturidentisches ätherisches Zitronenöl (Thymus vulgaris). Eine Prozentzahl wird nicht angegeben, die Stammpflanze ist wieder in Klammern.

Im Unterschied zu naturreinen Ölen sind synthetische Öle eine beliebige Zusammenstellung verschiedener Düfte. Oftmals werden sie als Duftöl gekennzeichnet. In der Herstellung sind sie sehr günstig, da keine aufwendige Destillation durchgeführt werden muss.

Wirkung von ätherischem Öl

Ätherische Öle haben eine vielseitige, unterschiedliche Wirkung auf den menschlichen Körper und den menschlichen Geist. Die Öle setzen sich, anders als herkömmliche, fette Öle, aus einer sehr feinen Molekularstruktur zusammen, die sich mit der Umgebungsluft verbinden kann.

Ätherische Öle können auf diese Weise über unterschiedliche Wege vom Körper aufgenommen werden: Zum einen über die Schleimhäute der Nase, von wo aus sie in die Lunge und damit in den Blutkreislauf gelangen.

Da sich besonders im Bereich des Gesichts aber sehr viele empfindliche Schleimhäute befinden, sollte dort nicht zu starken ätherischen Ölen wie Eukalyptus gegriffen werden, da diese zu Reizungen der Schleimhäute führen können.

Wenn ätherische Öle über die Schleimhäute der Nase und damit auch über ihre Sinneszellen und Rezeptoren aufgenommen werden, gelangen diese Duftinformationen auf direktem Weg ins Gehirn.

Durch Duftreize kann es dort im limbischen System (Funktionseinheit zur Verarbeitung von Emotionen und der Entstehung von Triebverhalten) dann zur Ausschüttung von Botenstoffen und Endorphinen kommen.

Grundsätzlich können diese Informationen eine ganz unterschiedliche Wirkung haben. Jedes Gehirn verarbeitet die Duftinformationen anders, daher muss individuell entschieden werden, welches ätherische Öl bei welchen Beschwerden und Stimmungslagen angewendet wird.

Ätherische Öle werden für vier Wirkungen geschätzt:

  1. Konzentrationssteigernd und anregend
  2. Entspannend und Stress-reduzierend
  3. Schlaffördernd
  4. Stimmungsaufhellend und Angstreduzierend

Nachgewiesen ist, dass das limbische System die Aromen der ätherischen Öle weiterverarbeitet und damit Emotionen unterschiedlichster Art beeinflusst werden können.

Zum anderen können die Öle aber auch hervorragend über die Haut aufgenommen werden, da sie durch ihre feine Konsistenz gut in die Poren der Haut eindringen können und über das Gewebe ebenfalls in den Blutkreislauf des Körpers gelangen.

Auf der Haut wirken ätherische Öle vor allem entzündungshemmend, desinfizierend und durchblutungsfördernd. Sie regen die Blutzirkulation an und sorgen für eine schnellere Wundheilung, während sie gleichzeitig vor Infektionen schützen und die Haut pflegen.

Während einige Öle vorwiegend wegen ihrem Duft geschätzt werden, haben andere ganz konkrete Einsatzzwecke indem sie zum Beispiel antifungal oder antiviral wirken. Lavendelöl wird zum Beispiel als Hausmittel gegen Fußpilz geschätzt, während das antivirale Eukalyptusöl bei Erkältungen zum Einsatz kommt. Andere Öle wirken  euphorisierend und erregend. Das trifft unter anderem auf Sandelholzöl zu.

Antifungale, ätherische Öle

  • Citronellaöl
  • Calendulaöl (sehr gut verträglich)
  • Lavendelöl (bewährtes Hausmittel gegen Fußpilz)
  • Patchouliöl
  • Teebaumöl
  • Thymianöl
  • Wacholderöl
  • Zitronenöl

Antivirale, ätherische Öle

Als antiviral werden Stoffe bezeichnet, die sich gegen Viren richten.

  • Eukalyptusöl
  • Lavendelöl
  • Oreganoöl
  • Sandelholzöl
  • Teebaumöl
  • Thymianöl
  • Zitronenöl

Antiseptische, ätherische Öle

Öle, die antiseptisch wirken, sind in der Lage die Keimzahl auf Oberflächen zu reduziern.

  • Oreganoöl
  • Teebaumöl
  • Pfefferminzöl
  • Nelkenöl
  • Rosmarinöl

Anwendung von ätherischem Öl

Ätherische Öle sind vielseitig einsetzbar. Ob als Raumduft, in der Aromatherapie, Massage, Körperpflege oder bei Krankheitssymptomen – in naturreiner Form haben ätherische Öle auf vielen Gebieten einen hohen Wirkungsgrad.

Am Körper und auf der Haut kann man mit dem Auftragen und Einmassieren von ätherischen Ölen viele Beschwerden auf ganz natürliche und schonende Weise lindern und behandeln.

Bei kleineren Wunden

Zum Desinfizieren von kleinen Wunden oder Hauterkrankungen, aber auch zum Schutz vor Insektenstichen, werden gerne duftintensive Öle wie Lavendel, Eukalyptus, Teebaumöl oder Salbei verwendet

Zum Schmerzstillen kommen eher sanftere Öle wie Bergamotte oder Kamille infrage.

Für eine krampflösende, aber auch hautpflegende Wirkung sorgt das vielseitige Lavendelöl.

Bei Erkältung & Schnupfen

Bei Atemswegsbeschwerden während einer Erkältung verbunden mit Husten, eignen sich Öle wie Fichten- und Eukalyptusöl, sowie Thymian, Pfefferminz oder klassisches und kostengünstiges Zitronenöl.

Diese Öle findet man auch in Produkten von Pharmaherstellern. In der Regel werden die Öle hierbei kombiniert und mit anderen Stoffen (Paraffin, gereinigtes Wasser, Alkohol) vermischt, damit sie sowohl zum Inhalieren und zum Auftragen auf die Haut geeignet sind.

Eine beliebte Methode, um die Symptome einer Erkältung zu lindern, ist das Inhalieren oder das Baden mit ätherischen Ölen.

Welches ätherische Öl hilft bei Erkältung?
Ätherische Öle wie Kampfer, Fichte, Rosmarin, Eukalyptus und Minze sind besonders duftintensiv und lösen durch ihre leichte Schärfe eine verstopfte Nase, beruhigen und befreien die Atemwege und lindern Husten.

Durch die befreiten Atemwege und Nebenhöhlen lösen sich meist auch die lästigen Kopfschmerzen, die mit einer Erkältung einhergehen.

Die größte Wirkung zeigen diese Öle bei einem Dampfbad. Dazu werden einfach einige Tropfen des ätherischen Öls in eine Schüssel mit heißem Wasser oder ein Inhalier-Gerät gegeben. Der Kopf wird mit einem Handtuch abgedeckt, damit möglichst viel des Wasserdampfs eingeatmet werden kann.

Bei Husten

Bei Husten und Reizhusten können verschiedene ätherische Öle wie Thymian, Kamille, Fenchel und das klassische Teebaumöl genutzt werden. Die Inhalation beruhigt den Husten wirksam und eine Duftlampe am Bett oder im Schlafzimmer sorgt zusätzlich für ruhigere Nächte in der Erkältungszeit.

Bei Kopfschmerzen

Viele Arten von Kopfschmerzen lassen sich gut mit sanften ätherischen Ölen wie Lavendel, Rose oder Melisse behandeln, stärkere Kopfschmerzen mit Ölen wie Thymian, Eukalyptus und Ingwer.

Zusätzlich zum Inhalieren oder zur Aromatherapie durch eine Duftlampe können die Öle in kleinen Mengen auf die Schläfen gegeben und einmassiert werden. Das Öl wird vom Gewebe aufgenommen und Spannungskopfschmerzen lösen sich durch die sanfte Massage.

Auch warme Umschläge und Wickel sind möglich als Vorbeugung, wenn die Kopfschmerzen aus Nackenverspannungen heraus entstehen.

In der Aromatherapie

Ätherische Öle verwendet man in der sogenannten Aromatherapie, um durch Gerüche (in diesem Falls durch die Duftstoffe der Öle) das allgemeine Wohlbefinden oder die Konzentration zu steigern.

Da die Aromatherapie zu den alternativen Heilmethoden und zum Bereich der Pflanzenheilkunde gehört, sind ihre Heilungskräfte nicht wissenschaftlich belegt und anerkannt. Doch ist diese Methode der Therapie nicht neu und wurde bereits im alten Ägypten, Rom und Griechenland angewandt, um das menschliche Wohlbefinden zu steigern oder um Krankheiten auszuräuchern.

Nachgewiesen ist jedoch, dass es pflanzliche Inhaltsstoffe und Wirkstoffe gibt, die bei der Aufnahme durch die Schleimhäute und das limbische System (olfaktorische Wahrnehmung) Einfluss auf Stimmungen haben.

In der Duftlampe

Bevorzugt werden ätherische Öle im Bereich der Aromatherapie in Duftlampen verwendet.

Hierzu gibt man einige wenige Tropfen des bevorzugten ätherischen Öls in das Wasser der Duftlampe, des Diffusers oder des Raumbefeuchters und genießt dann über mehrere Stunden die dezente Duftentfaltung des Öls im Raum.

Ob im Büro als Duftlampe mit konzentrationssteigernden Ölen wie Eukalyptus oder Rosmarin oder abends zum Einschlafen als Duftlampe mit Lavendelöl auf dem Nachttisch – die angenehmen Gerüche der Öle haben einen sanften, unaufdringlichen Einfluss auf die momentane Stimmung und können sanft bei Schlaf- oder Konzentrationsproblemen unterstützen.

Wie viele Tropfen ätherisches Öl sollen in die Duftlampe?
Nachdem die Duftlampe mit Wasser befüllt ist, kann man einige Tropfen ätherisches Öl hineingeben. Die Dosierung ist abhängig vom Öl, doch wie so häufig: Weniger ist mehr!

Bei sehr flüchtige Ölen (vorwiegend Zitrus: Limette, Zitrone und Orange) kann man 5 – 8 Tropfen ätherisches Öl für die Beduftung eines circa 20 Quadratmeter großen Zimmers verwenden. Ist der Raum kleiner, sollte natürlich auch weniger Öl genutzt werden.

Bei anderen Ölen reichen auch 2 – 5 Tropfen aus. Hier sollte man sich vorsichtig herantasten und erst einmal mit einer kleinen Menge anfangen.

Im Aromabad und zur Inhaltation

Zu den etwas intensiveren Methoden der Aromatherapie zählen Aromabäder oder das Inhalieren des ätherischen Öls.

Die intensivere Anwendung der Öle wird eine stärkere Wirkung auf das limbische System hervorrufen und ist daher mit Bedacht anzuwenden.

Die Öle sollten vor der Anwendung im Vollbad unbedingt abgemildert werden, indem man sie mit Duschgel, Badezusatz oder Sahne verdünnt. Starke ätherische Öle können sonst während des Badens zu Hautreizungen und zu Reizungen der Schleimhäute führen.

Ähnliches gilt für das Inhalieren. Hierbei sollten nur 1-2 Tropfen des ätherischen Öls in ausreichend Wasser gegeben werden, ehe man sie durch das Einatmen mit den Schleimhäuten der Atemwege in Verbindung kommen lässt.

Denn obwohl die ätherischen Öle durch das Verdampfen im Wasser abgeschwächt sind, kann es zu Reaktionen der Schleimhäute kommen. Asthmatiker sollten daher bei der Inhalation besonders vorsichtig sein und dies erst vorher ärztlich abklären.

Besonders häufig wird die Aromatherapie bei depressiven Verstimmungen angewendet. Da bei dieser Erkrankung nachweislich zu wenig Endorphine im Gehirn produziert und ausgeschüttet werden, kann die Aromatherapie mithilfe der Duftstoffe der ätherischen Öle unterstützend zur Schulmedizin eingesetzt werden.

Welche Öle wirken stimmungsaufhellend?
Stimmungsaufhellend und aktivierend wirken zitronige Düfte vom Mandarinenöl, Citronella und Lemongrass, aber auch klassische Öle wie Rose und Thymian. Ätherisches Rosenöl und Sandelholzöl wirken außerdem aphrodisierend und luststeigernd.

Bevorzugt werden dazu ätherische Öle gewählt, die zwar besonders sanft duftend, denen aber eine stimmungsaufhellende, aktivierende Wirkung nachgesagt wird.

Zu den beliebtesten Ölen gehören hierbei Bergamotte, Lavendel, Kamille, Melisse, Rose, Rosenholz, Schafgarbe und Ylang-Ylang, aber auch würzigere Düfte wie Zeder, Muskat und Basilikum werden dazu eingesetzt, das Wohlbefinden zu steigern.

Welche Öle wirken beruhigend?

Beruhigend wirken ätherische Öle wie Thymian, Fichte und Rosmarin. Eukalyptus und das beruhigende Rosmarinöl sorgen zusätzlich für Konzentration und halten die Aufmerksamkeit fokussiert.

Ätherische Öle in der Kosmetik

Ätherische Öle sind im Bereich der Naturkosmetik besonders beliebt, aber auch die herkömmliche Kosmetikindustrie macht sich die positive Wirkung der Öle zunutze.

So punkten viele Kosmetikprodukte auf dem Markt nicht nur mit den wunderbaren Düften und Duftstoffen der ätherischen Pflanzenöle, sondern auch mit ihren wirksamen Inhaltsstoffen und Nährstoffen, die Haut und Haare pflegen und verwöhnen.

Im Bereich der Kosmetik sollte man das verwendete ätherische Öl aber ganz spezifisch nach Haut- und Haartyp, Problematik und Pflegewirkung auswählen, um ganz konkret davon profitieren zu können.

Für die Haut

Ätherische Öle in Kosmetikprodukten können Entzündungen der Haut hemmen, desinfizieren, zu besserer Durchblutung anregen, die Haut reinigen und verjüngen und für ein schönere Hautbild sorgen. Zudem versorgt die Kombination mit anderen Ölen und Pflegeprodukten die Haut reichhaltig mit Nährstoffen und Feuchtigkeit und macht sie widerstandsfähiger.

Rosenöl
Rosenöl für die Haut

Bei empfindlicher Haut sollte man bei der Wahl einer Creme, eines Deos oder einer Seife eher zu sanften, heilenden Ölen wie Kamille, Lavendel, Jasmin oder Rose greifen, für fettige Haut eignet sich Sandelholz, Bergamotte oder Zeder. Ältere Haut sieht jünger und gesünder aus durch Lavendel, Rose oder Weihrauchöl.

Im Bereich der Naturkosmetik sollten nur absolut reine ätherische Öle zum Einsatz kommen, da die direkte und verdünnte Verwendung auf der Haut und am Körper nie ohne das Risiko einer allergischen Reaktion bleibt.

Rosenöl ist hier eines der beliebtesten und am häufigsten verwendeten ätherischen Öle mit besonders vielen, reichhaltigen Inhaltsstoffen und einer tollen Pflegewirkung auf die Haut, besonders im Bereich des Gesichts. Es reinigt, gleicht fettige Partien aus, strafft und macht die Haut dabei gleichzeitig weich und geschmeidig.

In vielen Kosmetikprodukten auf dem Markt ist Rosenöl als Zusatz enthalten, kann aber auch hervorragend pur oder kombiniert mit einem anderen Hautpflegeöl verwendet werden

Als Massageöl

Zitronenöl & Weizenkeimöl
Massageöl aus Zitronenöl & Weizenkeimöl

Ätherische Öle in der Ganzkörper- oder Teilkörpermassage sind ebenfalls sehr beliebt und wirkungsvoll.

Wichtig ist hierbei, sie niemals pur, sondern nur in Kombination mit einem sanften Trägeröl wie Mandelöl, weizenkeimöl oder Jojobaöl zu verwenden. Auf diesem Weg erhält man ein hochwertiges selbstgemachtes Massageöl.

Dadurch, dass das ätherische Öl zusammen mit dem Trägeröl in die Haut einzieht, kann es von dort aus in die Muskeln, Nerven und Energiekanäle des Körpers gelangen, wo es ebenfalls positive Auswirkungen hat.

Zudem wird unter der Massage der Lymphfluss aktiviert. Ätherische Öle verhelfen also nicht nur durch ihre Duftstoffe zur Entspannung, sondern pflegen außerdem die Haut von aussen, lockern Verspannungen der Muskulatur und geben dem Körper neue Energie durch erhöhte Durchblutung und gesteigerten Lymphfluss.

Wieviel ätherisches Öl soll in das Massageöl?
Es genügen einige wenige Tropfen des ätherischen Öls in einer großen Menge des Trägeröls, damit das ätherische Öl seine Duftwirkung entfalten und während der Massage seine wärmenden, entspannenden oder anregenden Eigenschaften zum Tragen kommen.

Als Richtwert kann man sagen: 3 Tropfen ätherisches Öl auf 50 ml kaltgepresstes Pflanzenöl.

Dieser wert schwankt von Öl zu Öl – je nachdem wie intensiv das ätherische Öl ist. Grundsätzlich ist eine sparsame Dosierung immer von Vorteil.

Als Badezusatz

Entspannend und heilsam ist auch ein Bad mit ätherischem Öl.

Ähnlich wie bei der Verwendung in der Aromatherapie, sollte das ätherische Öl auch hierbei vorher mit einer Trägersubstanz wie Sahne vermischt werden und erst nach dem Einlassen des Badewassers hinzugegeben werden, da es sonst aufgrund der Wassertemperatur zu schnell verdampft und man nicht mehr von ihm profitieren kann.

Während des Badens entspannen dann die Duftstoffe des Öls den Körper und das Öl kann durch die von der Wärme geöffneten Poren besser von der Haut aufgenommen werden. Besonders beliebt sind die ätherischen Öle Rosenöl, Eukalyptusöl oder Lavendel zur Entspannung oder für ein heilsames Erkältungsbad.

Ätherisches Öl kaufen

Für die hohe und garantierte Wirksamkeit eines ätherischen Öls ist es entscheidend, wie rein das Öl in seinem Gehalt ist.

Reine ätherische Öle sind aufgrund der vielen Angebote in Drogeriemärkten, Supermärkten und in Reformhäusern jedoch nicht mehr ganz einfach als solche zu erkennen.

Viele Produkte werden mit anderen Ölen gestreckt, um die Gewinnspanne zu erhöhen. So gerät man häufig auch an ein teures Produkt, das aber nicht die versprochene Wirkung eines naturreinen ätherischen Öls enthält.

Etikett-Angaben

Diese Hinweise auf dem Flaschenetikett helfen dabei ein gutes und hochwertiges Öl zu erkennen:

  • Botanische Bezeichnung der Pflanze
  • Qualitätsangabe (naturrein, 100 % pur, naturidentisch etc.)
  • Beimischungen
Kreuzkümmelöl
Kreuzkümmelöl aus Indien mit wichtigen informationen auf dem Etikett

Neben der Füllmenge in Millilitern, der Chargenummer und der Angabe des Herstellers, sollte man zunächst dem Namen der zur Ölherstellung verwendeten Pflanze Beachtung schenken. Diese wird in Form der botanischen Bezeichnung angegeben. Daneben sollte noch angegeben werden, welche Pflanzenteile (Blätter, Zweige, Wurzeln, Rinde, Blüten) verwendet wurden.

Die Qualitätsangabe enthält die Art der Gewinnung und zeigt an, ob es sich um ein 100 Prozent naturreines, naturidentisches Öl oder ein synthetisches Produkt handelt. Gemischte Öle müssen ebenfalls einen Hinweis darüber enthalten, welche Öle und Zusätze beigemischt wurden. Informativ ist auch die Art der Gewinnung des Öls, denn nicht jedes Gewinnungsverfahren eignet sich für jede Pflanze.

Auch das Herstellungsland kann von Interesse sein, da einige Rohstoffe unterschiedliche Qualitäten haben – je nach Anbaugebiet.

Zudem enthalten hochwertige Produkte Sicherheitshinweise und Mindesthaltbarkeitsdaten auf dem Etikett, die dem Benutzer Angaben darüber machen, wie das Öl gelagert werden soll und wie lange es bei richtiger Lagerung haltbar ist.

Beratung in der Apotheke

Wer besonders sicher gehen möchte, ein hochwertiges, naturreines ätherisches Öl zu erhalten, der ist mit einem Kauf und einer Beratung in der Apotheke oder im Reformhaus gut beraten. Preislich höhere Produkte garantieren fast immer einen hohen Reinheitsgehalt, jedoch schwanken die Preise hierbei auch je nach Ertrag der Charge und der verwendeten Pflanze.

So sind ätherische Zitrusöle wesentlich günstiger als ätherische Öle, die aus Blütenblättern gewonnen werden, da die Ertragsspanne bei Fruchtschalen und Restprodukten aus der Saftproduktion wesentlich größer ist als bei der Ölgewinnung aus den Blüten.

Beim Online-Bestellen von ätherischen Ölen ist man gut beraten, diese bei renommierten Herstellern direkt zu bestellen und dafür auch ein wenig mehr Geld zu investieren.

Lagerung von ätherischen Ölen

Die richtige Lagerung und Aufbewahrung ist für ätherische Öle besonders wichtig, da sie sonst schnell an Wirksamkeit und Haltbarkeit verlieren und verderben können.

Da ätherische Öle besonders lichtempfindlich sind und keine größere Wärmeeinwirkung vertragen, sollten sie bereits in abgedunkelten Flaschen gekauft werden. Das abgedunkelte Glas verhindert, dass das empfindliche Öl mit Sonnenlicht in Verbindung kommt und die Inhaltsstoffe angegriffen werden.

Dennoch sollten die Flakons und Flaschen mit ätherischem Öl auch zuhause dunkel und kühl gelagert werden. Es ist nicht notwendig, sie im Kühlschrank aufzubewahren. Sie sollten lediglich nicht über einen längeren Zeitraum mit Raumtemperaturen über 20 Grad Celsius in Kontakt kommen.

Beachtet man diese Lagerungshinweise, so sind einige der ätherischen Öle sogar über Jahre hinweg haltbar und behalten ihre kräftigen Aromen. Einige der Öle reifen sogar noch über einen längeren Zeitraum während der Lagerung nach und duften noch intensiver, wie zum Beispiel ätherisches Rosenöl. Andere empfindlichere Öle sind nur circa ein Jahr haltbar und sollten daher in kleinen Mengen gekauft werden, die sich über diesen Zeitraum auch effektiv aufbrauchen lassen. Dazu gehören unter anderem Zitrusöle und Teebaumöl.