Die Frucht des in Marokko angebauten Arganbaum spendet den neuen Heilbringer in der Beauty-Welt: das Arganöl. Arganöl war lange Zeit ein kulinarischer Geheimtipp und hat sich erst in den letzten Jahren einen festen Platz bei den Pflegeölen erkämpft.

Arganöl für die Haare
Arganöl für die Haare – Natürliche Pflege und nachhaltiger Schutz

Das Öl ist inzwischen relativ leicht erhältlich und kann durch einen hohen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren punkten, wodurch es für Haare und Kopfhaut gleichermaßen eine reichhaltige Pflege darstellt.

Die Vorteile von Arganöl

Arganöl ist sehr reich an Vitamin E, enthält wertvolle gesättigte Fettsäuren, Polyphenol und Ferulsäuren. Diese Inhaltsstoffe machen Arganöl zu einem echten Allround-Wunder für die Haare, die Kopfhaut und auch die Haarwurzeln. Das Öl legt sich wie Schutzfilm um die Haare und kann tief eindringen.

Im Gegensatz zu konventionellen Pflegeprodukten enthält das Öl von Natur aus keine Zusätze, die das Haar austrocknen. Ganz im Gegenteilt: Arganöl spendet Feuchtigkeit, repariert die Haarspitzen und die Kopfhaut wird durch eine Arganöl-Massage stimuliert.

Bei welchen Haar-Problemen hilft Arganöl?

Das Öl hilft dem Haar grundsätzlich bei der Selbstheilung und verhindert weitere Schäden. Allerdings ist Arganöl kein Wundermittel – es fördert nicht das Haarwachstum und kann abgebrochene Haare auch nicht reparieren.

Strapazierte Haare können mithilfe des Öls jedoch sehr gut und nachhaltig gepflegt werden. Doch das sollte immer mit einer verbesserten Behandlung der Haare einhergehen. Häufiges Färben und die Behandlung mit dem Glätteisen sind für die Haare sehr anstrengend und sollten auf ein Mindestmaß beschränkt werden.

Bei trockenem und sprödem Haar

Wird das Haar durch Coloration, Dauerwelle oder Hitzestyling strapaziert, wird es schnell trocken und spröde. Die Spitzen leiden zuerst und reagieren mit Spliss. (Gespaltenen Haarspitzen.)

Ein paar Tropfen Arganöl können hier wahre Wunder wirken. Sie glätten die Haarstruktur und schließen die offenen Spitzen, die den Spliss verursachen. Das vorhandene Vitamin E, im Öl vertreten durch Tocopherol schützt das Haar in geringem Maß auch vor UV-Strahlung und versorgt es mit wichtigen Nährstoffen.

Bei glanzlosem Haar

Der Glanz der Haare ist ein Zeichen dafür, dass es ihnen gut geht. Wenn die Haare also von der Wurzel bis zur Spitze hin gesund sind, wird sie auch ein schöner Glanz begleiten. Genau das erreicht man mit Arganöl-Behandlungen. Die Haare werden gesund, sind mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt und können dadurch glänzen.

Bei schlechtem Haarwachstum

Eine Kopfhaut-Massage mit Arganöl regt die Durchblutung an und sorgt so für eine bessere Nährstoffversorgung der Haarwurzeln. Die Selbstheilungskräfte der Haare werden aktiviert und selbst dünne Haare werden mit dieser Pflege voluminöser.

Allerdings enthält Arganöl keine pflanzlichen Hormone, wie das zum Beispiel bei Klettenwurzelöl der Fall ist. Daher bietet es sich an, das pflegende Arganöl mit dem Ölauszug der „Großen Klette“ zu kombinieren.

Bei trockener Kopfhaut und Schuppen

Wer schon mal mit Schuppen oder juckender Kopfhaut zu kämpfen hatte, weiß wie unangenehm das sein kann. Selbst wer nicht genetisch zu trockener Kopfhaut neigt, wird durch die Umwelteinflüsse unseres täglichen Lebens einmal diese Erfahrung machen.

Stylingprodukte, Heizungsluft, Stress, unausgewogene Ernährung oder hormonelle Veränderungen sind meist die Ursache. Nun sollte man in allererster Instanz natürlich die Ursachen angehen, bei den Symptomen kann man sich aber auf die Hilfe des Öls verlassen.

Bei trockener Kopfhaut und Schuppenbildung sollte man ein- bis zweimal die Woche wenige Tropfen Öl auf die betroffenen Stellen auftragen und einmassieren. Die Haare werden hierbei kaum fettig, da das Öl sehr schnell in die Haut eindringt. Die heilpflegendenenden Wirkstoffe beruhigen die angegriffene Kopfhaut.

Die Wirkung von Arganöl auf die Haare

Die Haare benötigen von Zeit zu Zeit eine extra Portion Pflege. Arganöl enthält viele für die Haare wichtigen Nährstoffe wie Vitamin E, essentielle Fettsäuren, Linol- und Linolensäure.

Es wird häufig als ein natürliches „Anti-Aging-Produkt“ angepriesen, was auf den hohen Gehalt an antioxidativ wirksamen Substanzen zuzückzuführen ist. Darüber hinaus spendet es dem Haar Feuchtigkeit, so dass Haarspliss, trockenes Haar und eine trockene Kopfhaut der Vergangenheit angehören.

Unterschiede bei Arganöl
Im Handel sind zwei Sorten erhältlich: geröstetes und ungeröstetes Arganöl.

Wenn die Argansamen zunächst leicht angeröstet werden, bevor sie – wie beim ungerösteten Öl – kalt ausgepresst werden, dann spricht man von geröstetem Arganöl. Durch den Röstvorgang kann man etwas mehr Öl gewinnen, allerdings gehen auch einige Inhaltsstoffe verloren.

Doch welches Produkt sollte man für die Haarpflege nutzen?
Geröstetes Arganöl hat seinen festen Platz in der Küche. An die Haare sollte aber nur das ungeröstete Pendant kommen.

3 Wege zur perfekten Haarpflege mit Arganöl

Es gibt verschiedene Möglichkeiten Arganöl zur Haarpflege zu nutzen – je nachdem, wie viel Zeit zur Verfügung steht. In jedem Fall ist diese Pflege frei von von bedenklichen chemischen Zusätzen wie Silikonen oder Parabenen. Und darum geht es in erster Linie: Die Haare sollen die Gelegenheit erhalten sich zu regenerieren. Dazu gehört ein hochwertiges Arganöl und etwas Zeit, damit Inhaltsstoffe in die Haare eindringen können.

Wir empfehlen für die Anwendung auf den Haaren ein kaltgpresstes Bio-Arganöl. Ecco-Verde.de hat davon einige im Sortiment. Sehr beliebt ist zum Beispiel das Bio-Arganöl von Le Erbe di Janas.

Arganöl pur auftragen und nicht auswaschen

Wie bei einem Leave-in-Conditoner verbleibt das Öl im Haar und wird nicht wieder ausgewaschen. Am besten verreibst Du nur wenige Tropfen Öl in den Händen und streichst mit ihnen über die Spitzen.

Hierbei spielt es keine Rolle, ob das Haar noch feucht oder bereits trocken ist. Allerdings sieht man bei trockenem Haar schneller, ob man zu viel Öl erwischt hat.

Arganöl als Haarkur

Verwendet man das Öl als Kur, dürfen es schon ein paar Tropfen mehr sein. Massiere das Arganöl nach dem Waschen in das noch feuchte Haar ein und achte besonders auf die Haarlängen, denn wir neigen dazu den Spitzen mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

Keine Angst vor fettigen Haaren, nach 15 – 20 Minuten kann alles, wie gewohnt, wieder abgespült werden.

Während der Anwendung kannst du den Effekt noch unterstützen, indem du mittels Handtuch-Turban der Kur ein wenig Wärme zuführst.

Arganöl im Shampoo

Für die meisten der wohl komfortabelste Weg: einfach etwas Arganöl in ein mildes Shampoo mischen. Shampoos haben gegenüber dem puren Öl den Vorteil, dass sie etwas mehr duften.

Die Dosierung und Handhabung ist beim verbesserten Shampoo auch nicht gewöhnungsbedürftig. Einfach wie jedes andere Shampoo dosieren und in die nassen Haare einmassieren. Je nach Konzentration ein bisschen einwirken lassen, gründlich ausspülen, fertig. Für Arganöl-Einsteiger also sicher das Mittel der Wahl.

Eine Alternative zum DIY-Arganöl-Shampoo ist der Kauf eines industriell hergestellten Arganöl-Shampoos. In diesem Fall hat man jedoch keinen Einfluss auf die Menge des hinzugefügten Öls. Hochwertige Produkte sind frei von Sulfaten, Silikonen und Parabenen und kosten in der Regel mehr als Drogerie-Produkte.

Ein herkömmliches Produkt, dass aus unserer Sicht höheren Ansprüchen genügen kann ist das Folgende:

Erfahrungen mit Arganöl

Bei all den positiven Eigenschaften, die dem Öl zu Recht zugeschrieben werden, muss man auch die vielen weniger guten Erfahrungen erwähnen, von denen Anwenderinnen berichten.

Arganöl hat bisweilen einen etwas strengen Eigengeruch. Während hochwertiges Arganöl leicht nussig riecht, sind im Handel auch Öle von minderwertiger Qualität erhältlich, die eher an Kuhdung erinnern. Da nützt auch das Bio-Qualitätsversprechen nichts. Auf der anderen Seite sind wir schon so sehr an den Duft konventioneller Produkte gewöhnt, dass ein natives Öl bereits leichtes Unbehagen auslösen kann.

Abhilfe schafft hier die Beimischung von duftenden ätherischen Ölen, wie zum Beispiel Zitronenöl. Bei einer selbstgemachten Haarkur kann aber natürlich auch ein Spritzer Zitronensaft hinzugefügt werden.

Alternativen zu Arganöl
Wem die Gefahr eines „stinkenden Öls“ zu hoch ist, der sollte sich unsere anderen Ratgeber zum Thema Haarpflege mit Ölen anschauen:
Fettige Haare sind ein weiteres Problem, das viele Frauen kennen, die Arganöl für die Haare nutzen. Dieser ungewollte Effekt liegt in der Dosierung. Das Öl ist so ergiebig, dass wirklich nur wenige Tropfen benötigt werden, um die volle Versorgung zu gewährleisten. Daher gilt bei Arganöl: Weniger ist mehr.

3 Rezepte für Haarpflege mit Arganöl

Wir haben drei bewährte Arganöl-Rezepte für verschiedene Anwendungsfälle zusammengestellt, die unterschiedlich aufwendig sind.

Arganöl-Ei-Kur gegen Haarbruch

Arganöl spendet dem Haar Feuchtigkeit und das enthaltene Vitamin E versorgt vor allem die Kopfhaut und beugt Haarausfall vor. Die Eiweiße sind feuchtigkeitsspendend und wohltuend für die Kopfhaut. Hier kann man wahlweise wieder für mehr Glanz in den Haaren einen Spritzer Zitronensaft hinzufügen.

Selbst gemachte Haarkur aus Arganöl und Ei

Diese Zutaten brauchst Du:

  • 4 EL Arganöl
  • 5 EL Naturjoghurt
  • 1 Eigelb

Arganöl-Ei-Kur selber machen

  1. Vermische das Arganöl, das Eigelb und den Joghurt gründlich miteinander.
  2. Danach kannst Du die Mischung großzügig auf Haare und Kopfhaut verteilen.
  3. Du solltest die Kur über Nacht einziehen lassen. Daher empfehlen wir Dir eine Duschhaube oder Frischhaltefolie um Deine Haare zu wickeln. So vermeidest Du Flecken in Deinem Kopfkissen.
  4. Am nächsten Tag spülst Du die Kur gründlich mit Wasser aus Deinen Haaren.

Arganöl-Macadamia-Kur bei brüchigem Haar

Argaöln & Macadamiaöl als Haarkur
Arganöl & Macadamiaöl als Haarkur

Das reichhaltige Arganöl schützt und pflegt trockenes, brüchiges Haar und beugt schuppender Kopfhaut vor. In Verbindung mit Macadamiaöl erhält man eine reichhaltige Pflege.

Die Öle pflegen das trockene, brüchige Haar bis in die Spitzen wieder seidig und glänzend. Die Ölmischung wird fast vollständig vom Haar aufgenommen und sorgt im Inneren für Stabilität, Glanz und Feuchtigkeitshaushalt.

Auch der Kopfhaut wird gepflegt, indem die Ölmischung trockene und gereizte Stellen beruhigt und befeuchtet, die sonst anfangen, Schuppen und Juckreiz zu entwickeln.

Diese Zutaten brauchst Du:

  • 2 EL Arganöl
  • 2 EL Macadamiaöl

Arganöl-Macadamia-Kur selber machen

  1. Vermische die beiden Öle (50:50 Verhältnis) miteinander.
  2. Anschließend empfiehlt es sich die Mischung in einer Schüssel im Wasserbad auf Körpertemperatur zu erwärmen.
  3. Danach kannst Du sie großflächig im Haar verteilen und in die Kopfhaut einmassieren.
  4. Nach 30 Minuten Einwirkzeit kannst Du die Mischung ausspülen und Dein Haar von Ölrückständen befreien.

Arganöl-Zitronen-Kur gegen Spliss

Bekommen die Haare nicht genug Feuchtigkeit und Pflege, kommt es zu gespalteten Haarspitzen, die häufig nur als Spliss bezeichnet werden. Hier kann das bewährte Arganöl helfen, denn es enthält unter anderem Vitamin E und pflegt damit Haare und Kopfhaut. Für mehr Glanz in den Haaren sorgen einige Spritzer Zitronensaft.

Es sollte auf jeden Fall ein ungeröstetes, kaltgepresstes Arganöl verwendet werden. Nur so ist sichergestellt, dass die wichtigen Fettsäuren und Vitamine enthalten sind und nicht durch Erhitzung zerstört wurden.

selbstgemachtes haaröl mit arganöl zitrone
Glänzendes Haar mit selbstgemachtem Haaröl aus Arganöl und Zitrone

Diese Zutaten brauchst du:

  • 4 EL Arganöl
  • 1 EL Zitronensaft

Arganöl-Zitronen-Kur selber machen:

  1. Gib 4 Esslöffel Arganöl in eine Schüssel
  2. Halbiere die Zitrone und presse sie aus
  3. Gib einen Esslöffel des frisch gepressten Zitronensaftes zum Öl
  4. Mische beide Zutaten
  5. Massiere das Haaröl in das trockene Haar ein
  6. Umwickle deine Haare mit einem Handtuch oder Frischhaltefolie
  7. Spüle deine Haare nach 20 Minuten mit warmen Wasser und einem milden Shampoo