Wenn Du häufig das Gefühl hast, du müsstest dich dringend am Kopf jucken und regelmäßig eine dünne Schuppenschicht auf deinen Schultern liegt, dann hast Du vermutlich eine sehr trockene Kopfhaut.

Trockene Kopfhaut

Aber keine Sorge: trockene Kopfhaut ist ein Ärgernis, das sich vergleichsweise leicht beheben lässt.

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Wie entsteht trockene Kopfhaut?

Die Pflege der Haut ist bei vielen Menschen ein ganz wichtiger Bestandteil der Abendroutine. Es wird gecremt, geklopft und massiert. Doch die Kopfhaut kommt hierbei in der Regel viel zu kurz – dabei benötigt sie auch Pflege. Während die Haare und die restliche Haut viel Beachtung erhalten, kommt die Kopfhaut zu kurz. Schuppen sind das sichtbarste Zeichen für trockene Kopfhaut.

Trockene Kopfhaut ist immer ein Zeichen dafür, dass der natürliche Fettfilm auf der Haut gestört ist. Häufiges Haare Waschen kann die Kopfhaut austrocknen – egal ob Du nun zu einem Produkt gegen Schuppen greifst oder nicht.Der Fettfilm kann sich gar nicht so schnell bilden, wie er weggespült wird.

So entsteht ein Kreislauf, der zum Glück einfach durchbrochen werden kann.

Die Kopfhaut ist, wie die restliche Haut auch, die äußere Schutzbarriere und daher vielen Einflüssen ausgesetzt. Die Ursachen für trockene Kopfhaut sind daher durchaus vielfältig. Häufig ist Juckreiz und Schuppenbilddung auf falsche Hautpflege, Hautkrankheiten oder Stress zurückzuführen.

Falsche Pflege der Haut

Durch häufiges Waschen, Heizungsluft, heißes Föhnen und andere Einflüsse, wie Glätteisen oder häufiges Färben, hat die Kopthaut einiges zu erdulden.

Wasser und Shampoo sind für viele Menschen der tägliche Begleiter. Doch weder Deine Haare noch Deine Kopfhaut profitieren vom häufigen Waschen. Ganz im Gegenteil. Auch die regelmäßige Nutzung eines Glätteisens und das Auftragen von Haarfärbemitteln belastet Haare und Kopfhaut und kann sie austrocknen. (Hast du trockene Haare? Schau dir einmal unsere Tipps rund um Kokosöl für die Haare an!)

Männer mit lichtem Haar oder Glatze müssen ihre Kopfhaut besonders pflegen, da sie Witterungseinflüssen noch mehr ausgesetzt ist. Das gilt ganz besonders im Sommer, denn Sonnenbrand auf der Kopfhaut ist ausgesprochen unangenehm.

Hauterkrankungen & Stress

Neben den äußeren Faktoren, die Du sehr gut beeinflussen kannst, gibt es noch weitere Gründe für trockene Haut. Dazu gehören entzündliche Hauterkrankungen, Hormonschwankungen, Haartransplantation und Stress. In diesem Fall ist es mit etwas mehr Pflege nicht getan, sondern die trockene Kopfhaut ist nur eines von vielen Symtomen.

Hautausschlag (Seborrhoisches Ekzem) oder die ähnliche aussehende Schuppenflechte (Psoriasis) können grundsätzlich jeden Menschen treffen. Die Ursachen sind vielfältig und in der Regel liegt es nicht an fehlender Hygiene. Das gilt auch für Neurodermitis, die unter anderem auf einen Mangel an Gamma-Linolensäure (GLA) zurückgeführt wird. In diesem Fall ist der Besuch beim Arzt angeraten. Es gibt einige Cremes, die kein Cortison enthalten und in der Apotheke erhältlich sind.

Aber auch eine ungesunde Ernährung, das Absetzen der sogenannten Anti-Baby-Pille und Stress können die Ursache von trockener Kopfhaut und auch von entzündlichen Hautkrankheiten sein.

Wenn es juckt und krabbelt, dann können natürlich auch Kopfläuse die Ursache sein. Das klingt zunächst befremdlich, aber Läuse sind nicht nur bei Kindern anzutreffen. In diesem Fall hilft nur der Gang zur Apotheke um ein Läuseshampoo und einen Nissenkamm zu besorgen.

Nach einer Läusebehandlung kann die Kopfhaut auch weiterhin jucken – das liegt an dem genutzten Läusemittel, das zu Hautreizungen führen kann.

Mittel gegen trockene Kopfhaut

Die Kopfhaut kann auch überpflegt werden. Viel hilft daher nicht viel, sondern es kommt auf die richtigen Produkte und die optimale Menge an.

Zunächst einmal musst Du für dich selber klären, welche Ursache die trockene Haut hat. Wenn Du eine Erkrankung ausschließen kannst, liegt es mitunter an der falschen Pflege. An diesem Punkt kannst du ansetzen und etwas verändern. Andernfalls halte unbedingt Rücksprache mit einem Arzt, denn Schuppenflechte, Neurodermitis und Co. sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Durch den anhaltenden Juckreiz und das Aufkratzen kann sich die Oberhaut entzünden.

Zurück zur Änderung deiner Pflegeroutine: Es gibt einige Hautmittel gegen trockene Kopfhaut. Dazu gehören unter anderem kaltgepresste Öle, die Du zur Pflege der Haare und der Kopfhaut verwenden kannst.

Bei der Haarwäsche solltest Du zu einem milden Shampoo greifen. Eine Alternative zu Shampoo ist Haarseife, die auch als festes Shampoo bezeichnet wird. Wenn Du Haarseife nutzt, hast Du einen sehr guten Überblick über die Inhaltsstoffe. Am bekanntesten ist Alepposeife, die 20 – 40 % Lorbeeröl enthält. Dieses Öl ist bekannt für seine Wirkung auf die Kopfhaut.

Shampoo gegen trockene Kopfhaut

Viele Shampoos enthalten eine Vielzahl von bedenklichen Inhaltsstoffen. Parabene sorgen für die Haltbarkeit, Tenside lassen das Shampoo schön schäumen und künstliche Duftstoffe sorgen für einen angehmen Geruch. Bei ohnehin gereizter Kopfhaut solltest Du diese Inhaltsstoffe besser vermeiden – denn das ist weit entfernt von natürlicher Pflege.

Aber keine Panik: deine Haare und deine Kopfhaut können sich auch umgewöhnen. Gib ihnen dafür einfach ein wenig Zeit und übe dich in Geduld. Die Kopfhaut ist ziemlich belastbar, doch Veränderungen passieren nicht über Nacht. Bei der Umstellung auf natürliche Produkte kann die Haut auch jucken und spannen.

Ganz wichtig: weniger ist mehr. Verfalle nicht in Aktionismus und wasche deine Haare von nun an mehrmals täglich mit einem Pflegeshampoo. Du solltest deine Haare 1- 2 pro Woche waschen und ihnen regelmäßig eine Haarkur spendieren und dabei auch die Kopfhaut gründlich massieren.

Im Handel findest du eine Vielzahl von pflegenden Shampoos speziell für trockene Kopfhaut. Vergleiche am besten die Inhaltsstoffe. Je kürzer die Liste, desto besser. Ein gutes, mildes Shampoo enthält keine Farb- und Duftstoffe und ist pH-neutral.

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  • Mildes Naturshampoo mit pH-Wert von 4,0.
  • Ideal bei Schuppen und trockener Kopfhaut, die zu Juckreiz und Schuppenflechte neigt.
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Öl bei trockener Kopfhaut

Nach dem Haare waschen kommt die Pflege der Kopfhaut. Wichtig ist, dass die Kopfhaut Feuchtigkeit halten kann. Daher muss die natürliche Hautbarriere gestärkt werden. Zudem kannst du der Haut auch noch benötigte Nährstoffe, zum Beispiel Vitamin A und Vitamin E, zuführen.

In der Praxis haben sich zur Pflege der Kopfhaut kaltgepresste Öle bewährt. Sie sind von Natur aus reich an ungesättigten Fettsäuren und Vitaminen. Es gibt es ein paar sehr gut geeignete Öle, die du problemlos in Bio-Qualität kaufen kannst.

Unsere 3 Favoriten bei trockener Kopfhaut

  • Olivenöl
  • Kokosöl
  • Arganöl

Ölivenöl ist der Allrounder, der in vielen Haushalten ohnehin vorhanden ist. Es ist ein bewährtes Öl, das Du auch für deine Haare nutzen kannst. (Lies gern hier weiter: Olivenöl für die Haare.)

Kokosöl kaltgepresstKokosöl ist schon lange kein Geheimtippmehr mehr. Speziell bei trockener Haut ist es ein echter Feuchtigkeitsspender.

Es riecht zudem auch noch angenehm. Allerdings enthält es viel weniger ungesättigte Fettsäuren, als andere Öle. Daher solltest Du es mischen.

Wir empfehlen dieses kaltgepresste Bio-Kokosöl.

Ein solche Produkt kostet nur unwesentlich weniger, aber bei der Herstellung bleiben viele Inhaltsstoffe enthalten.

Arganöl ist für alle Hauttypen geeignet. Wenn du also grundsätzlch eher unreine Haut hast, solltest Du dir Arganöl anschauen. Während es auf deiner Kopfhaut einwirkt, kannst du es auch problemlos im Gesicht verwenden.

Arganöl  riecht manchmal nussig bis muffig, das kannst du mit einer Ölmischung gut kompensieren.

Ein hochwertiges Bio-Arganöl bekommst du bei Amazon.

Wusstest Du, dass es verschiedene Hauttypen gibt? Wenn deine Haut sehr trocken ist, kannst du grundsätzlich fast jedes Öl verwenden. Bei Mischhaut solltest Du etwas aufpassen, da einige Öle stark komedogen sind und die Poren verstopfen.

Pflege der Kopfhaut

Auf jeden Fall musst du den Zustand deiner Kopfhaut im Auge behalten. Wenn sich deine Haut rötet und weiterhin spannt und juckt, probiere ein anderes Shampoo oder lass‘ es versuchsweise ganz weg. Du wirst erstaunt sein, wie gut deine Haare und deine Haut ohne Shampoo funktionieren. Die Umstellung erfordert jedoch viel Geduld.

Allerdings musst du deine Haare trotzdem sanft spülen – andernfalls bekommst Du einen ziemlichen Wildwuchs und deiner Kopfhaut geht es nicht automatisch besser.

Mitunter findest Du im Internet noch andere Hausmittel gegen trockene Kopfhaut. Sei hier kritisch und frage dich, ob diese Anwendung für dich sinnvoll ist. Honig auf der Kopfhaut – ok vielleicht hilft das. Aber möchtest Du wirklich puren Honig am Haaransatz haben? (Honig als geringer Bestandteil einer Haarkur funktioniert jedoch prima!)

Es gibt auch zähflüssiges Öl, zum Beispiel Rizinusöl, das sich ebenfalls schwer ausspülen lässt. Du kannst Rizinusöl für die Haare verwenden. Es ist nicht nur ein bewährtes Abführmittel, sondern ein hochwertiges Pflegeöl mit hohem Tocopherol-Anteil. Aber beim Ausspülen brauchst du viel Geduld.

Auch ätherische Öle sind ein bewährtes Hausmittel gegen trockene Haut. Aber sie dürfen niemals pur aufgetragen werden. Und die angegebenen Mischungsverhältnisse solltest Du sehr dringend hinerfragen. 25 ml Teebaumöl gemischt mit 75 ml kaltgepresstem Öl führt zu starken Hautreizungen.

Grundsätzlich gilt also: ätherisches Öl sehr sparsam dosieren. 5 Tropfen auf 100 ml ist ein guter Richtwert.

Trockene Kopfhaut natürlich behandeln

Neben der zentralen Frage, welche Hausmittel gegen trockene Kopfhaut helfen, geht es natülich auch um die richtige Anwendung. Männer oder Frauen mir kurzen Haaren sind bei trockener Kopfhaut etwas im Vorteil, denn die Anwendung geht deutlich schneller.

Unsere Empfehlung bei trockener Kopfhaut ist ziemlich simpel. Du benötigst nur zwei kaltgepresste Öle und ein ätherisches Öl. Nachfolgend findest Du ein Basis-Rezept, das Du problemlos abwandeln kannst.

Du benötigst entweder Kokosöl, Olivenöl oder Arganöl. Und dann gibt es noch einige ätherische Öle, die du hinzufügen kannst. Speziell für die Kopfhaut haben sich Rosmarinöl und Teebaumöl bewährt. Bei der Dosierung musst du aber wirklich sparsam sein.

Trockene Kopfhaut bei Glatze

Bei einer Glatze oder kreisrundem Haarausfall kannst Du eine Ölkur aus Kokosöl, Arganöl und Rosmarinöl auftragen. Kokosöl spendet Feuchtigkeit und Arganöl sorgt für die ungesättigten Fettsäuren. Das Rosmarinöl beruhigt die Kopfhaut und wirkt auch gegen Unreinheiten und bekämpft wirkungsvoll den Juckreiz

Kokosöl ist übrigens auch ein gutes Hausmittel bei Sonnenbrand. Stell‘ es einfach in den Kühlschrank und benutze es als After-Sun-Lotion-Ersatz. Kokosöl bietet jedoch keinen Sonnenschutz.

Diese Zutaten brauchst Du:

So wird die Ölmischung gegen trockene Kopfhaut gemacht

  1. Vermische Kokosöl und Arganöl miteinander.
  2. Erwärme die Mischung.
  3. Gib 1 Tropfen Teebaumöl hinzu.
  4. Danach trägst Du diese Mischung auf Dein Haar auf.
  5. Massiere die Ölmischung in die Kopfhaut ein.
  6. Nach 3 – 5 Minuten kannst Du alles ausspülen und die Haare mit einem milden Shampoo waschen.

Trockene Kopfhaut bei langen Haaren

Bei langen Haaren kannst Du die Kopfhaut am besten mit einer selbstgemachten Haarkur erreichen. Je flüssiger die Mischung ist, desto besser lässt sie sich auftragen und erreicht eher die Kopfhaut. Wenn Du die Zeit hast, erwärme die Ölmischung kurz im Wasserbad und benutze eine Duschhaube um die Ölmischung einziehen zu lassen.

Orientiere dich am besten an unseren Haarkur-Rezepten, die wir im Artikel Haarkur selber machen zusammengestellt haben.

Die Anwendung ist ansonsten recht einfach aber zeitintensiv. Sie unterscheidet sich aber nicht von der Anwendung bei sehr kurzen Haaren oder einer Glatze. Massiere die erwärmte Ölmischung sanft in die Kopfhaut ein und gib ihr Zeit zum Einwirken.

Bei langen Haaren ist es hilfreich, wenn Du die Haare Stück für Stück abteilst um besser an die Kopfhaut zu kommen. Du kannst die Menge aber auch direkt auf den Haaransatz geben und möglichst lang und ausdauernd deine Kopfhaut massieren. In diesem Fall ist etwas mehr Öl notwendig.

Das größte Ärgernis hierbei ist, dass die Haare nach der Haarkur-Anwendung sehr fettig aussehen können. Plane ausreichend Zeit ein. Für das Ausspülen wirst Du 2 – 3 Waschgänge benötigen.