MandelölDass Mandelöl für alle Hauttypen sehr verträglich ist, wissen viele. Das Öl ist weit verbreitet und wird häufig im Beautybereich eingesetzt.

Dennoch gibt es eine Besonderheit, die es herauszuheben gilt und die nicht jeder kennt:

Durch seinen hohen Fettsäureanteil ist das Mandelöl sehr gut geeignet auch sehr dicke (männliche) Haut zu durchdringen und zu pflegen.

Was ist Mandelöl?

Der Mandelbaum ist eine Kulturpflanze mit einer Geschichte, die mehr als 4000 Jahre zurückreicht. Die Menschen des Altertums schätzten das kostbare Pflanzenöl, das aus den Kernen der Mandel durch schonende Kaltpressung entsteht. Dass es in Form von Süßmandelöl für eine gepflegte Haut sorgt, wusste bereits Kleopatra. Die schöne Königin Ägyptens genoss angeblich regelmäßig ein Bad mit dem Pflanzenöl, um ihre Haut zart und schön zu halten.

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Der Mandelbaum entwickelt sich entweder zu einem einstämmigen, baumartigen Gewächs mit einer geschlossenen Krone, dessen Äste der Sonne entgegen wachsen oder zu einem strauchartigen, mit Zweigen, die sich nahezu waagrecht ausbreiten. Die Rinde des Baums ist eben und kühl. Seine Wuchshöhe beträgt abhängig vom Standort und der Sorte zwischen zwei und acht Metern. Die Blätter des Mandelbaums zeigen sich vom Frühjahr bis zum Herbst – im Spätherbst fallen sie ab. Da die Blütezeit oftmals im März beginnt, zählt der Mandelbaum zu den ersten Frühlingsboten.

Mandelöl ist ein Pflanzenöl, das sowohl aus den süßen Kernen (Süßmandelöl) als auch den bitteren Kernen der Mandel (Bittermandelöl) entsteht und wertvolle Inhaltstoffe besitzt. Diese entfalten in mehreren Bereichen positive Wirkungsweisen. Nennen lässt sich vor allem die Kosmetik, wo das Pflanzenöl aus den süßen Mandeln für eine schöne und gepflegte Haut sorgt. Grundsätzlich gibt es innerliche und äußerliche Anwendungsmöglichkeiten für Mandelöl.

Gewinnung/Herstellung

Mandelöl entsteht aus den Kernen der Süßmandel oder Bittermandel entweder durch Kaltpressung, Raffination oder Extraktion.

Bei kaltgepresstem Öl folgen zuerst die Reinigung der Mandeln, anschließend die Zerkleinerung zu Pulver und die Pressung ohne Wärmezufuhr. Kaltgepresstes Öl hat eine dunkelgelbe Farbe und schmeckt leicht nussig. Bei der Kaltpressung bleiben alle wichtigen Bestandteile erhalten.

Anders verhält es sich bei raffiniertem und extrahiertem Pflanzenöl dieser Art. Hier gehen die wichtigen Inhaltsstoffe aufgrund der Wärmezufuhr bei der Herstellung zum großen Teil verloren: Das Endprodukt ist geruchs- und geschmacksneutral.

Auf Mandelbäumen wachsen gleichzeitig bittere und süße Mandeln. Aus diesem Grund gelangen in der Regel Bitterstoffe in das Öl. Eine Ausnahme gilt für Mandelöl aus kalifornischen Kernen (Almond Sweet). Diese enthalten keine Bitterstoffe.

Grundsätzlich gilt: Mandelöl für den Beauty- und Kosmetikbereich sollte am keinen Bittermandel-Anteil haben, da diese einen Giftstoff enthalten, durch den Blausäure im Körper entstehen kann.

Inhaltsstoffe

Süßmandelöl ist gut verträglich und reizt die Haut nicht. In guter Qualität handelt es sich um eine klare, hellgelbe Flüssigkeit mit wertvollen Inhaltsstoffen wie Fettsäuren, Mineralien und Vitaminen.

Wichtige Bestandteile des Pflanzenöls sind:

  • Gesättigte und ungesättigte Fettsäuren
  • Ölsäure
  • Linolsäure
  • Palmitinsäure
  • Vitamine
  • Mineralien

Gesättigte und ungesättigte Fettsäuren

Der wichtigste Anteil des Pflanzenöls besteht aus gesättigten und ungesättigten Fettsäuren, die dem Hautfett des Menschen im Aufbau ähneln. Unterscheiden lassen sich gesättigte, ungesättigte und mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Hervorzuheben sind die essenziellen Fettsäuren, die der menschliche Körper nicht in der Lage ist, selber herzustellen. Hierzu zählen die Omega-3-Fettsäuren, Omega-6-Fettsäuren und Omega-9-Fettsäuren.

Sowohl ungesättigte Fettsäuren als gesättigte liefern Energie und finden sich in den Membranen der Körperzellen. Hier erfüllen wichtige Funktionen wie die Stärkung der Gefäßwände und die Regelung des Cholesterinspiegels. Die Stärkung der Gefäßwände hat eine positive Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System.

Weiterhin wirken sich die Fettsäuren positiv auf die Barrierefunktion der Zellen aus, was die große Bedeutung von Mandelöl in der Kosmetik unterstreicht.

Ölsäure

Der größte Anteil (85 Prozent) einfach ungesättigter Fettsäuren in Mandelöl besteht aus Ölsäure. Diese wertvolle Fettsäure dringt wegen ihrer Oxidationsunempfindlichkeit tief in die Hautschichten und baut einen wirksamen Schutz auf. Ölsäure pflegt die Haut, macht sie geschmeidig und schenkt ihr Feuchtigkeit.

Reine Ölsäure ist geruch- und farblos. Wegen der Lage ihrer C=C-Doppelbindung an der neunten Stelle handelt es sich bei Ölsäure um eine Omega-9-Fettsäure.

Linolsäure

Die zweifach ungesättigte Fettsäure der Familie der Omega-6-Fettsäuren ist wichtig für den menschlichen Stoffwechsel. Sie erhöht den UV-Schutz der Haut und versorgt sie mit ausreichend Feuchtigkeit. Auf diese Weise wirkt sie Reizungen, Infektionen und chronischen Lichtschäden der Haut entgegen, weswegen viele kosmetische Produkte die Fettsäure enthalten. Mandelöl enthält 19 Prozent Linolsäure.

Linolsäure ist oxidationsempfindlich und lässt sich in Wasser schlecht lösen. Andererseits ist sie in vielen organischen Lösungsmitteln löslich. Wichtig ist, Linolsäure ist für den Menschen essenziell. Das bedeutet, eine Zufuhr über die Nahrung ist unvermeidbar.

Palmitinsäure

Mit einem Anteil von fünf Prozent an Mandelöl sorgt die gesättigte Fettsäure für einen besseren Säureschutzmantel der Haut. Zusätzlich schützt sie die Haut vor widrigen äußeren Einflüssen.

Vitamine

Mandelöl besteht aus einer gesundheitlich wirksamen Kombination von Vitaminen, die den Stoffwechsel stärken und die Zellerneuerung entscheidend unterstützen.

Vitamin A in dem Pflanzenöl ist wichtig für die Zellerneuerung. Weiterhin unterbindet es DNA-Schäden an den Hautzellen. Vitamin E befindet sich in den Zellwänden und hat die Aufgabe, die Zellen vor freien Radikalen zu schützen. Mehr als 30 Milligramm dieses Vitamins befinden sich in 100 Milligramm des Pflanzenöls. Das bedeutet, Mandelöl hat eine starke antioxidative Wirkung. Hinzu kommt, dass Vitamin E (Tocopherol) der Haut bei der Speicherung von Feuchtigkeit und der Zellerneuerung hilft.

B-Vitamine unterstützen die Aufnahme anderer in dem Öl vorhandener Vitamine. Sie unterstützen zusätzlich die Wirkung von Vitamin E. In der optimalen Dosierung beeinflussen B-Vitamine sowohl den Blutstoffwechsel als das Nervensystem positiv.

Vitamin D stärkt und schützt das Immunsystem und hat großen Einfluss auf die Regulierung des Kalziumspiegels im Blut und den Knochenbau. Ein Mangel im Kindesalter führt in vielen Fällen zu Rachitis. Erwachsene, die eine Mangelerscheinung haben, leiden oftmals unter Osteomalazie. Vitamin D ist fettlöslich wie die Vitamine A, E und K. Für eine ausreichende Zufuhr von Vitamin D bedarf es angemessener Sonneneinstrahlung.

Mineralien in Mandelöl

Eine wichtige Gruppe von wertvollen Bestandteilen des Pflanzenöls sind Mineralien. Diese sorgen zum einen für die optimale Einlagerung von Flüssigkeiten im menschlichen Körper. Zum anderen beteiligen sie sich am Stoffwechsel und übernehmen weitere wichtige Aufgaben. Letztendlich tragen diese Wirkstoffe zu einem schönen Hautbild bei, was für ein jugendliches Aussehen sorgt.

Kalium ist wichtig für die Regulierung des Blutdrucks und hat einen positiven Einfluss auf den Cholesterinspiegel. Auf diese Weise ist das Mineral in der Lage, vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu schützen.

Magnesium sorgt für stabile Zellwände und wirkt sich positiv auf die Verdauung aus. Kalzium wirkt entzündungshemmend und hält die Hautschicht gesund. Wer an einer Sonnenallergie leidet, profitiert von dem Mineral in Mandelöl.

Phosphor enthalten viele Lebensmittel in oftmals größeren Mengen, weshalb ein Mangel in der Regel nicht vorkommt. Beispiele hierfür sind Fisch, Fleisch, Käse, Eier und Hülsenfrüchte. Der Nährstoff erfüllt wichtige Funktionen im menschlichen Körper, wie für den Stoffwechsel von Kohlenhydraten, Fetten und Eiweißen. Der menschliche Körper benötigt Phosphate für den Energiestoffwechsel als Energiequelle und für den Aufbau von Zellwänden.

Eisen ist für den Menschen essenziell und zeigt sich verantwortlich für den Sauerstofftransport im Blut.

Nährwerteangaben Mandelöl

Menge pro 100 Gramm
Kalorien 882 kcal
Fett 100 g
  • Gesättigte Fettsäuren
10 g
  • Mehrfach ungesättigte Fettsäuren
24 g
  • Einfach ungesättigte Fettsäuren
66 g
Kohlenhydrate0,0 g
  • davon Zucker
0,0g
Protein0,0g

Wirkung von Mandelöl

In der Küche lässt sich Mandelöl verwenden, um Salat oder Gemüse ein spezielles Aroma zu verleihen. Ein regelmäßiger Konsum wirkt sich positiv auf den menschlichen Körper aus aufgrund des Gehalts an hochwertigem Eiweiß. Auf diese Weise verwendet, deckt das Pflanzenöl einen großen Teil des täglichen Bedarfs an Protein, sodass der Körper leistungsfähig und fit bleibt. Die Proteine in dem Pflanzenöl haben zusätzlich eine sättigende Wirkung und beschleunigen den Stoffwechsel. Mandelöl enthält 20 Prozent hochwertiges Eiweiß.

Verschiedene Studien (unter anderem Almonds Decrease Postprandial Glycemia,Insulinemia, and Oxidative Damage in Healthy Individuals aus dem jahr 2006) bescheinigen Mandelöl eine positive Wirkung auf den Cholesterinspiegel. Verantwortlich für die positive Wirkung auf die Gesundheit ist die günstige Zusammensetzung von gesättigten und ungesättigten Fettsäuren in dem Pflanzenöl.

Mandelöl eignet sich für die Pflege von gesunder Haut und für die Anwendung bei Hautproblemen wie trockener und schuppiger Haut. Aufgrund der guten Verträglichkeit  kann das Öl auch bei trockener und spröder Haut angewendet werden. Durch regelmäßige Anwendung führt es zu einem verbesserten Hautbild, da es der Haut Feuchtigkeit und Geschmeidigkeit verleiht.

Wie soll man Mandelöl anwenden?
Bei Mandelöl handelt sich um ein gut verträgliches Basisöl mit einem mittleren Komedogenitätsgrad (2-3). Das Öl kann daher problemlos pur auf die Haut aufgetragen oder mit anderen pflegenden Ölen gemischt werden. Das Öl duftet angenehm und zieht schnell in die Haut ein. Insbesondere bei sehr trockener Haut empfiehlt sich zum Beispiel die Beimischung von Nachtkerzenöl, das einen sehr hohen Anteil Gamma-Linolensäure hat.

Wer unter sprödem und brüchigem Haar leidet, greift am besten zu einem Pflegeprodukt mit Süßmandelöl. Das Öl umhüllt die Haare mit einem Schutzmantel, sodass sie vor äußeren Einflüssen geschützt bleiben. Speziell in den kalten Monaten hilft das in den Längen einmassierte Öl dem durch Heizungsluft und Kälte strapaziertem Haar.

Nebenwirkungen

In Bezug auf Süßmandelöl sind Nebenwirkungen und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten nicht bekannt. Anderes gilt für Bittermandeln und das ätherische Bittermandelöl. Der direkte Verzehr von zehn oder mehr Bittermandeln kann zum Tode zu führen. Bittermandelöl enthält zudem Blausäure. Daher sollte bei der Auswahl des Öls besonderes Augenmerk auf Süßmandelöl gelegt werden.

Anwendungsgebiete

Mandelöl für die Haut
Mandelöl lässt sich gut mit Rizinusöl mischen

Für kosmetische Zwecke oder um Speisen mit wertvollen Inhaltsstoffen zu bereichern, sollte man auf kaltgepresstes Mandelöl zurückgreifen.

Es besitzt Eigenschaften, die für die Haut wichtig sind. Das Öl fettet nicht wird wird von der Haut gut aufgenommen.

Es eignet sich hervorragend als Hautöl für’s Gesicht oder als Massageöl und entwickelt eine lindernde Wirkung bei trockener, spröder und irritierter Haut. Zum anderen hat Mandelöl einen nussigen Geschmack, der Speisen ein eigenes Aroma verleiht.

Kurzum: Das Pflanzenöl ist eine Wohltat für die Haut und eignet sich auch hervorragend für die gesunde Küche.

Anwendungsmöglichkeiten und Wirkungsweisen von Mandelöl im kosmetischen Bereich sind:

  • für die Haut
  • für Haare und Wimpern
  • für die Nägel

Süßmandelöl bietet der Handel als pures Öl sowie als Bestandteil anderer Produkte an. Verwendung findet es in kosmetischen Produkten wie Cremes, Salben oder Badezusätzen.  Mandelöl hat eine hautfreundliche Beschaffenheit, enthält viele Vitamine und ungesättigte Fettsäuren. Diese stärken die Barrierefunktion der Haut und schützen sie vor widrigen Umwelteinflüssen.

Beispiele hierfür sind Linolsäure und Palmitinsäure. Linolsäure schützt die Haut vor schädlicher UV-Strahlung. Palmitinsäure hält den Säureschutzmantel der Haut aufrecht. Allerdings reicht alleinig die Verwendung von Mandelbaumöl nicht aus, um die Haut vor Verbrennungen zu schützen. Das Öl filtert in sehr geringem Maße UVA-Strahlen heraus, UVB-Strahlen hingegen nicht. Das bedeutet, für einen effektiven Sonnenschutz bedarf es einer herkömmlichen Sonnencreme. (Mehr Informationen zu Öl als Sonnenschutz.)

Für eine junge Haut

Mandelöl für die Haut
Gutes Team bei trockener Haut: Mandelöl, Jojobaöl und Nachtkerzenöl

Die der menschlichen Haut ähnlichen Bestandteile von Süßmandelöl verbringen die wertvollen Mineralien in die Haut. Diese polstern die Haut auf und glätten sie spürbar.

Aus diesem Grund bietet der Handel zahlreiche Hautcremes und Kurpackungen mit dem Pflanzenöl.

Diese Präparate entfalten ihre positiven Wirkungen für die Haut am besten, wenn man sie auf die gereinigte und leicht feuchte Haut aufträgt. Dies bewirkt, dass die Haut die wertvollen Inhaltsstoffe leicht aufnimmt. Bei Kurpackungen beträgt die ideale Einwirkzeit zehn bis fünfzehn Minuten. Während dieser Zeit dringen die Wirkstoffe tief in die Haut ein und glätten sie.

Grundsätzlich ist Süßmandelöl geeignet für die Gesichtsreinigung, um den Teint zu erfrischen und Entzündungen zu lindern. Im Rahmen der sogeanannten Oil Cleansing Method (OCM) bietet es sich an, Mandelöl mit Rizinusöl zu mischen um fettige und unreine Haut zu klären. Wichtig ist, dass der Rizinusanteil nicht höher als 30 % sein darf, da die Haut sonst zu stark austrocknet. Nicht zu vergessen, es hilft bei schuppiger, spröder oder fettiger Haut. Speziell bei trockener, rissiger Haut empfiehlt sich die Kombination mit Jojobaöl und Nachtkerzenöl.

Mandelöl ist besonders für die Haut geeignet, weil

  • es als sich sehr gut auftragen und mischen lässt (Basisöl)
  • es eine pflegende Wirkung hat
  • eine sehr gute Hautverträglichkeit bei mittlerer Komedogenität aufweist

Wer häufig mit Mitessern (Komedonen) und Pickeln zu kämpfen hat, der nutzt häufig die falschen Pflegeprodukte. Wir haben eine Liste mit komedogenen Ölen zusammengestellt, die man besser meiden oder nur in geringem Maße auftragen sollte.

gegen müde Augen und dunkle Augenringe

Süßmandelöl hilft gegen „müde Augen“ und dunkle Augenringe. Im Idealfall erstellt man eine Augenmaske mit dem wertvollen Pflanzenöl selbst her. Hierfür eine geringe Menge des Öls mit Honig vermischen und unter den Augen mit den Fingern einklopfen. Die Maske zehn Minuten einwirken lassen und anschließend abnehmen. Die Wirkung lässt nach kurzer Zeit sehen, da das Pflanzenöl die Haut leicht aufhellt. Außerdem fördert die Augenmaske die Durchblutung der Haut.

Vor allem im Winter, wenn trockene Heizungsluft die Haut stark beansprucht, lässt sich eine Augenmaske mit Mandelöl empfehlen.

Eine weitere Möglichkeiten der Verwendung des wertvollen Öls bei Augenringen und verschwollenen Augen:

Vor dem Schlafengehen ein bis zwei Tropfen Mandelöl unter den Augen auftragen und mit den Fingerspitzen leicht einklopfen und über Nacht einwirken lassen. Am nächsten Morgen die Hautregionen mit kaltem Wasser abspülen. Wichtig ist es, die empfindliche Haut um die Augen herum nicht stark zu reiben.

Spezielle Augencremes mit Mandelöl gegen Falten sind im Idealfall nicht zu fett. Besser ist leicht streichfähiges Öl für die empfindliche Haut um die Augen als eine dicke, cremige Paste, die die Haut unnötig strapaziert.

gegen Trockene und spröde Haut

Mandelöl eignet sich auch zur Massage
Mandelöl eignet sich auch zur Massage und lässt sich problemlos mit anderen Ölen mischen

Mandelöl enthält viel Vitamin E, weswegen es sich hervorragend als Feuchtigkeitsspender für trockene Haut eignet. Das Öl kann entweder pur aufgetragen oder mit anderen Ölen gemischt werden.

Mischt man Mandelöl und Sheabutter im selben Verhältnis, erhält man eine cremige Pflege für den ganzen Körper, die sich gut auftragen lässt – aber nicht so flüssig ist, wie das pure Mandelöl.

Trägt man diese Mischung vor dem Schlafengehen auf, lässt sich der Erfolg morgens in Form einer weichen und geschmeidigen Haut leicht erkennen.

Aber auch andere Hautöle sind eine Überlegung wert. Denkbar sind unter anderem Nachtkerzenöl und Borretschöl aufgrund ihres hohen Anteils an Gamma-Linolensäure. Aber auch Weizenkeimöl eignet sich aufgrund der enthaltenen Vitamine (unter anderem viel Vitamin E und K) für die Haut.

Mandelöl ist auch eine hervorragende Alternative zu herkömmlichen Cremes für Hände und Füße. Es entält Zink, welches gegen rissige Haut hilft.

gegen Mittesser

Die Fettsäuren im Mandelöl transportieren überschüssigen Talg und Verschmutzungen aus den Poren, die eine unreine Haut begünstigen. Das bedeutet, es bewirkt eine porentiefe Reinigung und ist eine gute Präventionsmaßnahme gegen diese entzündlichen Hautunreinheiten. Mandelöl hat einen mittleren Komedogenitätsgrad, daher sollte es noch mit anderen Ölen gemsicht werden. Für unreine Haut empfiehlt sich zum Beispiel Rizinusöl.

bei Neurodermitis

Die Ursache für Neurodermitis sind genetisch veränderte Hautzellen, welche nicht in der Lage sind, die Feuchtigkeit auf natürliche Weise zu regulieren. Das bedeutet, es ist wichtig, der Haut feuchtigkeitsspendende Stoffe gezielt zuzuführen.

Grundsätzlich ist das Mandelöl fähig, Juckreiz bei Neurodermitis zu lindern. Es versorgt die Haut mit Feuchtigkeit, Vitaminen und rückfettenden Substanzen, sodass Spannungsgefühle der Vergangenheit angehören und sich die Haut besser anfühlt.

Voraussetzung für die erfolgreiche Behandlung von Neurodermitis ist, dass sich die Krankheit nicht im akuten Stadium befindet und nässelnde Wunden aufweist. In diesem Fall keinesfalls Mandelöl auftragen, da es die Wunde verschlimmert.

Mandelöl ist ein solides Basisöl, das sich sehr gut mit Nachtkerzenöl verträgt. Nachtkerzenöl nthält viele ungesättigte Fettsäuren und die wichtige Gamma-Linolensäure. Ein pflegendes Öl kann unterstützen – allerdings sollte bei neurodermitis immer ein hautarzt konsultiert werden.

Schöne Wimpern mit Mandelöl

Die feinen Härchen an den Rändern der Augenlider versorgt Mandelöl mit wichtigen Nährstoffen und verhilft ihnen auf diese Weise zu mehr Glanz und fördert optisch, dichtere Wimpern. Am besten ist es, eine geringe Menge des Öls vor dem Schlafengehen mit einem Wattestäbchen auf die Wimpern aufzutragen, bis das Öl alle Härchen bedeckt. Anschließend das Pflanzenöl bis zum nächsten Morgen einwirken lassen.

Das Haarwachstum wird durch Mandelöl jedoch nicht angeregt.

für die Lippen

Die Lippen können keine eigene Fettschicht bilden und Cremes auf Wasserbasis trocknen die dünne Haut häufig noch mehr aus. Spröde Lippen lassen sich jedoch mit Mandelöl behandeln. Hierfür kann man eine natürliche Lippencreme mithilfe des Öls erstellen. Zuerst Honig mit Süßmandelöl mischen, das Ganze in einen verschließbaren Behälter füllen und im Kühlschrank aufbewahren. Wenn das Gefühl von trockenen Lippen auftaucht, die Creme auftragen. Hat man das pure Öl zur Hand, kann es natürlich auch direkt aufgetragen werden.

zur Nagelpflege

Spröde und dünne Nägel sind oftmals ein Symptom für einen Mangel an Mineralien. Hier ist eine Behandlung mit Mandelöl in der Lage, zu helfen. Das Öl enthält viele Vitamine sowie Kalium und Zink. Letztere Substanzen ernähren die Nägel optimal und auf natürliche Weise. Die Inhaltsstoffe des Öls geben Nägeln Feuchtigkeit, sodass sie weniger anfällig sind, zu brechen. Weiterhin hinterlässt das Öl einen schönen Glanz auf den Nägeln.

Am besten ist es, einen Tropfen des wertvollen Pflanzenöls täglich auf die Nagelhaut auftragen.

Mandelöl für Babys

Wegen seiner hautfreundlichen Beschaffenheit eignet sich Mandelöl außerdem hervorragend für die Pflege von Babyhaut. Dies gilt vor allem für die im Pobereich durch das Tragen von Einmalwindeln extrem strapazierte Haut. Mandelöl sorgt hier für die optimale Vorsorge gegen Rötungen und wunde Stellen.

Es sollte ein kaltgepresstes Mandelöl in Bioqualität verwendet werden.

Lagerung und Haltbarkeit

Bei Mandelöl handelt es sich um ein hitze- und sauerstoffempfindliches Pflanzenöl, das nach Anbruch kühl und dunkel gelagert werden sollte und innerhalb von drei Monaten zu verbauehn ist. Im ungeöffneten Zustand und bei optimaler Lagerung hält das Pflanzenöl durchschnittlich zehn Monate.

Wichtig ist, hochwertiges Mandelöl riecht leicht mach Mandeln und ist vergleichsweise dünnflüssig bei einer blassgelben Färbung. Zeigt Mandelöl Trübungen, riecht bitter oder ranzig, sollte es icht mehr genutzt werden.

Verkaufsformen

Der Handel bietet reines und kalt gepresstes Süßmandelöl an, das sich hervorragend für die Hautpflege eignet. Es enthält viele Vitamine, Nährstoffe und wichtige Fettsäuren, die sich positiv auf die Gesundheit und Schönheit der Haut auswirken.

Viele kosmetische Produkte enthalten Mandelöl. Diese eignen sich ebenfalls für die Pflege der Haut. Zu diesen zählen Shampoos, Badezusätze und andere.

Shampoos & Badezusätze

Ein Mandelölshampoo lässt sich bezüglich der Wirkung mit einer Handseife vergleichen. Das Produkt dringt tief in die Haut ein und verleiht ihr Feuchtigkeit. Weiterhin legt es einen Schutzmantel um jedes Kopfhaar. Wichtig ist es, nach der Verwendung eines Mandelölshampoos das Haar nicht zu stark trocken zu rubbeln, sondern trocken zu tupfen. Auf diese Weise bleibt der Schutzfilm auf den Haaren.

Badezusätze mit Süßmandelöl in Kombination mit Honig sind beliebt, weswegen sie der Handel in unterschiedlichen Größen bietet. Sie haben eine pflegende Wirkung auf die Haut. Weitere Verkaufsformen von Süßmandelöl:

Kaufentscheidungskriterien

Mandelöl ist in guter Qualität ein wertvolles Öl mit vielen positiven Wirkungsweisen in unterschiedlichen Bereichen. Wichtig bei der Kaufentscheidung ist es, auf das Anwendungsgebiet zu achten. Für Verbraucher ist es wichtig, kaltgepresstes Mandelöl nicht mit dem toxischen Bittermandelöl zu verwechseln.

Der Handel ist verpflichtet, Bittermandelöl zu kennzeichnen. In der Praxis bedeutet dies, hinter der Bezeichnung Mandelöl darf sich alleinig Pflanzenöl aus den süßen Mandeln verbergen. Dieses findet in vielen kosmetischen Produkten Verwendung und lässt sich bedenkenlos in purer Form zur Verbesserung der Gesundheit und Schönheit anwenden.

Die beste Qualität bietet kaltggepresstes Öl aus Mandeln, die kontrolliert biologisch angebaut wurden. Oftmals bietet der Handel raffiniertes Mandelöl an, dem die wichtigen Inhaltsstoffe aufgrund der Wärmebehandlung während der Herstellung fehlen. Dieses Öl erkennt man an der fehlenden Farbe und sehr schwachen Geruch.