Natürlichen Mückenschutz selber machenGründe für ein selbstgemachtes Antimückenmittel auf Basis von ätherischen und kaltgepressten Ölen gibt es viele: die Inhaltsstoffe von handelsüblichen Produkten, sogenannten Repellentien, sind zumindest bedenklich. Nicht grundlos dürfen Schwangere und Kleinkinder mit den wirksamsten Mitteln nicht in Berührung kommen.

Um einen wirksamen Mückenschutz selber zu machen, benötigt man nicht viele Inhaltsstoffe. Als Grundlage hat sich Kokosöl bewährt, das man noch mit ätherischen Ölen ergänzen kann. Gelegentlich wird auch empfohlen Kokosöl mit Neemöl zu mischen. Allerdings hat Neemöl einen sehr strengen Eigengeruch, der die leichte Kokosnote deutlich überlagert und von vielen Anwendern als störend empfunden wird.

Kokosöl ist grundsätzlich ein gutes Hautöl und da es bei Zimmertemperatur noch relativ fest ist, lässt sich eine selbstgemachte Mückenschutzcreme bequem transportieren und auch gut auftragen. Eine sinnvolle und pflegende Beimischung zu Kokosöl wäre Jojobaöl, dass auch in vielen Antimücken-Produkten aus dem Naturkostladen enthalten ist.

Wie wirken konventionelle Anti-Mückenmittel
Um zu verstehen, warum „normale“ Antinückenmittel so wirksam sind, muss man sich mit den Inhaltsstoffen auseinandersetzen. In den meisten Produkten ist Diethyltoluamid (DEET) enthalten. Hierbei handelt es sich um ein Lösungsmittel, das seit einigen Jahren in der Kritik ist, da Augen und Schleimhäute bei Kontakt gereizt werden können.

DEET ist in unterschiedlichen Mengen in konventionellen Antimücken-Produkten enthalten. Das beliebte Autan enthält zum Beispiel 15 % dieses Stoffes. Allerdings ist die Wirkung von DEET-haltigen Mitteln unbestritten: Die Anzahl der Mückenstiche geht deutlich zurück, da Insekten den Geruch von Menschen, also den Geruch von Milch- und Fettsäuren, nicht mehr wahrnehmen können.

DEET ist zumindest bedenklich, insbesondere bei Kleinkindern. Im Internet findet man noch weiterführende Informationen zu DEET, wovon vieles jedoch noch nicht durch Studien nachgewiesen werden konnte.

Wenn Du also nicht gerade nach Südostasien reisen möchtest, wo Denguefieber und Co. ein Thema sind, kannst du deinen Mückenschutz auch einfach selber machen. (Andernfalls bitte die Hinweise der Tropeninstitute beachten.) Die selbstgemachten Produkte sind weniger wirksam und halten auch nicht so lange – dafür sind auch keine potentiell gefährlichen Inhaltsstoffe enthalten. Und wenn die Wirkung nachlässt, kannst du problemlos eine neue Schicht auftragen.

Welche Öle helfen gegen Mücken

Kokosöl enthält die mittelkettige Fettsäure Laurinsäure, der eine Vielzahl von Wirkungen zugeschrieben werden und ist daher als natürliches Mückenabwehrmittel geeignet. Zudem gibt es eine Handvoll ätherische Ölen, die  ebenfalls im Kampf gegen Mücken unterstützen. Die Wirkung ist in beiden Fällen die gleiche: Laurinsäure und die in ätherischen Ölen enthaltenen Duftstoffe überdecken unseren Körpergeruch relativ zuverlässig.

Auch Neemöl funktioniert. Hierbei muss jedoch zwischen dem kaltgepressten Öl und dem ätherischen öl unterschieden werden. Der strenge Eigengeruch des kaltgepressten Öls varriert je nach Hersteller und wirdüberwiegend als störend empfunden.

Kokosöl als Basisöl lässt sich problemlos mit ätherischen Ölen aufwerten. Besonders in Thailand ist Citronella ein Geheimtipp unter Urlaubern, die für längere Zeit im Land bleiben und kleine Kinder haben. Für Erwachsene wäre auch Eukalyptusöl denkbar. Wer den den frischen Duft von Pfefferminze mag, kann auch zu ätherischem Pfefferminzöl greifen. Wichtig ist, dass wirklich nur wenige Tropfen des ätherischen Öls zugegeben werden und auf keinen Fall das Öl einfach pur aufgetragen oder zerstäubt wird. In diesem Fall kommt es zu heftigen Hautirritationen. Beim Umgang mit ätherischen Ölen kann es schnell passieren, dass man die Mückencreme zu hoch dosiert. Das lässt sich ausgleichen indem man mehr Kokosöl hinzugibt.

Für Erwachsene sind die folgenden ätherischen Öle problemlos nutzbar:

Wie oft muss man das Öl auftragen?

Während handelsübliche, industrielle Produkte einmal am Tag aufgetragen werden müssen um einen wirksamen Schutz zu entfalten, sieht das bei der DIY-Variante anders aus. Der Duft von ätherischen Ölen ist vergleichsweise flüchtig, sodass man nach wenigen Stunden eine neue Schicht auftragen muss.

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Mückenschutz mit Kokosöl und Teebaumöl
Ein einfacher und relativ gut wirkender Mückenschutz mit Kokosöl und ätherischem Teebaumöl. Wer den Geruch von Teebaumöl nicht mag, kann auch Eukalyptusöl verwenden, das ebenfalls Cineol enthält, aber etwas frischer duftet.
Mückenmittel aus Kokosöl
Vorbereitung 5 Minuten
Kochzeit 5 Minuten
Wartezeit 15 Minuten
Portionen
1 Glas
Zutaten
  • 50 ml Kokosöl kaltgepresst
  • 3 Tropfen Teebaumöl
Vorbereitung 5 Minuten
Kochzeit 5 Minuten
Wartezeit 15 Minuten
Portionen
1 Glas
Zutaten
  • 50 ml Kokosöl kaltgepresst
  • 3 Tropfen Teebaumöl
Mückenmittel aus Kokosöl
Anleitungen
  1. Kokosöl im Wasserbad erwärmen.
    Kokosöl im Wasserbad schmelzen
  2. Kokosöl in Glas umfüllen und 3 Tropfen ätherisches Teebaumöl hinzufügen.
    Kokosöl und Teebaumöl als natürlicher Mückenschutz
  3. Teebaumöl kann auch durch Eukalyptusöl ersetzt werden oder man kombiniert beide Öle.
    ätherische Öle und Kokosöl
  4. Die Ölmischung vorsichtig umrühren und anschließend beschriften, damit die Mischung nicht zum Ölziehen oder Kochen verwendet wird.
    Mückenmittel mit Teebaumöl
Rezept Hinweise

Ätherische Öle dürfen niemals pur aufgetragen werden. Bei dieser Mischung ist der Anteil Teebaumöl bewusst klein gehalten. Das selbstgemachte Antimückenöl sollte vor dem großflächigen Auftragen in der Armbeuge auf Verträglichkeit getestet werden.

Größere Mengen lassen sich natürlich auch selber machen. Hierzu einfach die Mengen ins entsprechende Verhältnis setzen.

Das Glas mit dem Öl lässt sich bequem in der Hosentasche transportieren. In den warmen Monaten ist die Ölmischung überwiegend flüssig und lässt sich daher gut auftragen.