Das Wichtigste in Kürze
  • Eukalyptusöl wird aus den älteren und ölhaltigeren Blättern des Eukalyptus gewonnen.
  • Für die Ölgewinnung werden nur 7 der über 600 Eukalyptusarten verwendet.
  • Eukalyptusöl wird für seine antibakterielle Wirkung geschätzt.
  • Das Öl ist ein bewährtes Hausmittel bei Erkältungsbeschwerden. Es kann unter anderem zur Inhalation, in Umschlägen oder als Badezusatz verwendet werden.
  • Der falsche Umgang mit dem ätherischen Öl kann unter anderem zu Haut- und Schleimhautreizungen führen. (Mehr Informationen zur Wirkung von Eukalytusöl findest Du hier.)
  • Das Öl sollte an einem kühlen Ort in einer dunklen Glasflasche gelagert werden.
  • Der Preis für naturreines Eukalyptusöl beginnt bei circa. 13 Euro pro 100 ml – abhängig von der genutzten Eukalyptus-Sorte.

Was interessiert Dich?

EukalyptusölDie meisten Menschen denken bei Eukalyptus unweigerlich an triefende Nasen und fest sitzenden Husten. Dabei kann das Öl dieser uralten Heilpflanze noch mehr, als nur bei Erkältungsbeschwerden Abhilfe zu leisten.

Schon die Ureinwohner Australiens machten sich die positiven Eigenschaften zunutze. Und seit der Entdeckung des Kontinents feiert der Eukalyptus auch in anderen Teilen der Erde seinen Siegeszug: Als Zierpflanze ist der Eukalyptus beliebt und das aus ihm gewonnene ätherische Öl ist ein beliebtes Hausmittel, das jedoch mit Vorsicht angewendet werden muss, da es leicht zu Reizungen der Haut und der Schleimhäute kommen kann.

Der Eukalyptusbaum

Botanisch gesehen gehört die Pflanze zu den Myrtengewächsen und bietet mit einigen hundert Sorten eine sehr große Vielfalt. Dabei ist der Baum ein echtes Wunder der Natur. Das Holz ist nämlich nicht nur besonders robust gegen äußere Einflüsse wie Waldbrände, sondern wächst zudem auch noch sehr schnell. Das macht es so attraktiv für die Möbelindustrie. Mit aktuell fast 9% Anteil ist dieser Rohstoff beliebter als so manch heimische Holzart.

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Auch wenn Eukalyptus wie bereits erwähnt seinen Ursprung in Australien bzw. Tasmanien hat, ist die Pflanze heutzutage auch in vielen Teilen Europas beheimatet. Bis auf die Sorte „Eukalyptus gunnii“, die sogar leichten Frost verträgt, bevorzugen die Bäume allerdings eher warmes Klima wie den Mittelmeerraum, Südafrika oder Südeuropa. In der Natur können die Gewächse unter guten Wachstumsbedingungen sogar eine Höhe von rund 100 m erreichen. Dabei bildet sich um den Stamm jedes Jahr eine neue Borke, ähnlich den Jahresringen der uns bekannten Bäume.

In den älteren, dicken Blättern steckt das meiste ätherische Öl. Daher erntet man für die Gewinnung von Eukalyptusöl fast ausschließlich älteres Blattwerk. Diese werden übrigens auch von den Koalabären bevorzugt. Außerdem ist die Pflanze in der Lage, die Blätter parallel zur Sonneneinstrahlung zu stellen, um nicht zu viel Wasser zu verlieren.

Es versteht sich von selbst, dass die Bäume längst auch den Weg auf unsere heimischen Balkone gefunden haben. Dort sind sie besonders praktisch, denn die ätherischen Öle im Blattwerk schützen vor Schädlingen, da diese für die meisten Insekten giftig sind.

Eukalyptusöl Inhaltsstoffe

Eukalyptusöl ist ein vielsetiges ätherisches Öl mit einem charakteristisch starken Duft. Insbesondere bei Heilpraktikern findet das Öl Anwendung im Rahmen der sogenannten Aromatherapie. Dabei wird mit hoch konzentrierten Ölen sowohl innerlich als auch äußerlich am Patienten gearbeitet. Auch wenn das Wissen um diese zum Teil uralten ätherischen Öle auf Erfahrungen beruht – es gibt sogar Öle, deren Wirkung man nachweisen kann. Dazu zählen neben Eukalyptus auch Kampfer, Lavendel, Salbei und Kamille.

Auch wenn es viele hundert Arten von Eukalyptus gibt, werden nur einige wenige davon kommerziell genutzt. Im Wesentlichen unterscheidet man die Pflanzen nach ihrem Chemotypen. Das bedeutet, dass sich unter bestimmten Wachstumsbedingungen das Öl im Blattwerk anders zusammensetzt.

Gibt es Unterschiede beim Eukalyptusöl?
Bei der Anwendung des ätherischen Öls ist der Gehalt des Wirkstoffs Cineol, der auch in Minz- und Teebaumöl enthalten ist, von besonderem Interesse. Cineol wirkt schleimlösend und entzündungshemmend. Wie hoch der Anteil ist, hängt maßgeblich von von der genutzten Eukalyptusart und der Rektifikation, also der Absenkung der stark reizenden Inhaltsstoffe durch Nachdestillation, ab. Erkennbar ist das am Wert in Prozent, der auf der Verpackung angegeben wird.

Woraus wird Eukalyptusöl gewonnen?

Für die industrielle Verwendung sind 7 Arten von ganz besonderer Bedeutung:

Der Zitronen-Eukalyptus wird hauptsächlich in China angebaut und kommt meistens als billiger Duftstoff auf den Markt. Seine Inhaltsstoffe bestehen aus bis zu 85% Citonellal, bis zu 40% Cineol und bis zu 10% Isopulegol.

Der blaue Eukalyptus besitzt die größten antiviralen Eigenschaften. Er wird fast ausschließlich in Mittelamerika angebaut und hat folgende Inhaltsstoffe: Alpha-Pinen bis zu 30%, Aromadendren bis zu 7%, Limonen bis zu 8% und Cineol bis zu 80%.

Dem gewöhnlichen Eukalyptus sagt man die beste antibakterielle Wirkung nach. Angebaut wird er heutzutage größtenteils in China. Aber auch von den Aborigines wurde diese Pflanze bereits verwendet. Der Cineol – Gehalt ist mit bis zu 90% sehr hoch. Andere Inhaltsstoffe sind Pinen (bis zu 5%), Limonen (bis zu 8%) und p-Cymen (bis zu 4%).

Der Eukalyptus Dives findet sich fast ausschließlich in Australien. Auffallend ist, dass bei dieser Art die Konzentration an Cineol verschwindend gering bis nicht vorhanden ist. Dafür findet sich in dem Gewächs eine Konzentration von bis zu 30% Phellandren, bis zu 8% Piperiton, bis zu 10% p-Cymen sowie bis zu 8% Thujen.

Auch der Eukalyptus Polybraktea ist in Australien beheimatet. Seine Wirkstoffe verteilen sich auf bis zu 96% Cineol, bis zu 3% Pinen und bis zu 5% p-Cymen.

Der Eukalyptus Staigeriana wirkt besonders gut gegen Parasiten aller Art. Außerdem besitzt er verhältnismäßig wenig Cineol und eignet sich damit hervorragend für die Behandlung von Atemwegserkrankungen. Seine Wirkstoffe sind Phellandren (bis zu 7%), Limonen (bis zu 10%), Cineol (bis zu 35%), Geranial (bis zu 15%) und Neral (bis zu 15%).

Der sogenannte Pfefferminz-Eukalyptus stammt ebenfalls aus Australien und besitzt den zweithöchsten Cineol – Gehalt aller gängigen Arten; nämlich bis zu 75%. Die anderen Wirkstoffe sind Terpineol (bis zu 10%), Limonen (bis zu 8%) und Pinen (bis zu 6%).

Der wichtigste genannte Wirkstoff Cineol gehört übrigens zur chemischen Gruppe der Isoprenoide und wirkt unter anderem antibakteriell und auswurffördernd. Alle Eukalyptusarten besitzen gesundheitsfördernde Eigenschaften. Aber die Intensität ist aufgrund ihrer Zusammensetzung jeweils sehr unterschiedlich.

Herstellung von Eukalyptusöl

Die arzneilich wirkungsvollsten Teile des Gewächses sind die älteren Blätter, die einen Gehalt von ca. 3,5% ätherisches Öl aufweisen. In ihnen finden sich die meisten ätherischen Öle. Und diese werden mittels Wasserdestillation gewonnen.

Vereinfacht ausgedrückt kann man das Verfahren wie folgt erklären: Die unlöslichen Bestandteile der Blätter werden zunächst mit heißem, destilliertem Wasser in ein Behältnis gegeben. Anschließend wird Wasserdampf eingeleitet. Nach dieser Prozedur muss das Destillat wieder vom Wasser getrennt werden. Damit man das Öl für gesundheitliche Zwecke nutzen kann, muss die Flüssigkeit außerdem noch mit Lauge und anschließender Rektifikation, einem thermischen Trennverfahren, behandelt werden.

Eine weitere Art der Gewinnung ist die sogenannte Kaltpressung. Dabei werden die Blätter des Baumes geerntet, eingeritzt und dann wird mittels Zentrifugalkraft das Öl herausgeschleudert. Der Vorteil ist, dass es sich dabei um einen rein natürlichen Prozess handelt, das heisst, es kommen keine chemischen Mittel zum Einsatz.

Besonders in der Kosmetikindustrie werden zur Gewinnung von Ölen Lösungsmittel wie Hexan verwendet. Diese Methode ist relativ zeit- sowie kostenneutral und daher besonders wirtschaftlich. Dabei werden die ätherischen Öle des Eukalyptus mit dem Mittel extrahiert. Danach separiert man mit Hilfe von Alkohol das Öl wieder von dem Lösungsmittel. Wer derartige Produkte kauft, sollte auf eine besonders gute und rückstandsfreie Qualität achten.

Ein relativ kostenintensives, aber aktuelles Verfahren ist die sogenannte Kohlendioxid – Extraktion. Die Kombination aus niedrigen Temperaturen, großem Druck sowie kurzer Destillationszeit ermöglicht eine besonders schonende Gewinnung des wertvollen Öls. Der Vorteil ist, dass die Öle gewonnen werden können, ohne die Blätter gänzlich zu zerstören.

Was kann Eukalyptusöl?

Das ätherische Öl wirkt gegen sämtliche Erkältungsbeschwerden. Besonders Husten und Schnupfen lassen sich mit Eukalyptus gut bekämpfen. Aber das sind längst nicht alle Anwendungsgebiete: Durch seine positiven Eigenschaften wird das charakteristische Öl auch bei Akne, Verdauungsbeschwerden (wenn keine Entzündung vorliegt), Diabetes, Herpes, Fieber, Insektenstiche, Migräne, Zahnfleischentzündungen oder Rachenentzündungen eingesetzt.

Aber warum lässt sich Eukalyptus so vielfältig einsetzen? Das ätherische Öl bringt einfach so viele positive Eigenschaften mit, wie kaum eine andere Pflanze. Sie wirkt nicht nur antibakteriell, sondern auch harntreibend, krampflösend, schleimlösend, durchblutungsfördernd, pilzhemmend, antiviral und regenerierend.

Sind Vergiftungen durch Eukalyptusöl möglich?
Das Bundesinstitut für Risikobewertung weist daraufhin, dass bei Kindern unter drei Jahren besondere Vorsicht bei der Anwendung von Kampfer, Eukalyptus-, Thymian- und Pfefferminzöl (Menthol) geboten ist.

Erwachsene und insbesondere Kinder sind gefährdet, wenn das ätherische Öl geschluckt wird. Daher sollte das Öl immer außer Reichweite von Kindern aufbewahrt werden. Es kann zu Haut- und Schleimhautreizungen, Erbrechen und im schlimmsten Fall zu Verkrampfungen des Kehlkopfes und Atemstillstand kommen.

Das ätherische Öl sollte bei unverdünntem Hautkontakt in jedem Fall mit viel Wasser abgespült werden. Bei oraler Einnahme sofort viel trinken und den Giftnotruf konsultieren.

Eukalyptusöl als Hausmittel

Hausmittel bei Erkältung: Eukalyptusöl und Pfefferminzöl
Hausmittel bei Erkältung: Eukalyptusöl und Pfefferminzöl
Das ätherische Öl ist sehr vielseitig – allerdings auch konzentriert. Daher sollte es niemals pur verwendet werden.

Ein wirkunsgvolles Hausmittel bei einer Erkältung ist die Inhalation mit Eukalyptusöl. Dazu braucht es einen Inhalator oder eine feuerfeste Schüssel und ein Geschirrtuch. In das Behältnis kochend heißes Wasser einfüllen und 2-3 Tropfen Eukalyptusöl einträufeln. Den Kopf in den Wasserdampf halten und dabei mit einem Geschirrtuch abdecken, damit nichts entweichen kann. Dann immer wieder tief einatmen.

Die Inhalation wird traditionell angewendet bei Erkältungskrankheiten. Der heiße Dampf in Kombination mit Eukalyptusöl löst den Schleim aus Nase und Bronchien und wirkt außerdem antibakteriell.

Die feinen Flimmerhärchen in den Bronchien werden durch das ätherische Öl angeregt, den Schleim abzutransportieren.

Als Ölmischung: Das reine Eukalyptusöl ist relativ stark und sollte vor dem Auftragen daher erst mit einem guten Pflanzenöl als Basisöl gemischt werden. Diese Mischung hilft der Haut unter anderem bei Akne oder Gürtelrose. Das ätherische Öl hemmt die Viren und ist durch seine kühlenden Eigenschaften außerdem schmerzlindernd. Bei Kopfschmerzen kann man zwei Tropfen dieser Ölmischung mit dem Zeigefinger auf die Schläfen auftragen.

Als Salbe: Im Handel gibt es unzählige Salben mit dem Inhaltsstoff Eukalyptus. Wer aber auf weitere Zusätze verzichten möchte, kann sich seine Salbe auch ganz einfach selbst herstellen. Dazu braucht es nur einige Tropfen Eukalyptusöl, gutes Pflanzenöl und Bienenwachs. Das Öl wird mit dem Bienenwachs zusammen in einem Wasserbad erhitzt, bis es flüssig ist. Anschließend zur Seite stellen und das Öl hinzugeben und beides gut vermengen. Dann die Mischung schnell in einen Salbentiegel umfüllen und gut auskühlen lassen. Die Salbe hilft besonders gut bei schlecht heilenden Wunden. Das Eukalyptusöl wirkt antibakteriell sowie kühlend und das Bienenwachs hilft der Haut, sich während der Heilungsphase vor äußeren Einflüssen zu schützen.

Als Umschläge: Neben Salben oder Ölmischungen bieten sich auch Umschläge an. Dazu gibt man entweder das reine Öl auf ein mit Wasser getränktes Tuch oder man stellt eine Mischung aus einigen Tropfen Eukalyptusöl und Wasser her. Das Tuch eintauchen, gut auswringen und auf die betroffenen Hautstellen auflegen. Anschließend gut einwirken lassen. Diese Umschläge sind besonders wirkungsvoll bei Muskelkater oder Insektenstichen. Bei Muskelkater wirkt das ätherische Öl entspannend und Insektenstiche spürt man dank der kühlenden Eigenschaften kaum noch.

Als Bad: Im Handel sind unzählige Badezusätze mit Eukalyptus erhältlich. Aber auch ein Badezusatz lässt sich ganz leicht selbst herstellen mit Hilfe einiger Tropfen Eukalyptusöl. Einfach ins heiße Badewasser geben und für rund 20 Minuten darin baden. Daneben gibt es auch die Möglichkeit, aus getrockneten Eukalyptusblättern einen starken Tee zu bereiten, der mit ins Badewasser gegeben wird. 2-3 Liter reichen für ein Vollbad aus. Eine solche Anwendung hilft besonders gut gegen Erkältungen, Rheuma oder großflächige Hautverletzungen. Besonders bei Erkältungen sollte man sich nach einem solchen Vollbad Ruhe und Wärme gönnen. Denn der Eukalyptus wirkt zunächst kühlend und das kann bei Erkältungskrankheiten mitunter als unangenehm empfunden werden.

In der Duftlampe: Um die Raumluft zu desinfizieren oder Ungeziefer fernzuhalten, reichen schon 3 Tropfen Eukalyptusöl aus.

Als Saunaaufguss: Einige Tropfen des Öls als Aufguss regen den Kreislauf an und stärken die Abwehrkräfte. Besonders in der kalten Jahreszeit sehr empfehlenswert.

Als Emulsion: Einige Tropfen Eukalyptusöl mit Wasser vermischt helfen effektiv gegen Staubmilben in Textilien. Dazu gibt man die Mischung am besten in einen Zerstäuber und sprüht die betroffenen Stücke gründlich damit ein. Um Flecken zu vermeiden, sollte das Ganze zunächst an einer unauffälligen Stelle getestet werden.

Eukalyptusöl für Haut und Haare

Eukalyptusöl bringt nicht nur viele gesundheitsfördernde Eigenschaften mit, sondern kann auch zur Körperpflege eingesetzt werden.

Bei Schuppen und einer trockenen, juckenden  Kopfhaut kann man Eukalyptusöl anwenden und die Kopfhaut regelmäßig damit massieren. Dazu kann man ein paar Tropfen in das Shampoo geben und die Haare wie gewohnt waschen. Oder man mischt das Eukalyptusöl mit einem sogenannten Trägeröl. Diese Mischung verteilt man dann auf Haare und Kopfhaut. Das Eukalyptusöl hilft gegen Schuppenbildung, regt die Durchblutung an und macht das Haar widerstandsfähiger gegen Spliss. All diese Faktoren sind wichtig für die Erhaltung der Haare sowie der Vorbeugung von frühzeitigem Ausfall.

Daneben wird reines Eukalyptusöl auch häufig gegen Kopfläuse eingesetzt.

Auch bei unschönen Verhornungen an den Füßen kann Eukalyptusöl Wunder bewirken. Ein einfaches Rezept lautet:

  • 6 Tassen Wasser
  • 3/4 Tasse Bittersalz
  • 1,5 TL Eukalyptusöl

Das Wasser erhitzen (nicht kochen), in eine hitzefeste Wanne füllen und mit den restlichen Zutaten vermischen. Anschließend die Füße 25 Minuten darin baden. Nach dem Bad trocken tupfen, dann mit einem Bimsstein bearbeiten. Um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen, sollte diese Prozedur 3x wöchentlich durchgeführt werden.

Die beiden Inhaltsstoffe Bittersalz und Eukalyptusöl sorgen dafür, dass die Füße glatt werden und gleichzeitig desinfiziert werden. Das beugt auch lästigem Fußpilz vor.

Als Parfum ist das Öl nur bedingt geeignet, wenngleich der frische Duft durchaus Liebhaber hat. Der markante Duft von Eukalyptus wird auch von Insekten als penetrant empfindunden. In Kombination mit Kokosöl kann man ungeliebte Mücken auf Abstand halten.

Eukalyptusöl im Haushalt

Durch seine antiviralen und antibakteriellen Eigenschaften eignet sich das Eukalyptusöl ganz hervorragend für die Herstellung simpler Reinigungsmittel.

  • 50 g Waschsoda
  • 40 g Spülmittel
  • 30 Tropfen Eukalyptusöl
  • 50 ml Essig
  • 1,5 Liter Wasser

Das Soda mit 1/4 Liter des Wassers mischen und aufkochen. Anschließend Spülmittel und Eukalyptusöl hinzugeben (dabei vorsichtig vorgehen – es könnte zu unerwünschter Schaumbildung kommen). Anschließend den Essig hineingeben und mit dem restlichen Wasser auffüllen. Zur Aufbewahrung und weiteren Verwendung eignen sich leere Sprühflaschen besonders gut.

Die Vorteile dieses Reinigers liegen auf der Hand. Er ist umweltfreundlich, kostengünstig und sehr leicht herstellbar. Außerdem wirkt das Eukalyptusöl antibakteriell, was in einem Haushaltsreiniger ansonsten nur mit chemischen Zusätzen erreicht werden kann.

Zur Entfernung von Flecken: Besonders hartnäckige Lippenstiftflecken lassen sich mit einigen Tropfen Eukalyptusöl leicht entfernen. Dazu das Öl auf die betroffene Fläche tupfen, einwirken lassen und danach gründlich auswaschen.

Als Kleiderschrank-Erfrischer: Um Mottenbefall vorzubeugen, gibt man einige Tropfen reines Eukalyptusöl auf ein Stoffsäckchen, das man im Kleiderschrank auslegt. Man kann auch die getrockneten Blätter in ein kleines Kissen einnähen und zwischen die Kleidung legen. Der Geruch hält die lästigen Tiere so für einige Monate auf Abstand.

Anwendung in der Medizin

Wie alle ätherischen Öle wirkt sich auch das Eukalyptusöl positiv auf uns aus. Es wirkt anregend, stimmungsaufhellend und fördert sogar unsere Konzentration. Diese Wirkung entfaltet sich am besten in einem Diffusor, der die Dämpfe gleichmäßig im Raum verteilt. Auf die Schläfen oder die Handgelenke aufgetragen, verteilt sich der Duft schnell körpernah.

Aufgrund seiner positiven Wirkung hat es mittlerweile auch einen festen Platz in der Medizin. In der Implantologie setzt man das Eukalyptusöl gegen Staphylokokken, Streptokokken sowie Candida ein. In groß angelegten Studien testete man bereits vor einigen Jahren die Wirkung verschiedenster ätherischer Öle, unter anderem Teebaumöl, Thymianöl oder auch Lemonöl. Dabei kam heraus, dass besonders Eukalyptusöl eine antimikrobielle sowie antiinflammatorische Wirkung besitzt. Und diese Eigenschaften macht man sich aufgrund der stark zunehmenden Implantatversorgungen nun immer häufiger zunutze.

Eukalyptusöl Nebenwirkungen

Eukalyptusöl ist ein beliebtes Hausmittel – dennoch ist Vorsicht im Umgang mit dem ätherischen Öl geboten. Es darf auf keinen Fall überdosiert oder pur angewendet werden. Eukalyptusöl ist sehr intensiv und kann die Schleimhäute stark reizen. Es kann zu allergischen Reaktionen kommen. Das ist besonders dann der Fall, wenn das Öl versehentlich unverdünnt auf verletzte Hautstellen aufgetragen wird.

Bei Asthma ist vor der Inhaltation einer Ölmischung die Rücksprache mit dem Facharzt dringend angeraten. Aber auch bei Schwangerschaft solle auf den Einsatz des Öls verzichtet werden.

Grundsätzlich gilt: Wer bereits Medikamnte einnimmt, sollte immer Rücksprache mit dem Arzt halten.

Menschen mit Herz- Kreislauferkrankungen sollten Abstand nehmen von allzu ausgiebigen Vollbädern. Das Eukalyptusöl wirkt stark anregend auf Kreislauf und Durchblutung, was für diese Personengruppe mitunter gefährlich sein kann. Außerdem können sich gerade bei häufigen Bädern mit diesem Öl unschöne Krampfadern und Besenreiser zeigen. Das ist die negative Seite der stark durchblutungsfördernden Eigenschaft.

Darreichungsformen des Öls

Für eine Inhalation benötigt man das ätherische Öl. Man kann es zudem für Bäder und Umschläge nutzen. Damit es seine volle Wirkung entfalten kann, ist es wichtig, möglichst reines Öl zu verwenden. Andere Anwendungsmöglichkeiten sind Salben, Cremes oder Umschläge. Diese kann man unter andere in der Drogerie kaufen. Mit einigen Tropfen reinem Eukalyptusöl kann man sich eine Creme aber auch ganz leicht selbst herstellen.

Für die Anwendung im Diffusor bietet der Markt neben hochwertigen Ölen auch Duftpellets. Das sind parfümierte Wachsplättchen, die sich unter Einwirkung von Hitze auflösen, um dann den Duft an die Umgebungsluft abzugeben.

Wie lange ist Eukalyptusöl haltbar?

Das lässt sich pauschal nicht sagen. Man weiß aber, dass Öle mit einem hohen Gehalt an Monoterpenen (unter anderem auch in Zitrusölen vorhanden) eine deutlich kürzere Haltbarkeit besitzen.

Außerdem ist Eukalyptusöl nicht gleich Eukalyptusöl. Jeder Lieferant bietet eine andere Qualität an und auch die Natur selbst setzt das Öl immer wieder neu zusammen.

Schon vor dem Verkauf an den Endverbraucher spielen Faktoren wie Ernte, Verarbeitung und Transport eine entscheidende Rolle in Bezug auf die spätere Haltbarkeit. Wichtig ist vor allem, ob hygienisch einwandfrei gearbeitet wurde, dass die Behältnisse luftdicht verschlossen sind und die Erfordernisse auf dem Transportweg eingehalten werden.

Nach dem Öffnen darf das Eukalyptusöl weder zu warm (nie über 20 Grad) noch zu kalt (nicht unter 5 Grad) gelagert werden. Je mehr entnommen wurde, desto geringer ist auch die Haltbarkeit. Denn der vorhandene Sauerstoff reagiert mit der Zeit und lässt das Öl irgendwann ranzig werden. Im Zweifelsfall sollte man sich auf seine Sinne verlassen. Riecht das Öl seltsam oder flockt es aus? Dann sollte es entsorgt werden, da bereits gesundheitsgefährdende Prozesse begonnen haben.

Daneben sollte Eukalyptusöl außer Reichweite von Kindern gelagert werden.

Wichtig beim Kauf von Eukalyptusöl

Öle gibt es wie Sand am Meer. Da ist es zunehmend schwieriger, die einzelnen Qualitäten beurteilen zu können. Leider tummeln sich auf dem hart umkämpften Markt auch viele schwarze Schafe, die synthetische Öle zu Schleuderpreisen verkaufen.

Um kein künstliches Produkt zu erwerben, sollte man Produkte mit dem Hinweis „naturidentisch“ oder „Parfumöl“ lieber direkt im Regal stehen lassen. Die Wirksamkeit von Eukalyptusöl ist besser, je reiner es ist. Wenn man auf zertifizierte Gütesiegel achtet, kann man nicht viel falsch machen. Gute Händler verweisen auf eine biologische Qualität, die ganz ohne Zusätze oder schädliche Substanzen wie Düngemittel auskommt.

Leider weiß auch nicht jeder Händler, wie man ätherische Öle richtig lagert. Wenn das Eukalyptusöl im Schaufenster der prallen Sonne ausgesetzt ist oder viel zu nah an der Heizung steht, ist ebenfalls Vorsicht geboten.