Hautpflege mit HautölDie Beliebtheit von Hautölen steigt nach wie vor stark. Wir finden: Zurecht! Erfahre wofür Du sie benutzen kannst oder warum sie besser als Cremes sind.

Weniger Synthetik und mehr natürlich Pflege versprechen Dir Öle für die Haut. Sie bestehen aus natürlichen Rohstoffen, sind insgesamt schonender für die Haut und verhelfen Anwenderinnen zu neuer Schönheit. Dabei ist es grundsätzlich egal, welchen Hauttyp Du besitzt.

Wofür Hautöl benutzen?

Aus gutem Grund erfreuen sich nachhaltige, naturbelassene Öle im Beautybereich immer größerer Beliebtheit. Allen voran sind Öle für die Haut beliebter denn je. Aber wofür kann man ein Hautöl benutzen? Im Kern sorgen sie einfach für eine sanfte Pflege der Haut oder spenden Feuchtigkeit.

Es gibt aber noch weitere Vorteile bzw. Gründe, die für eine Verwendung von Hautölen sprechen:

  1. Haut schonender pflegen: Hochwertige Hautöle enthalten keine schlechten Zusatzstoffe. Dadurch können selbst Allergiker ihre Haut bedenkenlos mit Ölen pflegen.
  2. Chemische Belastung senken: In Deinen Hautölen ist kein Wasser enthalten. Dieser Punkt ist ganz entscheidend, denn so kann sich das Öl schneller mit Wasser (nach dem Duschen) verbinden. Es sind also keine chemischen Extrazusätze notwendig, um diesen Effekt zu erreichen.
  3. Wenn Du Zeit sparen musst: Es klingt banal, aber das Auftragen eines Öls geht einfacher und schneller von der Hand. Durch die flüssigere Konsistenz sparst Du Zeit gegenüber Cremes oder Bodylotions.

Das richtige Hautöl für Deinen Hauttyp finden

Bloß irgendein Öl für die Haut wählen und loslegen sollte man nicht. Die Wahl des Öls hängt eng mit den eigenen Zielen und Voraussetzungen zusammen.

Tipp: In unserem Hauttyp-Test kannst Du ganz einfach Deinen Hauttyp bestimmen!

Darum ist es wichtig zunächst den eigenen Hauttyp zu bestimmen. Jede Haut ist anders und benötigt deshalb andere Nährstoffe oder Wirkweisen, um gepflegter zu sein. Man sollte also die Wahl des geeigneten Hautöls immer vom eigenen Hauttyp abhängig machen.

Komedogenität wichtigster Faktor bei Hautöl-Wahl
Wie im Komedogen-Ratgeber erklärt, bestimmt dieser Wert wir stark Öle die Haut und ihre Poren verstopfen. Während trockene Haut von diesem Effekt profitiert (Feuchtigkeit wird erhalten), tritt bei unreiner Haut ein verstärkter Hang zur Bildung von Unreinheiten auf. Darum sollte man immer auf die Komedogenität des Hautöls achten.

Öle für normale Haut

Im Grunde gibt es bei normaler Haut nicht viel zu beachten. Das Hautöl sollte ausreichend Vitamine zuführen und den ausgeglichenen Feuchtigkeitshaushalt unterstützen. Dabei kann Mandelöl unterstützen.

Öle für trockene Haut

Nach dem Waschen spannt die Haut oder es bilden sich schnell Hautschuppen. Auch sogenannte Trockenheitsfalten gelten als Symptom für eine trockene Haut. Hier sollte man Öle für die Haut verwenden, die vor allem ungesättigte Fettsäuren enthalten, der Haut Vitamine und Feuchtigkeit zuführen. Dieses Ziel erfüllen zum Beispiel das Kokosöl oder das Jojobaöl.

Öle für fettige / unreine Haut

Dieser Hauttyp ist eher anspruchsvoll. Deshalb sollte man eher zu leichten und gut verträglichenn Hautölen greifen, die nicht dazu führen, dass die Poren verstopft werden. Außerdem sollte das Öl für die Haut so wirken, dass einen Glätteffekt besitzt. Diese Anforderungen erfüllt ebenfalls das Jojobaöl, das aufgrund seiner guten Verträglichkeit ein Allround-Öl ist. Aber auch Teebaumöl ist für diesen Hauttyp gut geeignet – allerdings nur sehr gering dosiert mit Jojobaöl als Trägeröl. (Teebaumöl gehört zu den beliebtesten ätherischen Ölen und sollte nur punktuell pur aufgetragen werden.)

Öle für Mischhaut

Ganz ähnlich wie fettige Haut sieht eine Mischaut aus und sie verhält sich auch ähnlich. Deshalb kann man entweder die gleichen Öle für die Haut nehmen oder auf Traubenkernöl zurückgreifen.

Empfohlene Öle nach Hauttyp

HauttypZielKomedogintität (empfohlen)Öle
Normale HautHaut beruhigennicht - leicht komedogenMandelöl
Trockene HautHaut entspannen, Feuchtigkeit gebenleicht - stark komedogenKokosöl
Fettige Haut (unrein)Unreinheiten lindern, Hautpflegenicht komedogenJojobaöl
MischhautAntibakterielle Wirkung, Haut glättennicht komedogenJojobaöl, Traubenkernöl

Warum Öle für die Haut einsetzen?

Die zum größten Teil oder völlig aus natürlichen Ölen bestehenden Hautöle sind in den letzten Jahren immer stärker nachgefragt worden. Vor allem die Herstellung aus natürlichen Rohstoffen, also echten pflanzlichen Ölen, ist ihr größter Vorteil.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Cremes oder Körperlotionen. Zur Herstellung dieser Produkte werden sehr häufig noch Rohstoffe auf Erdölbasis oder synthetischen Urpsrungs verwendet. Paraffinöl (Erdölbasis) und Silikone (synthetische Herstellung) werden deshalb kritisch gesehen, weil sie der Haut Feuchtigkeit entziehen können. Darüber hinaus sind sie nicht abbaubar und somit ein ökologisches Problem.

Es geht bei der Verwendung von Hautölen also vor allem darum, dass sie natürlichen Ursprungs sind und damit verträglicher. Aber auch der Umweltschutzgedanke trägt zu ihrem positiven Image bei.

Ist Hautöl besser als Creme?

Die ultimative Frage: Ist das Hautöl oder die Creme besser für die Haut? Wie bereits erwähnt enthalten Cremes Rohstoffe, die entweder synthetisch hergestellt werden oder aus Mineralölen bestehen. Dagegen bestehen pflanzliche Öle immer aus natürlichen Rohstoffen. Cremes brauchen deshalb Konservierungsmittel, um vor der Entstehung von Pilzen oder Bakterien geschützt zu sein. Diese Konservierungsstoffe stellen eine Gefahr für die Hautflora dar.

Auch bei der Betrachtung der Wirkweise beider Hautpflegeprodukte ergeben sich starke Unterschiede. Hautöle aus Pflanzen ziehen in der Regel in tieferliegende Hautschichten ein und können so wichtige Nährstoffe wie Fettsäuren und Vitamine besser verteilen. Zugegeben, Cremes spielen ihren Vorteil beim Schutz der Haut aus. Sie legen sich quasi wie ein Schutzfilm über die Haut und wirken deshalb wie ein Schutzschild. Kurz: Hautöle spielen ihre Stärke bei Pflegethemen (zu trockene Haut) aus und Cremes schützen die Haut besser.

Durch die flüssigere Konsistenz der Hautöle sind diese einfacher aufzutragen. Es genügen zum Beispiel schon wenige Tropfen für das Gesicht. Diese geringe Menge liefert der Haut bereits die benötigten Nährstoffe und pflegt sie.

Aus unserer Sicht sprechen also viele Gründe dafür, dass Hautöle in vielen Aspekten besser als Cremes sind.

Vorteile Hautöl gegenüber Cremes

  • Natürliche Rohstoffe (Mono-Öl)
  • Ziehen tiefer in die Haut ein
  • Geringer Mengeneinsatz
  • „Biologisch“ abbaubar
Unterschiede trockene oder nicht trockene Hautöle
Bei Hautölen unterscheidet man zwischen trockenen und nicht trockenen Ölen. Nicht trockene Öle hinterlassen nach dem Auftragen einen Film auf der Haut. Deshalb setzt man sie zum Beispiel zur Massage ein und weniger als Unterlage für Make-Up.

Anwendungstipps Hautöl

Um den Pflegeeffekt so gut wie möglich zu nutzen, die Qualität des Öls bestimmen zu können und das Öl richtig anzuwenden gibt es einiges zu beachten.

  1. Öl sollte nie auf die trockene Haut aufgetragen werden, denn ansonsten bleibt das Öl „auf der Haut stehen“ und kann nicht einziehen. Gerade nach dem Waschen oder Duschen ergibt also eine Anwendung des Hautöls Sinn, so dass es in die oberste Hautschicht (Hornhaut) gelangt.
  2. Gleichzeitig schließt die Haut zu diesem Zeitpunkt die Feuchtigkeit besser ein. Danach wirst Du eine zarte, weiche Haut haben
  3. Wenn das Hautöl über Nacht wirken soll, sollte man die Haut von Make-up-Resten befreien. Nur so kann das Öl optimal in die Haut eindringen.
  4. Auch Falten lassen sich durch Hautöle vermeiden. Dazu greift man am Besten auf Produkte mit viel Vitamin A und E zurück.
  5. Man kombiniert kein Öl mit einer Creme. Es reicht, wenn Du einfach nur ein paar Tropfen Öl benutzt.
  6. Die Qualität eines Hautöl wird maßgeblich dadurch beeinflusst, ob es kaltgepresst wurde oder nicht und ob es frei von chemischen Zusatzstoffen ist.
  7. Make-Up-Hack: Wenn Du das Hautöl unter die Foundation aufträgst, dann entsteht ein toller Glow-Effekt