Arganöl hat seit einigen Jahren einen Platz unter den beliebtesten Pflegeölen. Lange Zeit war es lediglich ein kulinarischer Geheimtipp, doch mittlerweile hat sich herumgesprochen, dass man mit dem reichhaltigen Arganöl die Haut und die Haare hervorragend pflegen kann.

Arganöl für die Haut

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Vorteile von Arganöl

Arganöl ist nicht komedogen (Wert 0) und daher für alle Hauttypen geeignet. Es ist reich an ungesättigten Fettsäuren und enthält viel Vitamin  E. Daher spendet das Öl viel Feuchtigkeit und unterstützt die Haut bei der Regeneration.

Während konventionelle Pflegeprodukte häufig Zusatzstoffe enthalten, ist hochwertiges, kaltgepresstes Arganöl frei von Zusatzstoffen. Daher kann man Arganöl bedenkenlos pur auftragen.

Allerdings hat das „Gold Marokkos“ mitunter einen eigentümlichen Geruch. Aus diesem Grund wird das Öl der Argannuss häufig mit anderen kaltgepressten oder ätherischen Ölen gemischt.

Reichhaltige Pflege für die Haut

Für die Hautpflege können viele unterschiedliche kaltgepresste Öle zum Einsatz kommen. Aufgrund der Zusammensetzung der Inhaltsstoffe bietet sich das goldene Öl zumindest als Grundlage für eine regelmäßig Pflege der Haut an.

Doch welche Inhaltstoffe machen das Arganöl so besonders für unsere Haut?

  • Den Ölsäuren ähnlich und doch etwas unterschiedlich sind sonstige einfach ungesätttigte Fettsäuren. Auch sie sorgen für ein feineres, klares Hautbild. Arganöl enthält davon 46 Gramm auf 100 Milliliter.
  • Mehrfach ungesättigte Fettsäuren helfen der Haut, fettlösliche Vitamine besser aufzunehmen. Stolze 35 Gramm sind davon in 100 Milliliter enthalten.
  • Den gesättigten Fettsäuren widmen Studien wenig Aufmerksamkeit. Dennoch sind sie unverzichtbar für die Balance bei der Zufuhr von Nährstoffen in die oberen, mittleren und tieferen Hautschichten. Arganöl enthält davon 19 Gramm auf 100 Milliliter.
  • Vitamin E (Tocopherol) ist in Arganöl in besonders hoher Menge enthalten. Sie sind für eine gute Wundheilung der Haut sowie ein straffes und elastisches Hautbild verantwortlich. Auf 100 Gramm Arganöl kommen 74 Milligramm Tocopherole.
  • Nicht zu unterschätzen ist die Wirkung von Provitamin A und E im Arganöl. Diese Form von Carotinen wirkt zellschützend. Für die Haut bedeutet es Unterstützung bei der Mikrozirkulation. In 100 Gramm Arganöl sind davon 63 Milligramm enthalten.
  • Ölsäuren sind besser als einfach ungesättigte Fettsäuren bekannt. Auf die Haut haben sie eine reinigende Wirkung. Deshalb werden sie auch in Seifen eingearbeitet. Arganöl enthält davon 48 Milligramm auf 100 Milliliter.
  • Eine wertvolle Ölform ist die Linolsäure. Sie ist eine von vielen Omega-6-Fettsäuren. In der Epidermis der Haut bildet sie eine Barriere. Sie schützt vor Einflüssen aus UV-Licht, gegen Hautreizungen durch Umwelteinflüsse und kann sogar bei unreiner Haut für weniger Pickel oder Mitesser sorgen. 32 Milligramm davon enthalten 100 Milliliter Arganöl.

Wirkung von Arganöl auf die Haut

Das kaltgepresste Öl nutzen die Einwohner Marokkos bereits seit Jahrhunderten und schätzen die vielfältigen Wirkungen auf die Haut. Die innerliche Anwendung erfolgt dort über die Verwendung in der Küche. Doch die Haut des Menschen nimmt Mikronährstoffe auch von außen gut auf.

Dabei entfaltet das Öl beim ersten Auftragen einen Schutz gegen Umweltgifte in der Luft, gegen Reizungen durch UV-Strahlung und gegen ein Austrocknen. Angenehm an der Verwendung ist, dass sich kein lästiger Fettfilm bildet. Das Arganöl dringt in die Haut ein wodurch die enthaltenen Mikronährstoffe jede Hautzelle intensiv nähren. Dies wiederum fördert die Regeneration selbst von reifer Haut mit bereits langfristig bestehenden Problemen.

Wogegen hilft Arganöl?

In der marokkanischen Heimat des Arganbaumes dient Arganöl seit Ewigkeiten als Hausmittel bei Hautproblemen. Das Öl kann grundsätzlich bei allen Hauttypen verwendet werden, da es die Poren nicht verstopft und. (Arganöl ist nicht komedogen, das heisst die Bildung von Mitessern und Pickeln wird nicht begünstigt.) Es bietet sich daher auch als Reinigungsöl und zum Abschminken an.

Vorsicht ist jedoch bei der Behandlung von Hautkrankheiten wie Akne und Neurodermitis geboten. Auch wenn es durchaus positive Erfahrungsberichte gibt: Ohne vorherige Konsultation eines Hautarztes sollte man Arganöl nicht bei Akne verwenden.

Bei trockener Haut

Besonders trockene und gereizte Haut profitiert von den Inhaltsstoffen, denn Arganöl zieht gut in die Haut ein. In den oberen Hautschichten nährt es die Haut. Das Öl bildet für mehrere Stunden einen Schutzfilm und das Austrocknen wird verhindert. Somit wird das Hautbild bei trockener Haut nachhaltig verbessert.

Bei unreiner Haut

Einige Inhaltsstoffe von Arganöl klären das Hautbild. Pickel und Mitesser werden wirkunsgvoll bekämpft. Nach einer Weile der regelmäßigen Anwendung (pur oder gemischt) bleiben die Hautporen kleiner. Schmutz, Talg und andere Ursachen für unreine Haut können sich schlechter ablagern.

Bei gereizter und juckender Haut

Juckt die Haut und reagiert empfindlich auf kleinste Reize von außen? Wahrscheinlich gelangen nun zu viele Fremdstoffe hinein. Das unangenehme Empfinden kann auch auf einen Mangel an Nährstoffen hinweisen. Arganöl liefert diese in feiner Dosierung. Bereits nach wenigen Anwendungen beruhigt sich die Haut und ist nachhaltig vor neuen Reizungen geschützt.

Bei Sonnenbrand

Ein Sonnenbrand stellt eine ernsthafte Hautverletzung dar. Auf natürliche Weise entfaltet jetzt Arganöl seine entzündungshemmende Wirkung. Gleichzeitig unterstützt der natürliche Wirkstoff die Wundheilung. Vor allem die oberen und mittleren Hautschichten können sich mit dieser Hilfe schneller und schmerzfrei regenerieren.

Aber auch andere Öle helfen bei Sonnenbrand. So ist unter anderem eine Mischung mit Jojobaöl denkbar, das ebenfalls viel Feuchtigkeit spendet. Kokosöl kühlt und beruhigt die gereizte Haut und ist ebenfalls ein guter Partner von Arganöl.

Wichtig in diesem Zusammenhang: Kaltgepresste Öle können keine Sonnencreme ersetzen. (Hier findest Du mehr Informationen zum Thema Öl als Sonnenschutz.)

Hautpflege mit Arganöl

Die Anwendung von purem Öl auf der Haut ist vielen Menschen unangenehm, denn nicht jedes Öl zieht schnell und rückstandslos ein. Arganöl zieht vergleichsweise rasch ein und hinterlässt kaum Rückstände. Dafür riecht es mitunter etwas streng.

Das Öl lässt sich aber problemlos mit anderen Ölen mischen, sodass es mehrere Anwendungsmöglichkeiten gibt.

Pure Anwendung

Das pure Arganöl setzen die Marokkaner traditionell gegen sehr viele Hautprobleme ein. Es wird hauchdünn auf das komplette Gesicht aufgetragen. Hilfreich ist die pure Anwendung auch gegen fettige oder Mischhaut.

Denn statt nachzufetten, unterstützt es die Eigenregulation der Haut hinsichtlich der Talgproduktion.

Auch gegen Schwangerschafts- und Dehnungsstreifen wird es am besten pur aufgetragen. Bei einer Anwendungsdauer über einige Wochen sollen die Streifen deutlich gemindert werden. Denn die Haut kann mit der öligen Unterstützung viel schneller wieder die Zellen instandsetzen.

Zum Auftragen einfach einige Tropfen des Öls in die Handflächen geben und anschließend auftragen.

Welches Arganöl für die Haut?
Arganöl gibt es in unterschiedlichen Qualitätsstufen und Preisklassen. Die höchste Qualitätsstufe hat das kaltgepresste Öl in Bio-Qualität. Kaltgepresste Öle werden schonender hergestellt, wodurch viel mehr Inhaltsstoffe enthalten bleiben.

Eine weitere Besonderheit bei Arganöl: Es gibt geröstetes und ungeröstetes Arganöl.

Wenn die Argansamen zunächst leicht angeröstet werden, bevor sie gepresst werden, handelt es sich um geröstetes Arganöl. Durch den Röstvorgang kann man etwas mehr Öl gewinnen, allerdings gehen auch einige Inhaltsstoffe verloren.

Doch welches Produkt sollte man für die Hautpflege nutzen?
Geröstetes Arganöl schmeckt leicht nussig und kann in der Küche überzeugen. Für deine Haut solltest Du lieber ungeröstetes Arganöl verwenden.

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Mischprodukte mit Arganöl

Die gleiche, nährende Wirkung auf die Haut hat ein Shampoo mit Arganöl auf die Haare. Es liefert den Haarfolikeln Nährstoffe, die vorher fehlten. So wird jede Haarwurzel wieder zum besseren Wachstum angeregt. Gleichzeitig beruhigt sich die gereizte, schuppige oder trockene Kopfhaut.

Für die Kopfhaut kann aber auch eine Massage mit Arganöl vor der Haarwäsche sinnvoll sein. Für diesen Zweck kann Arganöl auch mit beruhigenden ätherischen Ölen gemischt werden.

In einer Creme mit Arganöl sind für die Haut wichtige Vitamine und Provitamine enthalten. Je höher der Ölanteil, desto vitalisierender wirken solche Produkte. Allergiker greifen wegen der sehr guten Verträglichkeit gern auf Mischprodukte mit Arganöl zurück.

Zur Körperreinigung verwenden die Marokkaner seit langem eine Seife mit Arganöl. Bei Hautproblemen kann eine Arganöl-Seife eine angenehme Alternative zu konventionellen Seifenprodukten sein. (Seife auf Ölbasis kennt man übrigens schon lange. Die sogenannte Alepposeife seit dem 8. Jahrhundert vor Christus aus Olivenöl und Lorbeeröl hergestellt.)

Arganöl zur Hautmassage

Massagen regen die Hautzirkulation an. Sie lösen Muskelverspannungen und tragen zur Entspannung bei. Arganöl aus Marokko lässt sich pur gut für eine Massage der Füße, des Nackens oder sogar am ganzen Körper anwenden. Der angenehme Nebeneffekt dieser Anwendung ist eine besonders intensive Hautwirkung. Die massierten Bereiche sind besser durchblutet.

Arganöl dringt dadurch schnell und besonders tief in die Haut ein. In Massagesalons gehört das Produkt daher zu den festen Angeboten zur Körper-, Gesichts- oder Fußmassage.

Peeling mit Arganöl

Ein Peelingmittel mit Arganöl lässt sich leicht selbst herstellen. Dafür sind die meisten Zutaten ohnehin in jedem Haushalt verfügbar.

So gelingt der hautreinigende Effekt ohne chemische Zusätze:

  • Drei Teelöffel Frischmilch
  • Zweil Teelöffel Zucker
  • Ein Teelöffel Arganöl
  • Ein Eiweiß

Im Mixer wird aus den Zutaten eine Paste püriert. Jetzt wird die Textur großzügig auf Gesicht und Hals verteilt. Nach etwa zehn Minuten Einwirkzeit kann alles wieder mit lauwarmem Wasser abgewaschen werden. Der Peelingeffekt und die nachhaltige Pflegewirkung sind noch intensiver, wenn anschließend reines Arganöl auf die frisch gepflegten Hautbereiche aufgetragen wird.

Erfahrungen mit Arganöl für die Haut

Produkte mit Arganöl beziehungsweise das pure Arganöl sind stark nachgefragt, denn die Anwendung ist frei von Nebenwirkungen. Im Zusammenhang mit Hautproblemen gibt es eine Vielzahl von positiven Schilderungen zur Nutzung von Arganöl. Beispielsweise sollen sich die schmerzhaften Symptome bei Neurodermitis lindern lassen. Diese Wirkung wird unter anderem der enthaltenen Linolsäure zugeschrieben.

Betroffene von Sonnenbrand berichten ebenfalls über das rasche Abklingen der Rötungen. Gleichzeitig ist hier zu erfahren, dass das unvermeidliche Abschuppen der verbrannten Haut deutlich weniger heftig abläuft und bei leichtem Sonnenbrand sogar ganz ausbleibt.

Arganöl ist ein bewährtes Pflegeöl, das die Haut unterstützt und vielfältig angewendet werden kann. Arganöl ist jedoch kein Wundermittel und sollte insbesondere bei chronischen Hauerkrankungen nicht ohne Rücksprache mit einem Dermatologen verwendet werden.

Bestes Arganöl für die Haut

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