Nicht nur in der asiatischen Küche ist Kokosöl eine beliebte Zutat. Es ist mittlerweile kein Geheimtipp mehr und wird ganz vielfältig eingesetzt. Egal ob in der Küche oder als pflegendes Körper- und Gesichtsöl – Kokosöl erfreut sich großer Nachfrage.
Unterschied zwischen Kokosöl und Kokosfett

Da das feste Öl in Drogerien, Naturkostläden und vielen Supermärkten in ganz unterschiedlichen Qualitäten angeboten wird, kommt es gelegentlich zu Verwirrung. Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Kokosfett und Kokosöl?

Was interessiert Dich?

Kokosöl oder Kokosfett?

Mit beiden Bezeichnungen wird das aus der Kokosnuss gewonnene Öl bezeichnet. Bei der Herstellung kommen verschiedene Techniken zum Einsatz, wodurch später unterschiedliche Produkte entstehen.

Als Kokosöl wird das kaltgepresste Kokosöl bezeichnet, dass bis zu einer Temperatur von etwa 25 Grad fest ist. Daher wirkt es auf den ersten Blick nicht wie ein Öl. Aus diesem einfachen Grund wird es oftmals auch als Kokosfett bezeichnet. Kokosöl erkennst du am typischen Kokosduft.

Kokosfett hat sich als Bezeichnung für das mit Wasserdampf weiterverarbeitete Kokosöl durchgesetzt. Häufig wird dieses Öl als desodoriertes Kokosöl angeboten. Es riecht neutral und hat auch keinen wahrnehmbaren Eigengeschmack.

Während Du natives Kokosöl sehr vielfältig verwenden kannst, ist desodoriertes Kokosfett eigentlich nur in der Küche nutzbar.

Unterschiede Kokosöl und Kokosfett

 KokosfettKokosöl
Bezeichnungendesodoriert, fraktioniertkaltgepresst, nativ
VerwendungBraten & BackenPflegeprodukt, Ernährung
Vorteilhoher Rauchpunkt - ideal als Bratfettviele hochwertige Inhaltsstoffe
Geschmackneutralleichte Kokosnote
GeruchneutralKokosduft

Kokosfett erkennen

Viele Menschen kennen Kokosfett als Frittierfett, das in Folie eingeschlagen angeboten wird. Durch die industrielle Verarbeitung hat dieses Kokosfett nicht nur seinen charakteristischen Geschmack und Duft, sondern auch einen Großteil seiner Inhaltsstoffe verloren.

Es wird aus getrocknetem Kokosfleisch gewonnen und im Anschluss weiter verarbeitet. Durch die Raffination und Bleichen erhält das Fett seine weiße Farbe und büßt seinen Eigengeschmack ein.

Vitamine und andere Nährstoffe sind in diesem stark erhitzbaren Fett so gut wie gar nicht mehr vorhanden. Die Bratfettblöcke enthaltenen sogenannte Transfette, weswegen sie auch häufig in der Kritik stehen.

Als Pflegeprodukt ist dieses Kokosfett ungeeiget, denn es hat nur noch wenig mit dem „richtigen“ Kokosöl gemein.

Die gute Nachricht: Es gibt auch hochwertiges Kokosfett.

Das „gute“ Kokosfett erkennst Du daran, dass es sich um ein Bio-Produkt handelt, das bei geringen Temperaturen mit Wasserdampf weiterverarbeitet wurde.

Kokosfett hat also durchaus seine Berechtigung in der Küch: Es hat einen hohen Rauchpunkt, eine gute Hitzestabilität und einen geringen Wassergehalt. Daher eignet es sich zum Braten bei hohen Temperaturen.

Kokosöl erkennen

Wenn Du Kokosöl zum Kochen oder zur Pflege verwenden möchtest, solltest Du zu einem hochwertigen nativen, kaltgepressten Kokosöl zurückgreifen. Dieses Kokosöl wird in der Regel aus der erntefrischen Kokosnuss gewonnen, indem das Fruchtfleisch gepresst wird.

Von Natur aus hat Kokosöl einen leichten Eigengeschmack und den typischen Kokosduft. Durch die schonende Verarbeitung bleibt ein Großteil der wertvollen Inhaltsstoffe enthalten. Insbesondere durch die schonende Kaltpressung ohne anschließende Raffination bleibt der Geschmack erhalten, was auch für die Qualität des Öls spricht. Ein natives und kaltgepresstes Öl enthält zahlreiche Vitamine und weitere wertvolle Nährstoffe, die hitzeempfindlich sind.

Ein Beispiel ist das enthaltene Vitamin E, das wichtig für viele Körperfunktionen ist. Das Vitamin E spielt auch bei der äußerlichen Anwendung von Kokosöl eine große Rolle, denn ist wirkt antioxidativ. Es ist deswegen immer sinnvoll, auf ein kaltgepresstes und natives Kokosöl zurückzugreifen.

Mitunter ist das Öl nicht blütenweiß – das ist kein schlechtes Zeichen, da einzelne Hersteller auch Teile der dünnen Kokosschale mitverarbeiten.

Kaltgepresstes Kokosöl wird meist im Glas verkauft, was ökologisch nachhaltig und für die Aufbewahrung praktisch ist. Da dieses Glas lichtdurchlässig ist, sollte das Öl jedoch dunkel gelagert werden.

Auch nach mehrmaligem Öffnen sollte das Öl einen angenehmen Duft verströmen und einen wahrnehmbaren Kokosgeschmack haben.

Kokosfett oder Kokosöl kaufen?

Ob Du nun Kokosfett oder Kokosöl kaufen solltest, lässt sich relativ leicht beantworten. Suchst Du eine Alternative zu Butter oder anderen Ölen, die Du zum Braten verwendest? Dann greife zu hochwertigem, desodoriertem Kokosfett.

Klar, du kannst auch mit Kokosöl kochen. Allerdings ist der Kokosgeschmack manchmal unpassend. Die guten Brateigenschaften ohne Kokosgeschmack bietet desodoriertes Kokosfett. Dieses Kokosöl ist jedoch nicht mit „schlechten“ Frittierfett zu verwechseln.

Möchtest Du vorwiegend deine Haare mit Kokosöl pflegen oder mit dem Ölziehen anfangen? Dann wähle eines der vielen hochwertigen nativen Kokosöle in Bioqualität. Dieses Kokosöl kannst Du natürlich auch essen. Durch Erhitzen gehen jedoch viele der Inhaltsstoffe kaputt.

Nativ oder desodoriert?

Die höchste Qualität hat natives Kokosöl. Hierbei handelt es sich um die erste Pressung. Desodoriertes Kokosöl wurde immer weiter verarbeitet und wird im Handel als Kokosfett angeboten.

Durch das Desodorieren verliert das Öl den Kokosgeschmack und -geruch. In der Regel wird es dann eingesetzt, wenn der markante Kokosduft unerwünscht ist. Es kann so auch als Basisöl für Cremes verwendet werden, die mit anderen Duftölen aromatisiert werden. Da Kokosöl als Trägeröl gute Eigenschaften besitzt, kann es problemlos mit anderen pflegenden Ölen ergänzt werden.

Zum Desodieren eines hochwertigen Kokosfett-Produkts kommt Wasserdampf zum Einsatz. Leider gehen hierbei immer noch viele Inhaltsstoffe verloren, die nicht hitzestabil sind. Aber es ist die schonendere Variante, daher solltest Du beim kauf auf einen solchen Hinweis achten.

Für das Braten und Kochen kann dieses Fett ohne weiteres eingesetzt werden und es enhält meist noch einen Großteil seiner Inhaltsstoffe, wie die Laurinsäure.

Im Gegensatz zu nativem Kokosöl kann desodoriertes Kokosöl beim Braten sehr stark erhitzt werden. Da auch dabei viele Inhaltsstoffe zerstört werden, sollte das aber die Ausnahme sein.

Wichtig ist, darauf zu achten, dass auch das desodorierte Kokosfett nicht künstlich gehärtet oder raffiniert wurde. Nur dann ist das Öl frei von Transfetten, die nicht nur ungesund, sondern sogar gesundheitsschädlich sind.

Neben dem Begriff „desodoriert“ wird das geschmacksneutrale Öl oft als „fraktioniert“ bezeichnet.

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Geschmack
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Ist Kokosfett gesund?

Ob ein Lebensmittel gesund ist, hängt vorwiegend von den Inhaltsstoffen und der konsumierten Menge ab. es gibt Öle, die häufig kritisiert werden, zum Beispiel Palmöl. Dabei gibt es hier „gutes“ (oranges) und „schlechtes“ (weißes) Palmöl. So verhält es sich auch bei Kokosfett.

Es gibt hochwertiges Kokosfett, das vergleichsweise schonend hergestellt wurde. Und dann gibt es das günstige Bratfett, das viele Transfette enthält und deswegen häufig in der Kritik steht.

Daher soltest Du bei der Auswahl auf ein hochwertiges Kokosfett achten und davon auch nur geringe Mengen pro Tag zu dir nehmen.

Qualitätsunterschiede bei Kokosöl

Für viele Anwendungen ist Kokosfett nur die zweite Wahl. Zum Kochen und Backen ist es gut geeignet – für den Einsatz als Hautpflege gibt es jedoch bessere Produkte. Wenn Du alle Inhaltsstoffe und Vorteile von Kokosöls nutzen möchtest, solltest du daher auf ein kaltgepresstes und natives Kokosöl zurückgreifen.

Das naturbelassene Öl ist reich an Vitaminen und Nährstoffen. Für die Körperpflege kann es als Bestandteil von Cremes, Lotionen und Seifen verwendet werden. Natürlich eignet es sich aber auch zum Kochen und Backen.

Kaltpressung und geringe Verarbeitungstemperaturen bei der Desodorierung sind wichtige Kriterien bei der Auswahl des besten Kokosprodukts. Einige Kokosöle sind sogar in Rohkostqualität erhältlich und enthalten im Vergleich die meisten Vitamine. Gerade für die Pflege von Haut und Haar eignen sich Rohkostöle aufgrund ihrer großen Nährstoffdichte besonders gut.

Beim Kauf sollte immer auf ein reines Öl geachtet werden, das frei von Konservierungsstoffen und künstlichen Aromen ist. Natürlich sollten auch keine Farb- und andere Zusatzstoffe im Kokosöl enthalten sein. Das native, aber auch das desodierte Kokosöl, sind auch ohne die Zugabe von Konservierungsstoffen lange haltbar. Wenn nur wenig Öl benötigt ist, ist es sinnvoll auf kleinere Verpackungen zurückzugreifen.

Bio-Siegel bei Kokosöl

Besonders hochwertig ist Kokosfett aus biologischem Anbau, wie es in vielen Naturkostläden und Drogerien erhältlich ist.

Ein Bio-Siegel, wie beispielsweise das Europäische Siegel für biologischen Anbau, ist ein guter Anhaltspunkt für ein ökologisch erzeugtes Öl. Da beim biologischen Anbau auf Pestizide, Insektizide und viele Düngemittel verzichtet wird, sind auch im Öl so gut wie gar keine Rückstände davon enthalten.

Nicht unwesentlich ist auch, dass der biologische Anbau von Kokospalmen die Umwelt in der Herkunftsregion schont. Der Kauf eines Bio-Öls ist so nicht nur sinnvoll für die eigene Gesundheit, sondern auch ein Beitrag zum Umweltschutz und dem nachhaltigen Umgang mit Ressourcen. Darüber hinaus ist der biologische Anbau meist auch mit besseren Arbeitsbedingungen für die Bauern verbunden.

Viele Hersteller von Kokosöl nennen sogar die Regionen, in denen die Kokosnüsse angebaut wurde. Je schneller die Kokosnuss zu Öl verarbeitet wurde, desto mehr Inhaltsstoffe der Nuss sind im Öl noch enthalten.

Aufbewahrung von Kokosöl und Kokosfett

Das Besondere an Kokosfett, egal ob gehärtet oder nativ, ist sein hoher Schmelzpunkt. Aus diesem Grund ist das Kokosöl unter 26°C fest. Um die Inhaltsstoffe möglichst lange zu erhalten, ist es sinnvoll, das Öl eher kühl aufzubewahren. Optimal ist es, es an einem geschützten und dunklen Ort zu lagern. In den Kühlschrank muss es aber nicht unbedingt, denn es wäre schwierig das gekühlte Öl zu portionieren.

Um etwas Öl zu entnehmen, sollte immer ein sauberer Löffel verwendet werden. Ist das Öl zu kalt geworden, kann es mit etwas warmem Wasser leicht verflüssigt werden. Niemals sollte das Öl aber mit sehr heißem oder gar kochendem Wasser erwärmt werden, denn dabei verflüchtigen sich Teile der Inhaltsstoffe.

Egal ob beim Kochen oder bei der Herstellung von Cremes und Seifen: Je sanfter das Öl erwärmt wird, desto mehr seiner gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe bleiben erhalten. Um Kokosöl zu Cremes zu verarbeiten, sollte es deswegen nur langsam angewärmt werden. Hilfreich ist der Einsatz eines Thermometers. Wer das Öl direkt für die Körperpflege benutzen möchte, kann das Öl einfach zwischen den Händen anwärmen, bevor es auf der Haut verteilt wird.