Das Wichtigste in Kürze
  • Ätherisches Rosenöl wird durch Wasserdampfdestillation aus den Blütenblättern der Rose gewonnen.
  • Echtes Rosenöl ist sehr teuer. Daher findest Du im Handel viele Produkte, die künstlich hergestellt sind. Diese Produkte erkennst Du an der Bezeichnung „naturidentisches“ Rosenöl.
  • Bei der Produktion von Rosenöl entsteht Rosenwasser, das ebenfalls sehr blumig duftet. Es enthält jedoch nicht die hochwertigen Inhaltsstoffe.
  • Rosenöl ist gut verträglich und kann zur Pflege der Haut verwendet werden.
  • Durch den blumigen Duft ist das Öl als Stimmungsaufheller sehr beliebt und kommt bei der Aromatherapie zum Einsatz.
  • Das teure Öl sollte an einem kühlen Ort in einer dunklen Glasflasche gelagert werden.
  • Der Preis für das hochwertige ätherische Öl beginnt bei ca. 150 Euro pro 100 ml.
RosenölRosenöl gehört zu den ätherischen Ölen und ist eines der wertvollsten und teuersten Öle. Es duftet authentisch nach der weltweit beliebtesten Blume, wodurch es zu einer wichtigen und begehrten Basis für viele Parfüms geworden ist.

Aufgrund seiner wertvollen Inhaltsstoffe und seinem angenehmen Duft ist es nicht nur in der Kosmetik beliebt, sondern wird auch medizinisch eingesetzt und eignet sich zum Verzehr, wodurch es zur Besonderheit in vielen Getränken, Genussmitteln und Süßigkeiten geworden ist.

Was interessiert Dich?

Die Verwendung von Rosenöl geht zurück bis in die Antike. Bereits im historischen Griechenland und in der Römerzeit experimentierte man mit der Gewinnung des Öls aus den wunderschönen Blüten der „Königin aller Blumen“ ehe im 8. Jahrhundert das Destillationsverfahren entdeckt wurde. Auch in Europa wurde die Blume sowohl angebaut, als auch zur Rosenölproduktion verwendet. Im 17. Jahrhundert erschlossen sich dann neue Anbaugebiete, die bis nach Indien und Afrika reichten. Heute ist die Rose weltweit beliebt, nicht nur als Haus- und Gartenpflanze. Dabei gibt es unter den Rosengewächsen inzwischen knapp 250 verschiedene Arten, deren Zuchtformen ihre Farbe, Größe und Blütenfärbung bestimmen. Bei einigen gezüchteten Rosen fehlen sogar die charakteristischen Stacheln.
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Bei den Rosengewächsen unterscheidet man ausserdem zwischen Kulturrosen und Wildrosen. Die Rosen der Familie der Rosaceae, aus denen Öl gewonnen werden kann, besitzen die sogenannten Blütenkronblätter, den Rohstoff des späteren Öls. Unter der Vielfalt der Rosengewächse weltweit gibt es jedoch nur 2 Arten, die zur Gewinnung von Rosenöl verwendet werden: Die Rosa Centifolia und die Rosa Damascena. Bei ihrer Züchtung und dem Anbau benötigen sie reichlich Sonnenlicht und sehr viel Wasser.

Wichtige Anbaugebiete der Rosen liegen heute in der Türkei, in Indien, Marokko und Bulgarien, die die optimalen Wetter- und Umweltbedingungen zum Anbau der Gewächse bieten. Die Gewinnung des Öls ist so kostspielig wie arbeitsaufwändig, wodurch Rosenöl zu den teuersten Ölen auf dem Markt zählt.

Gewinnung und Herstellung von Rosenöl

Anders als bei der Gewinnung und Herstellung pflanzlicher Öle, wird das ätherische Rosenöl nicht durch Kaltpressung gewonnen, sondern durch das aufwändige und zeitintensive Destillation. Hierbei wird durch Wasserdampf Druck erzeugt, der das Öl aus einem zuvor angesetzten Rohstoff-Wasser-Gemisch herauslöst und verdampfen lässt.

Am besten geeignet für die Weiterarbeitung zu Rosenöl ist die Rosa Damascena. Sie und ihre Artgenossin, die Rosa Centifolia, zeichnen sich durch rosa- bis pinkfarbene Blüten aus und werden oft zusammen angepflanzt. Die aus Persien stammenden Rosengewächse gelten als ergiebigste ihrer Art. Zum Schutz der wertvollen Rosen wird in den Feldern zusätzlich die Rosa Alba, die „weiße Bauernrose“, gepflanzt. Diese ist besonders Kälte-resistent und robust.

Woher stammen die Rosenblüten, die zur Produktion genutzt werden?
Weltweit führend im Bereich der Rosenanbaugebiete zur Rosenölproduktion ist Bulgarien, das für sein aromatisches, blumiges Rosenöl bekannt ist. Aber auch in Indien, Marokko und in der Türkei werden die benötigten Rosen gezüchtet.

Rosenöl wird ausschließlich aus den Blütenblättern der beiden Kulturrosen Rosa Centifolia und Rosa Damascena gewonnen. Die Erntezeit ist äußerst kurz, denn sie dauert nur circa einen Monat. So können die Blüten nur von Mitte Mai bis Mitte Juni geerntet werden, was zusätzlich den Wert und den hohen Preis von Rosenöl beeinflusst. Die frisch geöffneten Blüten, die sich in den Morgenstunden öffnen, müssen so früh wie möglich von Hand geerntet werden, um den Gehalt an dem wertvollen ätherischen Öl sicherzustellen. In ihren Anbaugebieten in der Türkei, in Indien, Marokko und Bulgarien sind die Rosengewächse im Laufe des Tages hoher Sonneneinstrahlung ausgesetzt, durch die sich der Anteil des ätherischen Öls, das in den Blüten enthalten ist, bis zum Abend um 70 Prozent verringert hat.

Daher liegt die Erntezeit der kostbaren Blüten vor neun Uhr Morgens und erfordert eine rasche Weiterverarbeitung sowie eine große Menge an Blütenblättern. So ergibt eine Tonne der schönen Blüten nur 200 bis 300 Gramm Öl. Demnach benötigt man für einen Liter Rosenöl beachtliche 5 Tonnen Blüten. Ein Pflücker erntet im Schnitt etwa 50 Kilogramm Blüten am Tag. Direkt nach der Ernte werden die Rosenblüten von den Arbeitern in riesige Kessel befördert, in denen sie direkt weiterverarbeitet werden. In der vierfachen Menge von Mineralfreiem Wasser werden die Blüten dort eingeweicht, damit eine Mixtur entsteht, die man später destillieren kann. Behutsam erhitzt man anschließend die Kessel durch Wasserdampf und Druck. Nun entsteht Dampf aus der gereiften Mixtur, der nach oben steigt und bereits die Inhaltsstoffe der Blüten in sich trägt.

Den Dampf leitet man in eine Kühlanlage zur Kondensation. Gesammelt wird das Kondensat am Boden der Anlage, wo es sich als milchige Flüssigkeit absetzt. Bei der Gewinnung von Rosenöl mittels Destillation gibt es insgesamt bis zu 7 Destillationsvorgänge, bis die Wasser-Blüten-Mixtur ausgeschöpft ist. Das Ergebnis dieses ersten Vorgangs nennt man aufgrund seiner Reinheit und hohen Konzentration reiner Inhaltsstoffe „grünes Öl“, das Ergebnis des zweiten „gelbes Öl“. Der zweite Vorgang darf erst erfolgen, sobald die Anlage abgeschöpft und von dem ersten Kondensat gereinigt wurde. Nach der Kondensation wird das Produkt dann abgegossen und gefiltert, bis es schließlich in kleinen Mengen in Flaschen gefüllt wird.

Bei der Produktion von Rosenöl gibt es keine Reste und keine Abfallstoffe. Das Wasser, das zur Destillation verwendet wird, wird ebenfalls weiterverarbeitet und abgefüllt. Das sogenannte Rosenwasser ist zwar deutlich dünnflüssiger und weniger konzentriert und gehaltvoll wie das hochwertige Rosenöl, wird aber in der Kosmetikindustrie gerne als Basis für Naturkosmetik oder in reiner Form genutzt. Das Rosenwasser duftet stark nach Rosen und eignet sich daher perfekt als ergänzender Duftstoff für Kosmetika.

Was ist der Unterschied zwischen natürlichem und synthetischen Rosenöl?
Rosenöl ist wegen seines aufwendigen Herstellungsprozesses und der großen Menge an Rohstoffen eines der teuersten ätherischen Öle auf dem Markt. Daher entwickelte die Industrie zusätzlich diverse Methoden, um das Öl synthetisch herzustellen. Das synthetisch hergestellte Rosenöl besitzt kaum noch die natürlichen und wichtigen Inhaltsstoffe des Originals und ist daher auch wesentlich günstiger auf dem Markt, doch kann es durchaus seinen Zweck erfüllen, wenn man es nur als Geruchsstoff verwenden möchte und nicht unter kosmetischen oder gesundheitsfördernden Aspekten.

DIY-Tipp: Rosenöl selbst herstellen

Rosenöl lässt sich ganz leicht zuhause selbst herstellen. Je nachdem, ob man mit dem eigenen Öl an die Wirksamkeit des echten Öls heranreichen möchte, oder ob man einfach ein Pflegeöl mit einem ähnlichen blumigen Duft herstellen möchte, gibt es verschiedene Varianten der Herstellung in den eigenen vier Wänden.

Die erste Variante benötigt frische Rosenblätter (je mehr, umso intensiver der Duft), einen Liter Trägeröl ohne Duft oder mit wenig eigenen Duftstoffen (Sesamöl, Mandelöl, Arganöl) und ein Gefäß (Einmachglas, Flasche), in dem man das Ganze dann reifen lässt. Das Öl und die Rosenblätter werden in den Behälter gefüllt und ruhen für 4 bis 5 Wochen an einem warmen, dunklen Ort. Anschließend können die Rosenblätter entfernt werden und das Öl umgefüllt oder in andere Pflegeprodukte gemischt werden. Diese Variante des selbstgemachten Öls hat einen ähnlich intensiven Geruch wie das echte Rosenöl, besitzt jedoch keine seiner pflegenden, gesunden Inhaltsstoffe, da die Rosenblätter lediglich eingelegt und nicht extrahiert wurden.

Möchte man aber die Inhaltsstoffe aus den Blütenblättern extrahieren und einen ähnlichen Duft wie beim echten Rosenöl erzielen, so sollte man die zweite DIY-Variante ausprobieren. Hierbei wird Wärme angewendet, um ähnliche Ergebnisse wie beim Destillationsprozess zu erzielen. Auch hier sind die Zutaten denkbar einfach:

Benötigt wird wieder das geruchlose, natürliche Trägeröl (Sesamöl, Mandelöl, Arganöl), ein Gefäß (Einmachglas, Flasche) und diesmal 30 Gramm getrocknete Rosenblüten oder Rosenknospen. Diese sind online, im Reformhaus oder in der Apotheke erhältlich. Nun kann man entweder das Öl im Vorfeld schonend im Wasserbad erwärmen und anschließend über die Rosenblätter im Gefäß gießen, oder man erwärmt Öl und Blätter gemeinsam in dem Gefäß in einem Wasserbad. Nach 2 Stunden im erwärmten, nicht kochenden Wasserbad wird das selbstgemachte Öl durch ein Küchentuch gefiltert, um die Blütenblätter zu entfernen. Das auf diese Weise hergestellte Rosenöl weist ähnlich intensive Inhaltsstoffe und Aromen auf wie das echte Rosenöl, da diese durch Wärme aus den Blättern und Knospen extrahiert werden. Ausserdem ist die selbstgemachte Variante deutlich kostengünstiger und besonders für das häufige Verwenden als Massageöl oder Badezusatz interessant.

Nach der Herstellung sollte das selbstgemachte Rosenöl an einem dunklen, kalten Ort gelagert und stets fest verschlossen aufbewahrt werden. Hier empfiehlt sich die Lagerung im Kühlschrank. Richtig gelagert ist das Öl einige Monate haltbar und bewahrt seinen betörenden Rosenduft.

Inhaltsstoffe und Nährwerte

Rosenöl gehört zu den ätherischen Ölen und diese bestehen aus flüchtigen, leicht entzündlichen Gemischen aus Alkoholen, Terpenen, Ester oder Ketonen. Diese Alkohol-basierten Öle bestehen aus organischen Stoffen, die ineinander löslich sind. Dadurch verdunsten sie, anders als die fetthaltigen Öle, völlig rückstandslos und werden daher besonders von der Haut sehr gut aufgenommen ohne einen fettenden Film zu hinterlassen.

Um die pflegende und gesundheitsfördernde Wirkung von Rosenöl darzustellen, für die es seit Jahrhunderten bekannt ist und geschätzt wird, muss man sich die Inhaltsstoffe und deren Wirkung genauer ansehen. Rund 300 Inhaltsstoffe des Öls sind bereits nachgewiesen und erforscht, doch es gibt noch etwa 100 Inhaltsstoffe mehr, die in winziger Konzentration darin enthalten sind.

Die beiden wichtigsten und größten Inhaltsstoffe des Rosenöls sind Terpenalkohole, oder auch Terpenmoleküle namens Citronellol und Geraniol. Diese Alkohole sind absolut verträglich, ungiftig und nicht schädlich für den menschlichen Organismus. Da sie unter anderem eine fördernde Wirkung auf Mikroorganismen haben, sind sie medizinisch vielseitig einsetzbar und sehr wertvoll für die Hautpflege.

Woher kommt der typische Rosenduft vonRosenöl?
Geraniol kommt in den meisten ätherischen Ölen vor und ist farblos bis leicht gelblich. Dieser Alkohol ist der Geruchsträger und für den blumigen Duft des Rosenöls verantwortlich. In Verbindung mit Citronellol ergibt sich der typische Rosenduft.

Citronellol kommt auch in Geraniumöl vor, ist wasserlöslich und mischbar mit anderen Alkoholen. Es wird häufig als Duftstoff in Deodorants, Rasierwassern oder Waschmittel verwendet.

Weitere wichtige Bestandteile von naturreinem, ätherischem Rosenöl ist Farnesol, ein Terpenalkohol, der die Bildung von Bakterien hemmt und als Duft- und Desinketions-Wirkstoff in vielen Kosmetika eingesetzt wird. Nerol ist ein farblos enthaltener, einwertiger Alkohol, der zur Herstellung der Vitamine A und E benötigt wird und einen rosig-zitrusartigen Duft verströmt. In einem ätherischen, alkoholbasierten Öl darf natürlich auch die reinste Form des Alkohols nicht fehlen: das Ethanol. Dieses dient als Basis und Lösungsmittel vieler kosmetischer und medizinischer Produkte.

Desweiteren enthält Rosenöl noch die Alkohole und Terpene Linalool, Citral, Eugenol und Phenyläthylalkohol. Diese dienen als Geruchs- und Geschmacksstoffe, wirken antibakteriell und entzündungshemmend und sind typische ätherische Bestandteile vieler Blüten. Der Inhaltsstoff Carvon ist ein farbloses Öl, das nach Minze oder Kümmel riecht und zählt zu den Duftstoffen. Die enthaltenen Aldehyde sind Alkohole, denen Wasserstoff entzogen wurde und die als Aromastoffe in Lebensmitteln verwendet werden.

Ausserdem enthält Rosenöl noch die Säuren Apfelsäure und Bernsteinsäure. Apfelsäure ist eine natürliche Säure, die den Reifegrad eines Apfels bestimmt und in allen Zellen eines Stoffwechsels vorkommt. Bernsteinsäure ist eine kristalline Säure, die als Lebensmittelzusatz und natürlicher Geschmacksverstärker eingesetzt wird. Die im Rosenöl enthaltenen aliphatischen Kohlenwasserstoffen sind nicht aromatisch und bilden die chemische Basis der enthaltenen Alkohole und Terpene. Zusätzlich sind noch verschiedene Fette sowie Gerbstoffe im Rosenöl enthalten, von denen viele noch unentdeckt sind.

Die natürliche Mixtur aus diversen Alkoholen und feinen Spurenelementen und Fetten macht die besondere Wirkung von Rosenöl aus. Zu 80 Prozent besteht es nämlich aus den Alkoholen Citronellol, Linalool, Geraniol und Phenylethylalkohol und diese sind industriell reproduzierbar. Synthetisches Rosenöl reicht jedoch niemals an die natürliche Wirkung und das Aroma von natürlichem Öl heran, da ihm dazu die nötigen feinen Duftstoffe, Aromen und Nährstoffe fehlen. Die Grundmixtur allein, ob natürlich oder künstlich, hat schon eine pflegende, aromatische Wirkung auf Körper und Geist.

Wirkung von Rosenöl

Ätherisches Rosenöl ist ein beährtes Hausmittel und bringt auch auf kosmetischer Ebene sehr wirksame Ergebnisse mit sich. Die positive Wirkung auf Körper und Geist sind seit Jahrhunderten bekannt, wodurch das Öl beliebt ist und hoch geschätzt wird. Rosenöl wirkt antidepressiv, antibakteriell, krampflösend und schmerzstillend zugleich. Durch seine Vielseitigkeit und unterschiedlichen Wirkungsbereiche ist das Öl vor Allem für Frauen ansprechend, da es besonders bei deren gesundheitlichen Problemen und Themen auf vielerlei Weise Heilung und Linderung bringt.

Rosenöl kann innerlich und äußerlich angewendet werden und ist in seiner puren, natürlichen Form am wirksamsten. Die Bereiche der Wirksamkeit von Rosenöl lassen sich grob in die psychische Wirkung und in die körperliche Wirkung einteilen.

Wirkung von Rosenöl auf die Psyche

Rosenöl wirkt schon allein durch die Aromastoffe und den Duft positiv auf die Psyche ein. Durch den Duft nimmt das Öl einen harmonisierenden Einfluss, wird vom Geruchssinn an die Synapsen weitergeleitet und stimuliert diese. Das limbische System des Gehirns registriert dieses Wohlbefinden dann und reagiert mit dem Gefühl von Sicherheit. Dieses Geborgenheits-Gefühl ist die Folge vieler chemischer Reaktionen von Synapsen und Weiterleitungen über Nervenbahnen im Gehirn und ein klar nachweisbares Ergebnis, das dem Aroma des Rosenöls zuzuschreiben ist. Wurde der Duft dann erst über diese Rezeptoren aufgenommen und weitergeleitet, vermittelt das Öl der menschlichen Psyche das Gefühl von Harmonie, Ruhe und Entspannung. Diese positiven Eigenschaften helfen bei innerer Unruhe, Nervosität und depressiven Verstimmungen. Gerne wird das ätherische Rosenöl auch zur Vertreibung von Winterdepressionen angewendet, da sein blumiger, leichter, sommerlicher Duft die Psyche an wärmere, sonnigere Tage erinnert und dadurch die Stimmung aufhellt.

Die Parfümindustrie hat sich diese positiven, stimulierenden Eigenschaften schon lange zu Nutze gemacht und verwendet Rosenöl als Basis vieler leichter, sommerlicher Damendüfte.

Die Komposition und Zusammensetzung der vielen Inhaltsstoffe beruhigt einen unruhigen Geisteszustand und kann helfen, vom Alltagsstress Abstand zu nehmen und abzuschalten. Bei akuten oder anhaltenden Schlafstörungen ist Rosenöl eine sanfte, medikamentfreie Alternative zur Behandlung. Es beruhigt die Nerven, lässt den Geist zur Ruhe kommen und hilft mit seinen stimulierenden Wirkstoffen durch ein Gefühl der Ruhe beim Einschlafen. Der menschliche Geruchssinn ist ein mächtiges Wahrnehmungsinstrument, das allein durch die Aufnahme von Düften und Gerüchen aus der näheren Umgebung in der Lage ist, positiv oder negativ auf Stimmung und Gemütszustand einzuwirken. Genau an dieser Stelle ist Rosenöl in der Lage, die Stimmung positiv zu beeinflussen, zu heben und ein Gefühl der Gelassenheit zu vermitteln.

Im antiken Griechenland galt die Blüte der Rosengewächse bereits als Aphrodisiakum, die Rose war die Blume der Göttin Aphrodite. Durch seine zugleich anregende als auch entspannende Wirkung auf die Psyche, kann Rosenöl auch in diesem Bereich wirken und wird daher häufig als Massageöl angewendet.

Wirkung von Rosenöl auf den Körper

Sparsame und regelmäßige Verwendung von Rosenöl führen bereits zu vielen positiven Effekten auf den Körper und seine gesundheitliche Verfassung. Dabei kann das Öl sowohl eingenommen als auch äußerlich angewendet werden. Rosenöl ist damit eine beliebte Naturarznei zum Lindern von Verkrampfungen, zur Wundheilung und zur antiseptischen, entzündungshemmenden Anwendung.

Rosenöl bei Entzündungen

Rosenöl wird häufig zur natürlichen Behandlung von Entzündungen verwendet. Dazu zählt unter anderem die hoch ansteckende, schmerzhafte wie lästige Bindehautentzündung. Hier wirkt das Öl antiseptisch, behandelt akute Symptome und verhindert eine erneute Ansteckung. Rosenöl ist ein sanftes ätherisches Öl, das auch in der Umgebung von Schleimhäuten verwendet werden kann ohne zu reizen. Man findet das Öl auch in diversen Augentropfen, wo es als „nach homöopathischen Verfahren potenziertes ätherisches Rosenöl“ deklariert ist.

Bei Entzündungen der Bronchien kann Rosenöl hervorragend inhaliert werden. Durch seine ätherischen Inhaltsstoffe verdampft es zusammen mit dem Wasser, löst die verkrampften Bronchien und wirkt entzündungshemmend. Das verhindert eine weitere Verschleimung und bekämpft wirksam die Erreger.

Generell ist Rosenöl in purer Form eingenommen hilfreich bei jeglichen Entzündungen innerhalb es Körpers. Bei entzündeten Hautstellen kann Rosenöl pur aufgetragen werden und heilt von aussen, während es gleichzeitig desinfiziert und vor Erregern schützt.

Rosenöl bei Hauterkrankungen

Rosenöl pflegt betroffene Hautstellen, die gereizt, gerötet, entzündet oder verletzt sind, durch seine feuchtigkeitsspendenden Eigenschaften und Inhaltsstoffe. So werden Juckreiz und Trockenheit gelindert und die Haut kann sich regenerieren und ihren natürlichen Schutz wieder aufbauen. Besonders bei Menschen, die von Neurodermitis betroffen sind, sind die juckenden Hautstellen häufig wund und schmerzen. Rosenöl desinfiziert diese Stellen sanft und verhindert das Eindringen von Keimen, die zu einer Entzündung führen können. Die Haut wird geschützt, mit der nötigen Feuchtigkeit versorgt und Schuppenbildung wird langfristig gemindert. Zwar bekämpft Rosenöl nicht die diversen Ursachen von Neurodermitis, kann jedoch die lästigen äußeren Symptome wirksam heilen.

Auch bei einer Herpesinfektion kann Rosenöl eine schnelle, effektive Hilfe sein. Es wirkt antiviral auf die äußerlichen Erscheinungen, tötet die Herpesviren in den gebildeten Bläschen ab und verhindert eine weitere Ausbreitung der Symptome.

Rosenöl bei Hautproblemen

Rosenöl fördert durch seine Inhaltsstoffe die Durchblutung der Haut und sorgt dafür, dass sie Nährstoffe besser transportieren kann, um betroffene Hautstellen zu heilen. Dazu zählen Schwangerschaftsstreifen, die durch eine schnelle Gewichtszunahme während der Schwangerschaft bedingt sind, Narben und Falten. Durch die lokale Anwendung kann Rosenöl die Zellteilung anregen und beschleunigen und die problematischen Stellen werden besser durchblutet und mit Nährstoffen versorgt. Das führt dann zu einer Verbesserung des Hautbildes, zu einer Aufpolsterung und Erneuerung der Haut. Schwangerschaftsstreifen, Narben und Falten werden deutlich gemindert und leichte Erscheinungen verschwinden ganz von der Hautoberfläche.

Kein anderes Öl pflegt die Haut in dieser Tiefe und erreicht die tieferen Hautschichten so mühelos wegen seiner alkoholbasierten Konsistenz.

Rosenöl bei Kopfschmerzen

Häufig sind Kopfschmerzen stressbedingt und treten im Alltag bei hoher Belastung auf. Nicht selten leiden Betroffene auch unter Migräne-Attacken, der Steigerungsform von Spannungs-Kopfschmerzen. Durch seine schmerzlindernde, sowie entspannende und beruhigende Wirkung kann Rosenöl Kopfschmerzen wie Migräne abmildern, lindern oder sogar vorbeugen. Es beruhigt den Körper zum Einen durch den angenehmen Duft, der über den Geruchssinn aufgenommen und im Gehirn verarbeitet wird und zum Anderen kann es, oral eingenommen, seine schmerzstillenden Aufgaben im Körper wahrnehmen. Rosenöl sorgt dafür, dass Reize wie Schmerz über die Signalweiterleitung der Nerven nicht mehr in großer Intensität weitergegeben werden, was als Folge die Kopfschmerzen oder herannahende Migräne-Attacke deutlich abmildert.

Rosenöl bei Verspannungen

Viele Massageöle enthalten einen Anteil an Rosenöl, da dieses für seine entspannende Wirkung bekannt ist. Es kann aber nicht nur Verspannungen lösen, sondern auch bei Muskelkrämpfen helfen. Die sind häufig die Folge von hoher körperlicher Belastung, wobei Milchsäure vom Körper ausgeschüttet wird, die sich innerhalb der feinen Muskelfasern ansammelt. Das führt zu Reibung und zu Muskelschmerzen und dem sogenannten Muskelkater. Rosenöl verhindert innerlich wie äußerlich angewendet die Signalweiterleitung von Schmerz in den Nerven, löst die Krämpfe und Verspannungen sanft auf und kann sogar dafür sorgen, dass die eingelagerte Milchsäure vom Körper besser aus den Muskelfasern abtransportiert werden kann. So verkürzen sich die Beschwerden deutlich und die Durchblutung wird gefördert. Diese positiven Auswirkungen sind vor Allem für Sportler von Vorteil, da Krämpfen und Verspannungen langfristig vorgebeut und die Schmerzdauer, die sie verursachen, verkürzt wird.

Rosenöl bei Verdauungsproblemen

Auch im Bereich der Verdauung kommen die durchblutungsfördernden Eigenschaften von Rosenöl gut zum Einsatz. Bei oraler Einnahme des Öls wird die Magenschleimhaut dazu angeregt, mehr Magensaft zu produzieren und abzugeben. Dies führt dazu, dass Nahrung schneller verarbeitet wird und die Nährstoffe dadurch auch schneller verwertet werden können. Rosenöl löst außerdem die verkrampfte Darmmuskulatur und hilft so dem Darm, die Nahrungsreste schneller zum Ausgang zu befördern. Verstopfung ist häufig die Folge von zu fester Muskulatur rund um den Darm und einem trägen Darm, der die verwertete Nahrung zu langsam weiter befördert. Regelmäßig eingenommen wird Rosenöl zu einer stabilen, funktionierenden Verdauung führen, schmerzhafte Krämpfe verhindern und die natürliche Verwertung der Nahrung im Körper fördern.

Rosenöl bei Unterleibsbeschwerden

Unterleibsbeschwerden, Krämpfe und Geburtsschmerzen sind während der Geburt und der Menstruation äußerst schmerzhafte Begleiterscheinungen. Rosenöl löst Krämpfe durch seine krampflösende Wirkung, entspannt den schmerzenden Unterleib und fördert die Durchblutung der Muskulatur. Diese wird gelockert und kann die starken Schmerzen besser abbauen. Ausserdem wirkt sich der Duft von Rosenöl positiv auf die Psyche aus, entspannt diese zusätzlich und wandelt Stress und Verstimmungen in ein Gefühl der Ruhe um.

Auch bei Entzündungen im Intimbereich kann Rosenöl durch seine entzündungshemmende, schmerzstillende Wirkung helfen, ersetzt aber nicht den Kontrollbesuch beim Facharzt.

Rosenöl zur Körperpflege

Im Bereich der Haut- und Haarpflege wirkt Rosenöl wie ein wahrer Jungbrunnen. Durch seine ätherische, leichte Konsistenz ist es in der Lage, auch in tiefere Hautschichten einzudringen und noch intensiver zu pflegen und zu regenerieren als fetthaltige Pflegeöle auf reiner Ölbasis. Mithilfe seiner durchblutungsfördernden Eigenschaften verleiht Rosenöl der Haut neue Jugendlichkeit und regt zugleich die Zellerneuerung an. Fältchen verschwinden und die Haut erstrahlt durch die Feuchtigkeitspflege. Rosenöl funktioniert dabei für jeden Hauttypen.

Rosenöl repariert kleine Risse und Unebenheiten in der Struktur der Haare und gibt ihnen den gesunden Glanz und die Flexibilität zurück, die sie gesund aussehen lassen. Die Durchblutung der Kopfhaut wird durch Rosenöl angeregt, was das Haarwachstum und gesundes Haar vom Ansatz an fördert. Die Haare wachsen schneller und gesünder nach und die Kopfhaut wird optimal mit Nährstoffen und Feuchtigkeit versorgt.

Nebenwirkungen von Rosenöl

Auch bei der äußeren Anwendung von Rosenöl auf der Haut sollte man sicherstellen, dass die Haut es gut verträgt. Dazu gibt man zunächst eine geringe Menge des Öls auf eine sensible Stelle wie die Armbeuge und lässt es einige Zeit einziehen und wirken, um festzustellen, ob es zu einer allergischen Reaktion kommt.

Rosenöl kann in seltenen Fällen zu Irritationen der Haut führen, was sich durch Ausschlag und Rötungen zeigt. Bei Produkten, die aus rein pflanzlichen Inhaltsstoffen bestehen, kann es bei Allergikern hin und wieder zu allergischen Reaktionen der Haut kommen. Rosenöl selbst enthält allerdings keine Allergene.

Da die Wirkung von Rosenöl medizinisch noch nicht ausreichend erforscht ist, sollte man zudem von einer inneren und äußeren Anwendung des Öls während der Schwangerschaft absehen.

Anwendungsgebiete von Rosenöl

Die Anwendungsgebiete von Rosenöl sind vielfältig. Das Öl ist für alle Hauttypen hervorragend geeignet. Ganz gleich, ob trockene Haut, fettende, ausgeglichene oder Mischhaut, Rosenöl hat für jeden Hauttypen seine Vorteile. Trotz seiner ätherischen Inhalte reizt es die Haut nicht und ist gut verträglich in purer Form. Aber auch zur Pflege der Haare und der Kopfhhaut kann das Öl genutzt werden.

Anwendung auf der Haut und im Gesicht

Besonders im Bereich Anti-Aging und Vorbeugen von Falten kann das Öl helfen. Pur auf die Haut aufgetragen zieht es aufgrund seiner ätherischen Konsistenz schnell in die Haut ein und erreicht mit seinen Wirkstoffen auch tiefere Hautschichten. Die Durchblutung der Haut wird gefördert und die enthaltenen ungesättigten Fettsäuren sorgen für Feuchtigkeit und erneuern die Spannkraft. Aber auch die Zellerneuerung wird maßgeblich durch Rosenöl angeregt. So kann die Haut sich erholen, regenerien und sieht nicht nur optisch jünger, frischer und gesünder aus.

In vielen kosmetischen Pflegeprodukten ist daher ein Anteil an Rosenöl enthalten. Meistens enthalten die Naturkosmetika neben Rosenöl noch viele weitere Pflegeöle wie Jojobaöl, Mandelöl, Arganöl oder Olivenöl, die in der Kombination viel Wirksamkeit mit sich bringen. Unter anderem in Gesichtscremes findet man das wertvolle Wunderöl, aber auch in vielen Reinigungsprodukten.

Bei den Reinigungsprodukten kommt vor Allem die entzündungshemmende, antibakterielle Wirkung des Öls zum Einsatz. Es reinigt die Haut porentief und verhindert Entzündungen, die zu Pickelbildung führen. Und ganz nebenbei mildert es Hautrötungen und Irritationen. Ausserdem werden kleine Aknenarben deutlich gemildert, da die Haut durch Rosenöl in der Lage ist, sich zu erneuern.

Rosenöl mit Wasser zusammen verwendet ergibt ein hervorragendes, klärendes Gesichtswasser. Bei akuten Pickeln und Unreinheiten kann man das Öl auch pur mit einem Wattestäbchen auf die betroffenen Stellen tupfen, um sie zu desinfizieren. Häufig wird Rosenöl daher als Alternative zu Teebaumöl genutzt, das einen deutlich „medizinischeren“ geruch verströmt.

Rosenöl gehört wegen der aufwändigen Produktion zwar zu den teuersten Ölen auf dem Markt, entfaltet seine Wirkung aber schon bei sparsamer Dosierung und Anwendung. Um möglichst viel Nutzen aus dem Öl zu ziehen, kann man es tröpfchenweise in die gewohnte Hautpflege-Creme mischen. Dort entfaltet es seinen wunderbaren Duft und kann täglich als Tagespflege angewendet werden, wo es seine verjüngende Wirkung beweisen kann.

Alternativ bietet Rosenwasser, das Nebenprodukt der Rosenöl-Produktion, auch eine Menge Vorteile, die das Öl aufweist und ist deutlich kostengünstiger. Kosmetische Produkte mit einem hohen Anteil an Rosenwasser gibt es vorwiegend im Bereich Gesichtswasser und -Reinigung. Pur angewendet bringt es aber die meisten gesundheitlichen, pflegenden Vorteile für die Haut.

Als Badezusatz von wenigen Tropfen pflegt Rosenöl die Haut streichelzart und kann in die vom warmen Wasser geöffneten Poren der Haut besser eindringen und die tieferen Hautschichten erreichen. Zudem entspannt der Duft und baut Stress ab. Das führt nach dem Bad mit Rosenöl zu einem tiefen, erholsamen Schlaf.

Angewendet als mit anderen Pflegeölen angemischtes Massageöl, löst Rosenöl Verspannungen und Muskelkrämpfe und hilft mit seinem blumigen Duft beim Stressabbau und Entspannen. Hier kann man sich für fertige Mischungen entscheiden, oder aber das Rosenöl mit seinem bevorzugten Pflegeöl anmischen. Auch eine sparsamere Verwendung als Wickel, Umschläge und Kompressen auf die verkrampften, schmerzenden Körperpartien bringt schnelle Linderung der Symptome und pflegt die Haut nachhaltig.

Anwendung im Haar

Gesundes Haar beginnt schon an der Kopfhaut. Ist diese von Umwelteinflüssen und aggressiven Pflegeprodukten zu trocken, gereizt und neigt zu Schuppenbildung, so wirkt sich das auch auf das Haar aus. Es trocknet aus, wird brüchig und neigt zu Spliss, da es nicht ausreichend mit den natürlichen Fetten aus der Kopfhaut versorgt wird.

Gibt man Rosenöl pur oder als verdünnte Kopfhaut-Pflege auf die Kopfhaut, so wird diese durch die nährenden Inhaltsstoffe des Öls mit Feuchtigkeit versorgt, Reizungen werden gemildert und Schuppenbildung wird langfristig verhindert. Ausserdem fördert das Auftragen des Öls die Durchblutung der Kopfhaut, sodass gleichzeitig das Haarwachstum schon an den Wurzeln angeregt wird und die Kopfhaut ihre natürlichen Fette zur Versorgung der Haare bilden kann.

Rosenöl im Shampoo, in der Spülung oder pur im Haar angewendet, füllt kleine Risse in der Haarstruktur auf und versorgt das Haar mit ausreichend Feuchtigkeit, sodass es gesund und glänzend aussieht. Haarbruch wird langfristig vorgebeugt und das Haar wird flexibler und widerstandsfähiger. Ein weiterer Vorteil des ätherischen Rosenöls ist, dass es aufgrund seiner Konsistenz rückstandslos ins Haar einzieht, keine fettende Schicht hinterlässt und dazu noch wunderbar duftet. Der blumige Duft und die pflegenden Aromen halten sich sehr lange im Haar und dienen als Parfum-Ersatz und kleiner Stressabbau-Helfer im Alltag.

Verabreichungsformen von Rosenöl

Rosenöl ist eins der teuersten ätherischen Öle auf dem Markt und kann mit einer Menge von 100 Millilitern bis zu 3000 Euro kosten. Wie bei allen anderen inhaltlich wertvollen pflanzlichen Ölen empfiehlt sich auch beim Rosenöl die pure Darreichungsform. Erhältlich ist das reine Öl in winzigen Mengen um die 10 Milliliter. Doch da das Rosenöl sehr ergiebig ist und seine Wirkung schon bei sparsamer Verwendung entfaltet, reicht diese geringe Menge eine Weile.

Beim Kauf sollte man unbedingt auf Bio-Qualität achten und darauf, ob das Öl mit einem Echtheits-Zertifikat des Herstellers versehen ist. Das kann helfen, sich in der großen Vielfalt der angebotenen Produkte zurecht zu finden und zu vermeiden, ein minderwertiges Produkt zu kaufen. Denn für die Wirksamkeit des Öls sind die Reinheit und die hohe Qualität sehr entscheidend.

Zugesetzt wird Rosenöl auch in kleinen Mengen vielen Körperpflegeprodukten wie Shampoos, Seifen, Schaumbädern, Lotionen und Massage-Ölen, oft auch in Kombination mit anderen Pflegeölen. Besonders beliebt ist das Rosenöl seit Jahrzehnten als Kopfnote vieler Parfüms, da es ihnen einen angenehmen, unaufdringlichen und blumigen Duft verleiht und die anderen Duftnoten besser zur Geltung bringt.

Eine weitere Verabreichungsform sind Rosenöl-Zäpfchen. Diese werden bei gynäkologischen Erkrankungen wie Pilzen und Infekten im Vaginalbereich angewendet und sind auch während der Wechseljahre hilfreich.

Das wertvolle Rosenöl sowohl in purer Form in Bio-Qualität, als auch in diversen Pflegeprodukten ist in vielen Reformhäusern und Apotheken, aber auch in der Drogerie und online, erhältlich

Lagerung und Haltbarkeit

Um die Haltbarkeit des wertvollen Rosenöls zu verlängern und seine Wirksamkeit bis zum letzten Tropfen zu gewährleisten, gelten bei diesem Öl die gleichen Lagerungsbedingungen, wie bei allen anderen pflanzlich hergestellten Ölen.

Es sollte vor Lichteinfall, insbesondere vor Sonneneinstrahlung geschützt werden, da diese die Inhaltsstoffe des Öls zerstört und es schnell ranzig werden lässt. Daher kommt das Öl meist schon in einer abgedunkelten Flasche, die den Inhalt vor Licht schützt.

Zudem sollte darauf geachtet werden, dass der Schraubverschluss der Flasche stets gut verschlossen ist, damit das Rosenöl so wenig wie möglich in Kontakt mit Luft, insbesondere Sauerstoff kommt. Denn auch dieser greift die Inhaltsstoffe an und lässt sie verderben.

Wird das Öl zusätzlich noch kühl gelagert und kommt nicht mit Wärme in Kontakt, so bleibt die Wirksamkeit bis zum Aufbrauchen des Öls erhalten und der Nutzen des kostspieligen Rohstoffs ist bis zum Ende hoch.

Da das Öl nur in geringen Mengen um die 10 Milliliter auf dem Markt erhältlich ist, ist es innerhalb seiner sechsmonatigen Haltbarkeit problemlos aufzubrauchen. Dieselbe Länge der Haltbarkeit gilt für das selbst hergestellte Rosenöl.