Das Wichtigste in Kürze
  • Ätherisches Kamillenöl wird durch Wasserdampfdestillation aus der Heilpflanze Kamille gewonnen.
  • Es gibt verschiedene Kamillenarten, die zur Herstellung verwendet werden.
  • Kamillenöl ist ein bewährtes Hausmittel bei Erkältungsbeschwerden.
  • In der Aromatherpie wird Kamillenöl für seine stimmungsaufhellende Wirkung geschätzt.
  • Während der Schwangerschaft sollten Frauen kein Kamillenöl zu sich nehmen.
  • Das ätherische Öl ist sehr verträglich und reizt die Haut nicht.
  • Das Öl sollte an einem kühlen Ort in einer dunklen Glasflasche gelagert werden.
  • 10 ml hochwertiges Kamillenöl in Bio-Qualität kostet circa 30 Euro.
KamillenölDas zarte Pflänzchen am Wegesrand beachtet kaum jemand. Doch ausgerechnet das Öl der genügsamen Kamille ist voll von wohltuenden Inhaltsstoffen.

Von den verschiedenen Arten der Kamille werden drei für die Herstellung von ätherischem Kamillenöl verwendet.

Jede Sorte hat unterschiedliche Wirkungen bei äußerlicher und innerlicher Anwendung.

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Eigenschaften von Kamillenöl

Von der Kamille gibt es auf der Nordhalbkugel der Erde sieben bekannte Arten. Drei davon werden zur Gewinnung von Kamillenöl und anderer wohltuender Essenzen verwendet.

Zu antiken Zeiten galt die Pflanze bereits als heilsam. In Grabkammern der Pharaonen wurden Spuren von Kamille als Grabbeigabe entdeckt. Außer in Ägypten gehörte die Pflanze am Ackerrand bereits zu den gebräuchlichen Mitteln von lindernder Wirkung. Die sogenannte Echte Kamille (Matricaria chamomilla) ist gut an einem kegelförmig gewölbten Blütenboden von intensiv gelber Farbe zu erkennen.

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Während der Blütezeit liegt der typische Geruch von Kamille stark in der Luft. Endet die Blütezeit, senken sich die weißen Blütenblätter um den Blütenboden herum nach unten.

Aus einer Kamillenpflanze kann nur ein Ölanteil von 0,3 bis 1,5 Prozent gewonnen werden.

Gewinnung von Kamillenöl

Um Kamillenöl zu gewinnen, ist eine große Menge der frischen Kamillenblüten nötig. Es gibt wei Arten der Herstellung von Kamillenöl: Durch Wasserdampfdestillation wird das ätherische Kamillenöl gewonnen. Aber auch die Herstellung eines Mazerats aus Kamillenblüten ist möglich. Hierbei spricht man von einem Kaltauszug.

Trotz großer Vorkommen in der freien Natur könnten 150 bis 300 Kilogramm Blüten für einen Liter Kamillenöl nur unter hohen Kosten und mit großem zeitlichem Aufwand gesammelt werden. Für die industrielle Herstellung des ätherischen Öls wird die Echte Kamille in Indien, Mexiko und Brasilien inzwischen auf großen Plantagen im Freiland angebaut.

Ätherisches Kamillenöl

Für die Ölgewinnung durch Wasserdampfdestillation werden die Blüten der Kamille gründlich getrocknet. Anschließend wird das getrocknete Kraut im Wasserbad erhitzt. Bei diesem Prozess lösen sich die ätherischen Ölanteile aus dem gelben Blütenboden.

Sobald das Kondenswasser nach oben dampft, trägt es das Öl mit. Beim Abkühlen des Wasserdampfes scheidet sich das Kamillenöl vom Wasser. Es setzt sich als reine Schicht beim Absinken ab. Diese Schicht kann nun als Kamillenöl aus dem destillierten Wasserbad entnommen werden.

Die höchste Qualität hat naturreines ätherisches Kamillenöl in Bio-Qualität.

Kamillenöl Mazerat

Die Herstellung durch Kaltauszug löst ebenfalls die ätherischen Öle aus den Kamillenblüten. Jedoch lässt sich damit nur eine sehr geringe Menge verarbeiten.

Die Wirkung des gewonnenen Kamillenöls unterscheidet sich deutlich vom destillierten Öl.

Für einen Kaltauszug werden die Kamillenblüten getrocknet und stark zerkleinert. Nun werden sie entweder mit kaltem, eher mit lauwarmem Wasser übergossen. Nach ungefähr 12 Stunden haben sich die gewünschten Stoffe aus den Blüten gelöst.

Nach dem Abseihen der Masse bleibt Wasser zurück, welches Wirkstoffe aus dem Kamillenöl, jedoch kein trennbares Öl enthält. Allerdings ist die geringe Menge gewonnener Inhaltsstoffe ideal für die Herstellung von sanften und wirksamen Sonnenschutzmitteln.

Inhaltsstoffe im Kamillenöl

Durch die verschiedenen Kamillensorten lassen sich unterschiedliche Kamillenöle herstellen. Anders als der gelbe Blütenboden hat das jeweils gewonnene Kamillenöl eine andere Farbe und voneinander abweichende Inhaltsstoffe.

Im Handel findet man diese 3 Sorten Kamillenöl:

  • Römisches Kamillenöl
  • Blaues Kamillenöl
  • Marokkanisches Kamillenöl

Römisches Kamillenöl

Das Öl der Römischen Kamille (Chamaemelum nobile) hat eine gelbliche oder grün-bläuliche Farbe. Enthalten sind vor allem:

  • Azulene als wertvoller Bestandteil von kosmetisch vorteilhafter Wirkung
  • Ester als geruchs- und farbgebender Bestandteil
  • Cuminaldehyd als flüchtiger Bestandteil, der beispielsweise linderne Wirkung bei Diabetesformen besitzt
  • Limonen als stark geruchsgebender Bestandteil

Vor- und Nachteile des Römischen Kamillenöls

Römisches Kamillenöl ist eine niedriger wachsende Kamillensorte als das Blaue Kamillenöl. Angewendet wird das Öl der in ganz Europa heimischen Pflanze häufig in der Aromatherapie.

Seine beruhigende Wirkung kann Beschwerden des Restless-Leg-Syndroms ebenso lindern wie Krämpfe während der Menstruation oder im Magen-Darm-Bereich. Gerne wird es auch zur Entspannung inhaliert oder als schlafförderndes Mittel abends eingenommen. Wie bei allen Schlafmitteln auch dieses Hausmittel vorsichtig dosiert werden!

Ein weiterer Nachteil sind auch die Kosten für das Römische Kamillenöl. Es ist deutlich teurer als die beiden anderen Sorten. Das macht sich jedoch durch die sehr geringe, nötige Dosierung wieder mit den vorteilhaften Wirkungen rasch wieder bezahlt.

Blaues Kamillenöl

Die blaue Farbe des Blauen Kamillenöls verschwindet rasch beim Kontakt mit Luft. Verursacht wird die Grundfarbe vom enthaltenen Chamazulen. Verfärbt sich dieses Kamillenöl nach grün oder braungelb, bleiben die Inhaltsstoffe dennoch weiter wirksam:

  • Chamazulen wirkt intensiv entzündungshemmend und gibt dem Blauen Kamillenöl seine typische Farbe.
  • a-Bisabolol unterstützt die Hautgeneration und beschleunigt das Abklingen der Symptome bei Sonnenbrand.
  • Flavonide schützen die Gefäße und wirken lindernd auf Beschwerden der Leber und des Magen-Darm-Traktes.
  • Cumarine wirken gerinnungshemmend auf das Blut. Damit können sie in bestimmten Fällen der Entwicklung von Trhombosen vorbeugen.

Vor- und Nachteile des Blauen Kamillenöls

Blaues Kamillenöl wird aus den Blüten der Kamillensorte Chamomilla recutita destilliert. Diese Kamillenart ist in Deutschland und dem mittleren Europa heimisch.

Die Gewinnung von Kamillenöl aus der Blauen oder Deutschen Kamille ist besonders umweltfreundlich durch kurze Transportwege.

Die Anwendung des Öls wird bei Krämpfen und Verdauungsproblemen, zur Wundheilung und hygienischen Pflege des Mundraums empfohlen.

Bekannt ist das ätherische Öl aus der Heilpflanze auch für seine beruhigende und angstlösende Wirkung auf die Psyche. Allerdings ist das Blaue Kamillenöl besonders intensiv. In seltenen Fällen kann es Allergien auslösen und die Augen reizen.

Wer selbst Kamillenblüten dieser Sorte sammeln möchte, sollte sich gut mit den optischen Merkmalen der Pflanze auskennen. Sie wächst auf bis zu 50 cm, wird aber häufig mit der Hundskamille (auch Falsche Kamille) verwechselt.

Marokkanisches Kamillenöl

Marokkanisches Kamillenöl (Ormensis multicaulis) ist das hellste der drei therapeutisch wirksamen Sorten von Kamillenöl. Seine Farbe ist beinahe transparent mit einem gelblichen Hauch. Im Marokkanischen Kamillenöl sind vor allem diese Stoffe enthalten:

  • Monoterpene sind ein Naturstoff in vielen Ölen. Im Marokkanischen Kamillenöl entfalten sind sie vor allem für die antimikrobielle Wirkung verantwortlich.
  • Santolina-Alkohol verstärkt die positive Wirkung auf das gesamte Hautbild bei äußerer wie innerer Anwendung.
  • Sesquiterpene gehören zu den wohltuenden Aromastoffen in Kamillenöl.
  • Monoterpenketone im Marokkanischen Kamillenöl verleihen ihm einen Geruch, der sich von dem anderer Kamillenöle deutlich unterscheidet.
  • Oxide im Kamillenöl reagieren empfindlich auf den Kontakt mit Luft. Die Ölfarbe kann sich dann vom gelblichen zu einem kräftig gelb-braunen Farbton verändern.
  • Ester ist für die Farbe des Kamillenöls und seinen intensiven Geruch verantwortlich.

Vor- und Nachteile des Marokkanischen Kamillenöls

Marokkanisches Kamillenöl wird aus der Wilden Kamille gewonnen. Diese Kamillensorte ist in den westlichen Regionen Marokkos heimisch.

Im Gegensatz zum Römischen und Blauen Kamillenöl entfaltet das Marokkanische Kamillenöl eine stimulierende statt entspannende Wirkung. Das macht es ideal zur Anwendung in der Kosmetik (wegen seines intensiven, angenehmen Geruchs), zur belebenden Anwendung und zur Anwendung als Basisöl in Cremes oder Parfums.

Zu beachten ist unbedingt eine sehr feine Dosierung. Während Kamillenöl  grundsätzlich sehr hautfreundlich sit, kann eine größere Menge des Blauen Kamillenöls zu Hautreizungen führen. Sensible Menschen greifen für die äußerliche Anwendung daher besser auf eine der beiden anderen Sorten des Kamillenöls zurück.

Wirkung von Kamillenöl

Kamillenöl wird aus der Heilpflanze Kamille gewonnen. Das ätherische Öl kann sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet werden. In der Aromatherpie wird es für seine stimmungsaufhllende Wirkung geschätzt. Für diesen zweck wird es mithilfe einer Dutlampe angewendet. Als Hausmittel bei Erkältung werden die Dämpfe des Öls inhaliert.

Je nachdem, ob es inhaliert, eingerieben oder eingenommen wird, hat es eine Vielzahl unterschiedlicher Wirkungen.

Körperliche Wirkung von Kamillenöl

Kamillenöl wirkt bei der innerlichen Anwendung oder durch Auftragen auf die Haut schmerzstillend, krampflösend und antiseptisch. Das ätherische Kamillenöl ist sehr hautfreundlich – im Gegensatz zu den meisten anderen ätherischen Ölen.

Darüber hinaus wird das Öl wegen seiner entzündungshemmenden Wirkung gegen entzündliche Prozesse im Magen-Darm-Trakt und zur Förderung der Verdauung verwendet. Kosmetisch besänftigt Kamillenöl gereizte Haut und verbessert das Hautbild bei unreiner oder Mischhaut.

Alle drei wirksamen Sorten von Kamillenöl fallen durch ihren angenehmen und intensiven Geruch auf. Das macht man sich bei der sogenannten Aromatherpie zu Nutze. Beim Einatmen löst das Öl Angstzustände. Eine dumpfe Grundstimmung lässt sich durch das Verdampfen von Kamillenöls ebenfalls in eine aufgehellte und somit positivere Stimmung verändern. Kamillenöl wird besonders als Hausmittel bei Verstimmungen und Stress geschätzt.

Nebenwirkungen von Kamillenöl

Der Blütenboden der Kamille besteht aus Pollen. Das kann in seltenen Fällen auch beim Verwenden des Kamillenöls für Allergiker problematisch sein. Bei einer bestehnden Allergie gegen Korbblütler, sollte daher grundsätzlich kein Kamillenöl äußerlich oder innerlich verwendet werden.

Blaues Kamillenöl verändert bei längerem Luftkontakt seine Farbe. Dabei verändern sich auch die eigentlich wohltuenden Wirkungen der Inhaltsstoffe. Fällt bei der Nutzung eine deutliche Farbveränderung auf, sollte dieses Kamillenöl nicht mehr verwendet werden. Es könnte jetzt Hautreizungen auslösen.

Die Wirkung von Kamillenöl ist sehr intensiv. Wer bereits andere homöopathische Mittel einnimmt oder anwendet, darf diese keinesfalls mit Kamillenöl kombinieren. Es könnte sonst zu unerwünschten Reaktionen kommen oder die Wirksamkeit anderer Mittel reduzieren.

Grundsätzlich ist reines Kamillenöl aller drei Sorten gut verträglich. Ätherische Öle sollte jedoch stets sorgsam dosiert und außerhalb der Reichweite von Kindern gelagert werden.

Anwendungsgebiete von Kamillenöl

Kamillenöl wirkt bereits in geringer Dosis wohltuend und lindernd. Es kann innerlich oder äußerlich einmalig oder mehrmals angewendet werden. Vor allem für diese Wirkungen wird es eingesetzt:

Kamillenöl für die Haare und Kopfhaut

Probleme der Haare entstehen häufig durch Reizungen der Kopfhaut. Schuppen, sprödes Haar und juckende Kopfhaut werden durch Färben und Tönen, heißes Haartrocknen oder Pilzerkrankungen verursacht. Wenige Tropfen Kamillenöl werden der Pflegespülung zugesetzt. Dadurch löst sich Schorf, und ein vorhandener Juckreiz hört sofort auf.

Kamillenöl als Zusatz zur Haarpflege hilft ebenfalls dabei, die Talgproduktion von fettigem Haar wieder besser zu regulieren. Das Haar selbst wird vom Kamillenöl vor Spliss geschützt. Gleichzeitig glättet das Öl unerwünschte Kraushaare.

Kamillenöl für die Haut

Im Gesicht lindern die antibakteriellen Inhaltsstoffe von Kamillenöl die Auswirkungen unreiner Haut. Betroffene von Akne berichten von guten Ergebnissen. Allerdings sollte der Einsatz bei entzündlichen Hautkrankheiten stetes mit einem Mediziner abgesprochen werden.

Hervorragend ist Kamillenöl für das schnelle Hilfe bei Sonnenbrand geeignet. Es wird dafür entweder pur auf betroffenen Stellen aufgetragen oder der Hautcreme in geringer Menge zugesetzt.

Wunden am Körper heilen durch Betupfen mit Kamillenöl besser ab. Dafür ist unter anderem die durchblutungsfördernde Wirkung verantwortlich.

Auf offene Wunden darf Kamillenöl nicht aufgetragen werden. Erst nach Bildung eines Schorfs kann das Öl wieder ohne Wundreizungen seine heilfördernde Wirkung entfalten.

Soll die Haut am ganzen Körper mit Kamillenöl gepflegt werden, kann es am besten durch Anwendung als Badezusatz aufgenommen werden. Problemlos lässt es sich auch in andere kosmetische Produkte mischen.

Im Bereich der Augen ist bei der Anwendung Vorsicht geboten. Denn aufgrund seiner Intensität kann es hier zu Reizungen der Augenschleimhaut kommen.

Innerliche Anwendung von Kamillenöl

Bei Erkältungen wirkt Kamillenöl durch Inhalieren wohltuend. Es lindert Beschwerden der Atemwege. Wenige Tropfen des Öls werden dazu in eine Schüssel mit heißem Wasser gegeben. Der Dampf löst Sekrete bei Schnupfen und Husten. Gleichzeitig bekämpft das Hausmittel Entzündungen der Nebenhöhlen und Schleimhäute. Dadurch wird das Abklingen der Beschwerden beschleunigt.

Eine weitere wohltuende Anwendung ist für den Magen-Darm-Trakt empfehlenswert. Wenige Tropfen Kamillenöl, pur oder mit Honig eingenommen, lösen krampfartige Beschwerden des Magens. Die Produktion von Magensaft wird angeregt und somit die Verdauung unterstützt.

Sofern Beschwerden des Verdauungstrakts durch Bakterien verursacht wurden, werden diese Bakterien wirksam vom Kamillenöl bekämpft. Auch bei Fällen von Übelkeit oder Blähungen erweist sich die Einnahme von purem Kamillenöl als erleichternd.

Speziell die Darmflora wird von Kamillenöl günstig beeinflusst. Das eingenommene Öl vertragen die „guten Bakterien“, während „schlechte Bakterien“ abgetötet werden. Die Folge dieses Mechanismus ist eine positive Veränderung der Darmflora. Sowohl die Verdauung als auch die Nährstoffaufnahme über die Darmwände werden davon günstig beeinflusst.

Die innerliche Anwendung von Kamillenöl kann Schmerzen der Ohren, Zähne oder Kopfweh sowie Migräne rasch lindern.

Kamillenöl in der Schwangerschaft

Kamillenöl eignet sich während einer Schwangerschaft weder zur äußerlichen noch zur innerlichen Anwendung. Der Grund für dieses Anwendungsverbot sind die durchblutungsfördernden Inhaltsstoffe in allen drei wirksamen Sorten.

Durchblutungsförderung bedeutet in der Schwangerschaft auch Menstruationsförderung. Dadurch kann es zu vorzeitigen Wehen kommen.

Es spricht allerdings nichts dagegen, während der Schwangerschaft hin und wieder eine Tasse Kamillentee aus den Blüten zu genießen. Die Wirkung auf Verdauung und Körper ist zwar geringer, aber dennoch wohltuend bei Bedarf.

Verabreichungsformen von Kamillenöl

Reines Kamillenöl kann aufgetragen, eingenommen und mit anderen Zusätzen vermischt werden. Je nach gewünschter Wirkung wird es überwiegend so verabreicht:

Pure Anwendung

Wenige Tropfen pures Kamillenöl werden gezielt auf Hautstellen aufgetragen. Soll die Wirkung auf die Haut gleichzeitig durch Inhalieren verstärkt werden, helfen wenige Öltropfen im Badewasser sehr gut.

Das pure Kamillenöl wird für seine wohltuende Wirkung auf die Psyche auch gern in einer Duftlampe erhitzt oder im Diffusor als Duftöl verwendet.

Fertige Mischöle

In Mischölen aus dem Handel ist nur ein geringer Anteil Kamillenöl enthalten. Dennoch wirken auch solche fertigen Mischungen wohltuend, da sie oft mit anderen, kosmetisch wirksamen Ölvarianten kombiniert sind. Eine solche Mischung ist für den kosmetischen, also äußerlichen Einsatz vorgesehen.

Eigenmischung

Eine hautklärende Gesichts- und Körpercreme lässt sich leicht selbst herstellen. Dazu werden wenige Tropfen Kamillenöl einfach in die aktuell nötige Creme-Menge gemischt. Die innere Anwendung durch die Einnahme des reinen Kamillenöls scheuen manche Menschen wegen des sehr intensiven Geschmacks.

Doch wer einen Tropfen Kamillenöl auf einen Löffel Honig gibt, mildert die Intensität ab. Die Wirkung im Körper bleibt trotzdem voll erhalten.

Lagerung und Haltbarkeit von Kamillenöl

Die Inhaltsstoffe im Kamillenöl sind empfindlich gegen den Einfluss von Luft und Licht. Deshalb wird es in dunklen Glasflaschen und nur geringen Mengen abgepackt. Daheim sollte es am besten an einem lichtgeschützten Ort aufbewahrt werden. Die dunkle Speisekammer oder ein kühler Schrank sind dafür geeignet. U

ngeöffnet halten sich die wertvollen Inhaltsstoffe bei maximaler Wirksamkeit für viele Monate. Wurde die Flasche angebrochen, sollte sie jedoch binnen weniger Wochen aufgebraucht werden. Eine Verfärbung des Kamillenöls und ein weniger intensiver Geruch sind Hinweise auf einen beginnenden Verderb. Bei solchen Auffälligkeiten sollten die Ölreste besser nicht länger verwendet werden.

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Reines Kamillenöl wird aus einer großen Menge Kamillenblüten in nur geringer Menge gewonnen. Dadurch ist es in seiner puren Form teuer. Die Nachfrage nach preisgünstigeren Alternativen ist hoch. Doch wer Mischprodukte kauft, muss mit einer deutlich geringeren Wirkung rechnen. Beim Kauf des Öls lässt sich die Qualität an diesen aufgedruckten Qualitätshinweisen messen:
  • Naturrein als Artikelzusatz bedeutet eine pure Abfüllung ohne jegliche Zusatzstoffe. Wer außerdem Bioqualität sucht, schaut zudem nach dem Zusatz aus kontrolliert biologischem Anbau.
  • Hinter dem Zusatz natürliches Öl verbirgt sich der Hinweis auf ein Mischöl. In einer solchen Abfüllung ist nur ein gewisser Anteil von Kamillenöl enthalten.

Achtung Verwechslungsgefahr: Naturidentisches Öl wird nicht aus Kamillenblüten gewonnen. Vielmehr handelt es sich um eine synthetische Abfüllung. Entsprechend geringer ist die Wirkung im Vergleich zum echten Kamillenöl. Der Geruch eines solchen Öls ist weniger intensiv, aber nur schwer von der natürlichen Variante zu unterscheiden. (Es handelt sich hierbei nicht um echtes ätherisches Öl.)

Die Abkürzung g & a auf einer Abfüllung von Kamillenöl steht für die Begriffe genuin und authentisch. Hierbei handelt es sich um die bestmögliche Reinheit eines echten, natürlichen Kamillenöls.

Werden natürliches Öl und naturidentische Zusätze gemischt, müssen diese mit der Abkürzung N/NI gekennzeichnet sein.

Um die bestmögliche Wirkung vom Kamillenöl zu erhalten, lohnt sich auch ein Blick auf die Herkunft des Kamillenöls. Denn das Marokkanische, Blaue und Römische Kamillenöl unterscheiden sich in ihrer Wirkung. Der generell hohe Preis ist dennoch eine gute Investition. Denn nur wenige Tropfen genügen, um kosmetisch oder gesundheitlich wohlzutun.