Das Wichtigste in Kürze
  • Ätherisches Rosmarinöl wird durch Wasserdampfdestillation aus der Heilpflanze Rosmarinus officinalis gewonnen.
  • Es gibt verschiedene Rosmarinarten, die zur Herstellung verwendet werden. Die Angabe der Ursprungspflanze ist ein Qualitätsmerkmal. (Mehr Details findest Du bei den Inhaltsstoffen von Rosmarinöl.)
  • Verwechslungen gibt es häufig zwischen Rosmarinöl und Rosmarinhydrolat. Letzteres entsteht bei der Ölgewinnung durch Wasserdampfbildung und ist ein Duftwasser mit Rosmaringeruch.
  • Rosmarinöl ist ein bewährtes Hausmittel bei Schuppen und Haarausfall.
  • Das Öl sollte an einem kühlen Ort in einer dunklen Glasflasche gelagert werden.
  • Der Preis für das hochwertige ätherische Öl liegt bei ca. 30 Euro pro 10 ml.

RosmarinölRosmarinöl stammt von der Rosmarinpflanze, der Rosmarinus officinalis. Diese Pflanze war Heilpflanze des Jahres 2000 und 2011 in Deutschland und gehört zur Gattung der Lippblüter. Sie wird hierzulande sowohl als Gewürzpflanze, aber auch als Heilpflanze geschätzt und genutzt. Das aus ihr gewonnene ätherische Öl kann vielfältig eingesetzt werden und hilft unter anderem bei Muskelschmerzen und Entzündungen der Haut.

Was interessiert Dich?

Die Rosmarinpflanze

Seinen Namen hat der Rosmarin aus dem Lateinischen von „ros marinus“, was „Tau des Meeres“ bedeutet und seine Herkunft vom Mittelmeer begründet. Dort wurde sie etwa 100 nach Christus von Mönchen in den Klöstern angepflanzt und schon damals als Heilpflanze genutzt, ehe sie ein essenzielles Merkmal der mediterranen Küche wurde. Die Rosmarinpflanze galt fortan als Pflanze der Göttin Aphrodite und wurde zum Symbol der Liebe. In der Volksmedizin nutzte man Rosmarin seit der Antike als Räucherpflanze zur Reinigung der Luft in krankheitsverseuchten Räumen und Krankenhäusern. Die getrockneten Zweige wurden zum Schutz vor Krankheiten aber auch neben Neugeborene gelegt und als Grabschmuck und Beiwerk bei Beerdigungen im alten Ägypten verwendet. Auch als gesegneter Brautkranz fand Rosmarin seinen Einsatz, weshalb er auch heute noch Brautkraut, Weihrauchkraut und Kranzenkraut genannt wird. Sowohl die Blüten als auch die Blätter enthalten viele wertvolle Wirkstoffe, die in der Medizin und Schönheitspflege schon seit jeher bekannt sind.

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Hierzulande wächst der Rosmarin in vielen Gärten und wird privat eher als Gewürzpflanze gebraucht. Getrocknet als Gewürz verwendet, verleiht Rosmarin vielen Gerichten eine würzige, mediterrane Note. Aber auch in besonders würzigen Parfüms in der Kosmetikbranche gebraucht man die würzige Note des Rosmarin als ätherisches Öl.

Die Rosmarinpflanze, der Rosmarinus officinalis, blüht zwischen März und Mai und wird zwischen 50 Zentimetern und 2 Metern hoch. Der immergrüne Strauch zeichnet sich durch seine zahlreichen, üppigen Verzweigungen aus. Die Basisäste des Strauches entwickeln im Laufe des Wachstums eine Borke. Die Blätter des Rosmarin sind dunkelgrün, schmal zulaufend und gegenseitig angeordnet. Zum Schutz vor Trockenheit sind die Blätter mit einer Art Hautschicht überzogen und an der Unterseite mit kleinen Härchen versehen. Aufgrund dieser schützenden Eigenschaften und der schmalen Wuchsart der Blätter bieten sie der Sonne wenig Fläche und sind vor Austrocknung geschützt.

Die Blüten des Rosmarinstrauchs haben eine Glockenform am Kelch und laufen dann zweilippig zu und das Farbspektrum reicht dabei von Weiss bis Blau und Rosa. Der Rosmarin vermehrt sich mittels Bestäubung durch Insekten.

Öl-Steckbrief Rosmarinöl (Infografik)

Wir haben uns für alle mit wenig Zeit die Mühe gemacht die relevantesten Informationen in einer Rosmarinöl-Infografik zusammenzufassen. Zum Vergrößern einfach anklicken:

Rosmarinöl Infografik

Gewinnung und Herstellung von Rosmarinöl

Rosmarinsträuche, aus denen Rosmarinöl gewonnen werden soll, werden meist über Stecklinge angepflanzt, da die Aussaat nur in warmem Klima möglich ist. Die Pflanze benötigt ein ebenso mildes Klima im Winter, da sie ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammt und Kälte nicht gut verträgt. Sät man Rosmarin aus, so muss man mit einer Keimdauer von 4 Wochen rechnen. Über Stecklinge beschleunigt sich der Wachstumsprozess bis zur Ernte deutlich. Rosmarin benötigt, ebenso wie das milde Klima, einen nährstoffreichen, aber trockenen Boden. Die Pflanze begnügt sich mit wenig Wasser und kommt auch mit längeren Trockenperioden gut zurecht.

Dafür kann man den Rosmarin ganzjährig ernten. Zur Ernte werden nicht die einzelnen Nadeln geerntet, sondern ganze Zweige entfernt. Das Ernten der ganzen Zweige und das regelmäßige Stutzen und Zurechtschneiden der Pflanze führt langfristig zu einem buschigeren, ausladenderen Wuchs der Pflanze, was die Ernteergiebigkeit einer Pflanze für die kommenden Jahre erhöht und vervielfacht.

Rosmarin unterscheidet sich in verschiedene Gattungen und Pflanzenarten und diese Merkmale bestimmen dann die Menge an Kraut, die für die Ölgewinnung benötigt wird.

Für reines ätherisches Rosmarinöl werden ganze, blühende Zweige verwendet. Diese werden nach der Ernte zunächst getrocknet, bevor man das getrocknete Kraut dann destilliert. Für die Herstellung von einem Liter Rosmarinöl werden zwischen 50 und 80 Kilogramm Kraut verwendet. Mittels der Wasserdampfdestillation wird dann das reine ätherische Rosmarinöl in einem Arbeitsschritt gewonnen und ist anschließend sofort verwendbar.

Wie beim ätherischen Rosenöl das Rosenwasser, so gibt es auch bei der Herstellung von Rosmarinöl ein wertvolles Nebenprodukt: Das Rosmarinhydrolat. Dies ist ein Duftwasser, das durch die Wasserdampfbildung während der Destillation entsteht und stark nach Rosmarin duftet.

Inhaltsstoffe von Rosmarinöl

Es gibt drei unterschiedliche Arten von Rosmarin, die auch zur Rosmarinöl-Herstellung verwendet werden:

  1. spanischen Rosmarin Borneon
  2. nordafrikanischen Rosmarin Cineol
  3. französischen Rosmarin Verbenon

Diese verschiedenen Arten nennt man Chemotypen und im Wesentlichen unterscheiden sie sich durch die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe und deren Konzentration im späteren Öl. In welcher Höhe und Zusammensetzung diese Inhaltsstoffe im jeweiligen Rosmarin vorkommen, hängt von Faktoren wie Lichteinfall, Beschaffenheit des Bodens und der Dauer der Erntezeit ab.

Wie unterscheiden sich die drei Rosmarin-Typen?
Je nach Inhaltsstoffen und deren Konzentration im Öl, haben die drei Chemotypen unterschiedliche Wirkungsgrade und -gebiete. So eignet sich eines eher für die äußere, ein anderes eher für die innerliche oder olfaktorische Anwendung.
Der genaue Rosmarin-Typ und dessen Ursprungsgebiet sollte aber in jedem Fall auf einem qualitativ hochwertigen Rosmarinöl angegeben sein.

Die drei Chemotypen besitzen alle dieselben Inhaltsstoffe, jedoch in unterschiedlich starker Konzentration. In allen sind folgende Inhaltsstoffe enthalten:

Duftstoffe/Geschmacksstoffe: Myrcen (wichtig zur Herstellung von Duft- und Geschmacksstoffen für die Parfümherstellung und Medizin), Limonen (klassischer Duftstoff für den Bereich der Reinigungsmittel), Terpineole (Duftstoffe für die Seifenherstellung, verantwortlich für den Duft von Flieder), Linalool (Duftstoff, der Vitamin E binden kann), Borneol (starker Duftstoff für die Parfümherstellung), Verbenon (starker natürlicher Duftstoff, der zur Vertreibung von Insekten dient), Bornylacetat (Duftstoff, der in der Lebensmittelindustrie, aber auch in Seifen verwendet wird)

Andere biologische Stoffe: Pinen (überdosiert reizend für Augen, Schleimhäute und Haut, wirkt antimikrobiotisch), p-Cymol (kann bei Inhalation und Einnahme zu Übelkeit, Kopfschmerzen und Schwindel führen), 1,8 Cineol (natürlicher Schleimlöser, wirkt antibakteriell und verbessert die Lungenfunktion), Geraniol (wirkt antioxidativ, Zusatz vieler Hautcremes), Borneol aus Kampfer (wirkt schleimlösend, tötet Bakterien und wirkt blutdruckerhöhend), Termineol, Monoterpene, Ketone, Oxide, Cineol, Phenole, Thymol, Sesquiterpene, Monoterpenole, Ester und Linalool.

Einige Inhaltsstoffe sind bisher noch unerforscht, doch grundlegend besteht Rosmarinöl aus einem hohen Gehalt an Monoterpenen, die reizend auf die Haut wirken. Daher werden diese für die Anwendung auf der Haut niedrig dosiert, um Hautreizung zu vermeiden.

Wirkung von Rosmarinöl

Da Rosmarinöl zu den ätherischen Ölen gehört, kann es sowohl olfaktorisch (über den Geruch), über die Haut und durch Einnahme seine Wirkung entfalten. Hier unterscheidet man im Wesentlichen zwischen der psychischen Wirkung und der körperlichen Wirkung.

Psychisch wirkt Rosmarinöl belebend und anregend. Das ätherische Öl soll sich positiv auf die Gedächtnisleistung und Konzentration auswirken, da es den Wirkstoff Cineol enthält. Cineol ist auch Bestandteil von Eukalyptusöl und wirkt stimulierend und stärkend auf den Geist. Auch soll durch die erhöhte Konzentration die Kreativität gesteigert werden. Damit hat Rosmarinöl erhebliche Einwirkungen auf das geistige Wohlbefinden und wirkt unterstützend gegen Antriebslosigkeit und Erschöpfung, sowie belastungsbedingte Depressionen und Müdigkeit. Das seelische Gleichgewicht wird wiederhergestellt, was wiederum das Selbstvertrauen und den Antrieb stärkt.

Angewendet bei Patienten mit Gedächtnisstörungen und -abbau wie Demenz und Alzheimer erhält Rosmarinöl den Informationsaustausch der Synapsen, indem es die Produktion des dafür verantwortlichen Botenstoffs Acetylcholin anregt und durch sein enthaltenes Geraniol fördert. So können diese Erkrankungen zwar nicht vollständig aufgehalten, doch aber durch die olfaktorische und orale Aufnahme von Rosmarinöl positiv beeinflusst werden.

Die Anwendung im und am Körper fördert noch viel mehr die Vielseitigkeit des Rosmarinöls zutage. So kann eine Einnahme des Öls (niemals pur!) wegen seiner vordergründig entzündungshemmenden, antibakteriellen Wirkung Erkältungskrankheiten wie Bronchitis, Otitis und Sinusitis entgegenwirken. Auch bei Pilzinfektionen wie Hefepilzen und Schimmelpilzinfektionen kann das Öl die Schädlinge abtöten und die Heilung fördern. Zusätzlich wird die Immunabwehr des Körpers durch die Einnahme gestärkt und vor einer erneuten Ansteckung geschützt.

Wegen seines hohen Kampfergehalts, der eine gefäßverengende, blutdruckerhöhende Wirkung hat, wird Rosmarinöl gern auch als natürliche Alternative zu den üblichen chemischen Blutdruckmedikamenten eingenommen. Mit seinen anregenden Eigenschaften wird Rosmarinöl auch zur Entgiftung der Organe eingesetzt. Rosmarin führt zu einer Erhöhung der Lebertätigkeit und einer erhöhten Produktion von Gallenflüssigkeit, welche beide zum Abtransport von Giftstoffen aus dem Körper benötigt werden. Die harntreibende Wirkung verstärkt diesen Effekt zusätzlich. So können auch temporäre Vergiftungen des Körpers gut behandelt werden.

Rheumatische Schmerzen und Muskelschmerzen können mit Rosmarinöl ebenfalls gut behandelt werden. Es fördert die Durchblutung in den betroffenen Gelenken, Sehnen und Muskelgruppen und wirkt damit krampflösend und lockernd. Muskelfaserrisse, Muskelkater, Muskelkrämpfe und -verspannungen sowie Spastiken und Sehnenentzündungen sind damit weniger langanhaltend und der Schmerz lässt schneller nach. Selbst bei einem muskulär bedingten Hexenschuss kommt es mit der Behandlung durch Rosmarinöl zu einem schnelleren Abbau der Schmerzen und einer rascheren Heilung der betroffenen Muskulatur.

Bei Schmerzen wie Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Migräne und Menstruationsbeschwerden kann Rosmarinöl durch seine durchblutungsfördernde Wirkung schnelle Abhilfe schaffen. Zusätzlich regt der intensive Rosmarinduft den Geist an, vertreibt Stress und damit auch schon einen großen Teil der Schmerzen. Besonders stressbedingte Schmerzen lassen sich mit Rosmarinöl dauerhaft und wirksam behandeln.

Äußerlich auf der Haut angewendet, bringt Rosmarinöl gerade im Bereich der Entzündungen und der dadurch bedingten Erscheinungen wie Pickeln, Akne und Ekzemen seine entzündungshemmende Wirkung ans Licht. Rosmarinöl desinfiziert die betroffenen Hautpartien, fördert deren Heilung, schützt vor erneuter Infektion und verhindert Narbenbildung. Außerdem wirken die enthaltenen ph-Puffer ausgleichend auf fettige Haut und stellen den natürlichen ph-Wert der Haut wieder her.

Rosmarinöl erhöht die Durchblutung der Haut, strafft das Bindegewebe nachhaltig und transportiert Wassereinlagerungen ab. Dadurch neigt die Haut weniger zu Cellulite und die Haut bleibt bei Gewichtsverlust gestrafft und elastisch.

Für Haare und Kopfhaut ist Rosmarinöl ebenfalls eine Wohltat. Es fördert die Durchblutung der Kopfhaut und regt so das gestärkte Haarfolikel-Wachstum an, verhindert Haarausfall und Schuppenbildung. Durch eine kräftigere, gesunde Kopfhaut, die mit ausreichend Nährstoffen versorgt ist, kann das Haar gestärkt nachwachsen.

Nebenwirkungen von Rosmarinöl

Besondere Vorsicht bei der Verwendung von Rosmarinöl ist während der Schwangerschaft geboten. Rosmarinöl gilt als wehenfördernd und menstruationsfördernd und darf daher besonders in den ersten vier Monaten der Schwangerschaft keinesfalls angewendet werden. Durch die intensive Wirkung des Öls ist auch von einer Anwendung an Kindern unter 6 Jahren abzusehen und generell nur in einer sehr geringen Menge. Die Blutdrucksteigernde Wirkung des Öls bedeutet außerdem, dass Menschen mit hohem Blutdruck das Öl nicht ohne Absprache mit einem Arzt verwendet sollten. Dies gilt auch für Epileptiker.

Rosmarinöl wirkt stark anregend, was bei einer Überdosierung zu Schlafmangel, Atemnot und schweren Leberschäden führen kann und schlimmstenfalls toxisch wirkt. Dies führt zu Rauschzuständen, bis das Öl vom Körper wieder abgebaut wird. Daher ist es wichtig, bei der Verwendung des ätherischen Öls stets auf eine genaue, sparsame Dosierung zu achten und sich bei Fragen an den Arzt oder Apotheker des Vertrauens zu wenden.

Bei einer äußerlichen Anwendung auf der Haut durch Kosmetika und Öle kann es bei Unverträglichkeit von Rosmarin zu Hautreizungen, Juckreiz und Rötungen kommen, weshalb vor der Verwendung immer ein Hautverträglichkeitstest durchgeführt werden sollte.

Anwendungsgebiete von Rosmarinöl

Rosmarinöl kann ganz klassisch als Zusatz beim Inhalieren und Baden verwendet werden. Aber auch gemischt mit kaltgepressten Ölen kann es anwendung auf der Haut finden – unter anderem als Massageöl oder bei der Pflege der Haare und der Kopfhaut.

was muss man im Umgang mit Rosmarinöl beachten?
Rosmarinöl ist ein beliebtes Hausmittel, das jedoch nicht bedenkenlos angwendet werden solle. Wichtig ist, dass das ätherische Öl niemals pur auf die Haut aufgetragen oder geschluckt wird. Das Öl solle immer außer Reichweite von Kindern aufbewahrt werden.

Inhalieren mit Rosmarinöl

Das Inhalieren von Rosmarinöl mit dem Dampfinhalator oder über einem Topf mit heißem Wasser ist besonders heilsam und wohltuend bei Erkältungen und Infektionen der Atemwege. Die Schleimhäute schwellen durch das Inhalieren ab, die Nase wird frei und der Schleim wird gelöst. Damit werden auch die Erkältungssymptome wie Kopfschmerzen und Müdigkeit gelindert. Zum Inhalieren werden etwa 10 Tropfen des Öls in Wasser gegeben, das mindestens 80 Grad warm ist. Bei dieser Temperatur verdampfen die Inhaltsstoffe des Rosmarinöls und können über den Wasserdampf von den Schleimhäuten aufgenommen werden.

Aber nicht nur die direkte Inhalation hat heilende Kräfte. Oft genügen schon einige Tropfen des Öls in einer Duftlampe im Zimmer, um von der entspannenden, stressreduzierenden Wirkung von Rosmarin zu profitieren. Gerade zur Erkältungszeit beugt der Duft von Rosmarin bereits vielen Symptomen und Faktoren vor, stärkt das Immunsystem und reinigt die Raumluft zusätzlich. Außerdem erhöht der Rosmarin-Geruch die Konzentration und Leistungsfähigkeit während der Arbeit. Ein weiterer Pluspunkt für die Anwendung im Sommer ist, dass der Duft von Rosmarin Insekten fernhält. So ergibt sich aus der Duftlampe ein ganz natürlicher und wirksamer Mückenschutz.

Für einen Extra-Schub Konzentrationsfähigkeit und zur Minderung von akutem Stress kann man einige Tropfen Rosmarinöl auf ein Taschentuch träufeln.

Auch im Tee verwendet, unterstützt Rosmarin beim Stressabbau und hält grippale Infekte vom Körper fern.

Wie kann man Rosmarintee selber machen?
Für eine Tasse Rosmarintee benötigt man lediglich einen Teelöffel getrockneter Rosmarinblätter, die mit 250ml heißem Wasser aufgegossen werden. Die Ziehzeit beträgt acht bis zehn Minuten. Die Nutzung eines Einweg-Teebeutels vereinfacht die Zubereitung, andernfalls kann man sich auch mit einem Sieb behelfen.

Massieren mit Rosmarinöl

Reines Rosmarinöl muss zunächst mit einem möglichst geruchlosen Trägeröl angemischt werden, da die pure Anwendung des ätherischen Öls auf der Haut zu Reizungen führen kann. Eine gute Wirkung erzielt man bereits mit wenigen Tropfen auf 50 Millilitern des ausgewählten Trägeröls. Denkbar sind in diesem Fall Jojobaöl, Arganöl und Mandelöl.

Die Massage mit Rosmarinöl bringt viele Vorteile, vor Allem im Bereich Sport. Rosmarinöl erhöht die Durchblutung der Muskeln und den Blutdruck, die Muskeln werden dadurch vor dem Sport aufgewärmt und nach dem Sport löst das Öl Verspannungen, beugt Muskelkater und Muskelrissen vor.

Aufgrund seines angenehmen Geruchs entspannt sich der Körper deutlich schneller. Selbst Sehnenverletzungen oder kleine Wunden können mit dem Öl heilend behandelt werden, sowie auch akute Schmerzen durch Rheuma, Krämpfe oder Ödeme. Je nachdem, welches Trägeröl man ausgewählt hat, wird bei der Massage gleichzeitig auch die Haut gepflegt, mit Feuchtigkeit versorgt und genährt.

Im Bereich der Stirn und des Kopfes verwendet, lindert Rosmarinöl mit etwas Trägeröl schnell und natürlich Kopfschmerzen und Migräne, löst den auslösenden Stress und fördert die Durchblutung der schmerzenden Stirn-Bereiche.

Baden mit Rosmarinöl

Besonders wirksam ist ätherisches Rosmarinöl als Badezusatz von ein paar Tropfen im Badewasser. Zum einen entspannt der Duft Körper und Geist, befreit von Stress und hilft beim Abschalten nach einem langen Tag. Zum anderen schützen die Inhaltsstoffe vor Erkältungskrankheiten, wärmen den Körper durch die gesteigerte Durchblutung auf und lassen Schleimhäute abschwellen, wodurch sich der Schleim lösen kann. Kopf- und Gliederschmerzen werden gelindert und eine beginnende oder akute Erkältung kann abklingen.

Bei akuten Gelenkschmerzen, Rückenschmerzen oder bei Muskelkater nach dem Sport bewirkt Rosmarinöl in der Badewanne eine schnelle Linderung und Heilung. Führt man zusätzlich danach noch eine Massage der schmerzenden Bereich mit Rosmarinöl durch, so verschwinden die Schmerzen im Handumdrehen.

Auch bei Pilzinfektionen der Haut ist ein regelmäßiges Bad mit Rosmarinöl äußerst wirksam. Zusätzlich noch auf die betroffenen Stellen aufgetragen, tötet Rosmarinöl die schädlichen Keime und Pilze ab und heilt die Symptome.

Kompressen und Umschläge mit Rosmarinöl

Warme Kompressen und Wickeln mit heißem Wasser und einigen Tropfen Rosmarinöl eignen sich hervorragend zur intensiven Behandlung schmerzender, verspannter Körperpartien, bei Menstruationsbeschwerden und Harnwegsinfektionen oder zur Entgiftung der Leber als Bauchwickel. Vor Allem im Bereich es Bauchs bringen diese heilsamen Wickel viele Vorteile: Sie regen die Durchblutung an, wirken antibakteriell, fördern die Produktion der Gallenflüssigkeiten und lösen Krämpfe.

Aber auch als kleine Kompresse oder Wattebausch in Rosmarinöl und Wasser getränkt auf dem Gehörgang heilt das wirksame Öl Ohrenschmerzen, die durch Entzündung und Bakterien entstehen.

Rosmarinöl für die Haut

Bei der Anwendung auf der Haut muss stets darauf geachtet werden, das reine ätherische Rosmarinöl zu verdünnen, um Hautreizungen zu vermeiden. Dazu sollte Rosmarinöl immer mit einem Trägeröl (zum Beispiel Mandelöl) gemischt werden.

In kosmetischen Produkten findet man das Öl ebenfalls nur in stark verdünnter Dosierung.In Cremes und Pflegeprodukten für die Haut kann Rosmarinöl seine verjüngende Wirkung ganz entfalten. Es regt die Durchblutung an, regt zur Zellerneuerung an und vermindert die Hautalterung. Im Bereich der empfindlichen Gesichtshaut sind Produkte mit Rosmarinöl demnach eine echte Verjüngungskur. Außerdem mindert es unreine Haut, desinfiziert sie und reduziert Pickel. Besonders fettige Haut, die zu Unreinheiten neigt, profitiert sehr von einer Behandlung mit Rosmarinöl.

Angewendet am Körper bringen Produkte mit Rosmarinöl dieselben Effekte wie im Gesicht. Sie verjüngen die Haut, steigern ihre Durchblutung und Erneuerung und reduzieren und verhindern Cellulite. Gibt man ein paar Tropfen des wertvollen Öls in seine bevorzugte Bodylotion, das Duschgel oder die Tagespflege, so kann man die Vorteile des Rosmarin jeden Tag genießen.

Rosmarinöl für die Kopfhaut

Aber nicht nur in der Anwendung auf der Haut erzielt Rosmarinöl tolle Ergebnisse. Besonders für die Kopfhaut eignet sich das Öl in Verbindung mit Shampoo oder Trägeröl als heilende, regenerierende Kur.

Rosmarinöl erhöht die Durchblutung der Kopfhaut, desinfiziert und heilt juckende Stellen und hilft bein der Zellerneuerung. Rosmarinöl ist daher ein bewährtes Hausmittel gegen Schuppen.

Rizinusöl & Rosmarinöl für die Haare
Rizinusöl & Rosmarinöl für die Haare pflegt die Kopfhaut

Die Neubildung von Schuppen wird langfristig vorgebeugt, die empfindliche Haut wieder mit Feuchtigkeit versorgt und durch die gesteigerte Durchblutung wird gleichzeitig das Haarwachstum angeregt. Damit ist Rosmarinöl eines der wirksamsten Mittel gegen Schuppen und Haarausfall.

Um von der therapeutischen Wirkung des Öls zu profitieren, kann man es entweder mit Trägeröl als Kopfhautmassage anwenden oder einige Tropfen ins Shampoo geben für die tägliche Pflege mit Rosmarin.

Rosmarinöl für die Haare

Zur Pflege der Haare kann mit Rosmarinöl und Kokosöl eine Spülung selbstgemacht werden. Das duftende Kokosöl spendet viel Feuchtigkeit und enthält einen großen Anteil Laurinsäure. Angereichtert mit einem Tropfen Rosmarinöl lässt sich eine gute Pflege für die Haarwurzeln und Haare herstellen.

Verabreichungsformen von Rosmarinöl

Reines ätherisches Rosmarinöl ist in unterschiedlichen kleinen Mengen von 10 bis 100 Millilitern erhältlich und die Flaschen sind meist schon mit einem Tropfeinsatz versehen. Dieser ermöglicht eine genaue Dosierung nach den eigenen Bedürfnissen und verhindert weitestgehend eine Überdosierung des wirksamen Öls.

Je nach Anwendungsgebiet und Bedürfnissen sollte schon beim Kauf darauf geachtet werden, welchen Chemotyp das Öl hat. Da es bei Rosmarin unterschiedliche Herkunftsorte und Pflanzenarten gibt, variieren die Wirksamkeit und Inhaltsstoffe des daraus hergestellten Öls.

Um ein Öl zu erhalten, das frei von Schadstoffen wie Pestiziden und Pflanzenschutzmitteln ist, sollte ausschließlich zu Bio-Qualität gegriffen werden. Dies garantiert die volle, heilsame Wirkung des Öls. Außerdem müssen reine, ätherische Öle auf den Etiketten als solche deklariert werden, um eine Verwechslung mit Duftölen und Aromaölen für den Kunden auszuschließen.

Rosmarinöl wird aber auch in Kapseln für die orale Einnahme oder als Zäpfchen angeboten. Diese beiden Verabreichungsformen eignen sich für die wirksame Aufnahme und Entfaltung im Körper .

Lagerung und Haltbarkeit von Rosmarinöl

Wie auch die anderen gehaltvollen ätherischen Öle kann Rosmarinöl in kleinen Mengen in verdunkelten Glasflaschen erworben werden. Das verdunkelte Glas soll den Inhalt vor schädlicher Sonneneinstrahlung und Lichteinfall schützen, die das Öl verderben können. Bei der Lagerung sollte man trotz verdunkelter Flasche darauf achten, dass es keinem direkten Sonnenlicht ausgesetzt wird. Außerdem sollte die Flasche kühl gelagert werden, wobei die einwirkende Temperatur die Raumtemperatur möglichst nicht überschreiten sollte. Eine Lagerung im Kühlschrank ist nicht erforderlich.

Beachtet man diese Lagerungsempfehlungen, so hält sich das wertvolle Öl nach dem Öffnen der Flasche für mehrere Monate und kann aufgrund der geringen Abfüllmenge und bei regelmäßiger Anwendung problemlos innerhalb dieses Zeitraums aufgebraucht werden.

Häufige Fragen zu Rosmarinöl

Das aus der Heilpflanze gewonnene Öl erfreut sich einer großen Nachfrage. Daher gibt es einige Fragen, die immer wieder auftauchen. Hierbei geht es wie bei vielen ätherischen Ölen zumeist um Duft und Wirkung.

Aber auch Fragen zur richtigen Anwendung von Rosmarinöl und zur besten Qualität werden häufig gestellt.

Wie wirkt Rosmarinöl?

Rosmarinöl wird in der Aromatherpie genutzt. Dem ätherischen Öl wird ein belebender Effekt zugeschrieben. Daher kommt es in der Regel bei Erschöpfung und Anspannung zum Einsatz.

Neben der Verwendung im Diffuser kann das Öl auch mit einem Trägeröl gemischt werden und zur Pflege der Haut und Haare verwendet werden.

Speziell bei trockener, juckender Kopfhaut hat sich Rosmarinöl bewährt.

Mehr Informationen zur Wirkung von Rosmarinöl.

Welches Rosmarinöl für die Haare?

Zur Pflege der Haare sollte ein naturreines Rosmarinöl genutzt werden. Während die günstigen synthetischen Öle nur den Duft von Rosmarinöl haben, enthalten naturreine ätherische Öle eine Vielzahl von wichtigen Inhaltsstoffen.

Für die Pflege der Haare empfehlen wir ein Bio-Rosmarinöl. Ein solches Produkt ist erkennbar an der Bezeichung Rosmarinus officinalis und einem Bio-Siegel.

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  • Gewinnung durch schonende Wasserdampfdestillation aus dem blühenden Kraut

Wie lange ist Rosmarinöl haltbar?

Rosmarinöl kann problemlos mehrere Monate gelagert werden. Wichtig ist, dass die Flasche stets gut verschlossen und vor Sonne geschützt aufbewahrt wird.

Wie riecht Rosmarinöl?

Rosmarinöl verströmt einen sehr intensiven und frischen Geruch, der sehr aromatisch ist. Das Aroma des Rosmarinstrauchs ist deutlich wahrnehmbar.

Wie macht man Rosmarinöl selber?

Das ätherische Rosmarinöl wird durch Wasserdampfdestillation gewonnen. Für den Hausgebrauch lässt sich ein Kaltauszug selber herstellen. Dazu wird Rosmarin in kaltgepresstem Öl eingelegt.

Für das selbstgemachte Rosmarinöl sollten frische Rosmarinzweige verwendet werden, die in einer dunklen Glasflasche mit einem hochwertigen Speiseöl aufgegossen werden. Diese Mischung muss nun drei Wochen lagern und kann anschließend abgeseiht werden.

Dieses Mazerat eignet sich vorwiegend für den Einsatz als Würzöl.