Kokosöl ist in aller Munde. Das Öl ist nicht nur wohlschmeckend, sondern auch für die Haut- und Gesichtspflege wird es seit einigen Jahren gern eingesetzt.

Kokosöl für die HautEs handelt sich bei dem duftenden Öl um einen wertvollen Feuchtigkeitsspender, der als Grundlage für eine ausgewogene Hautpflege genutzt werden kann.

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Kokosöl für die Hautpflege

Der schlechte Nachricht gleich zu erst: Kokosöl ist nicht für jeden Hauttyp geeignet.

Das beliebte Öl wird oftmals als Wundermittel für eine Vielzahl von Problemen empfohlen. Doch insbesondere für die Hautpflege gibt es einige Punkte, die Du beachten musst. Zunächst gilt es den eigenen Hauttyp zu kennen. Hierbei kann Dir unser Hauttyp-Test behilflich sein.

Desweiteren verstopfen einige Öle die Hautporen und begünstigen dadurch die Bildung von Komedonen (Mitessern). In diesem Zusammenhang spricht man von Komedogenität. Ist ein Öl stark komedogen hat es den Wert 5. Ein solches Öl begünstigt Hautunreinheiten und Pickel – insbesondere im Gesicht und auf dem Rücken. Kokosöl ist komedogen und hat den Wert 4.

Wenn Du fettige Haut hast und häufig mit Pickeln zu kämpfen hast, solltest Du Kokosöl nicht bedenkenlos fü Deine Haut verwenden.

Für Menschen, die feine und trockene Haut haben, ist Kokosnussöl grundsätzlich eine gute Empfehlung. Das reichhaltige Öl sorgt dafür, dass unangenehme Rötungen und Spannungen beseitigt werden.

Allerdings ist trockene Haut auch besonders empfindlich und benötigt viel Pflege. Daher bietet sich die Mischung von Kokosöl mit einem Basisöl an. Gute Erfahrungen haben wir mit Mandelöl und Jojobaöl gesammelt.

Die Wirkung von Kokosöl auf die Haut

Kokosölhersteller werben mit der enthaltenen Laurinsäure, die für die entzündungshemmenden und antibakteriellen Eigenschaften des Öls maßgeblich verantwortlich ist. Kokosöl gleicht den PH-Wert der Haut aus, wirkt Feuchtigkeitsspendend und ist daher für trockene Haut eine gute Pflege.

Kokosöl ist daher ein beliebtes Hausmittel bei einer Vielzahl von Anwendungen. Es wird bei Herpes und Warzen empfohlen oder wird bei Sonnenbrand genutzt. Allerdings ist Kokosöl kein anerkanntes Heilmittel.

Insbesondere die Wirkung bei entzündlichen Hauterkrankungen sollte nicht überschätzt werden. Mitunter kann das Auftragen von Kokosöl zu einer Linderung führen. Du solltest dich nicht darauf verlassen, dass Kokosöl Akne, Neurodermitis oder Schuppenflechte heilen kann.

Kokosöl für die Haut – so geht es richtig

Die Anwendung von Kokosöl auf der Haut ist vergleichsweise simpel. Da das Öl unter 25 Grad Celsius noch fest ist, lässt es sich gut portionieren und auftragen. Nach dem Duschen kannst Du eine kleine Menge Kokosöl auf die noch warme Haut auftragen.

Wenn Du genug Zeit hast, kannst Du vor dem Duschen noch ein mildes Peeling aufgetragen, um die Haut gründlich zu reinigen. Regelmäßig angewendet hilfst Du damit deiner Haut. Speziell im Gesicht wird die Verstopfung der Poren und somit die Bildung von Mitessern zuverlässig verhindert.

Kokosöl ist eine gute Wahl zur Pflege der Haut. Du kannst es wie eine Bodylotion verwenden und am ganzen Körper verwenden. Es zieht schnell ein und hinterlässt einen seidigen Glanz auf der Haut. Die Haare können ebenso mit Kokosöl gepflegt werden, denn auch Haare und Kopfhaut sind für eine reichhaltige Pflege dankbar. (Hier erfährst Du mehr zum Thema Kokosöl für die Haare.)

Welches Kokosöl ist gut für die Haut?
Kokosöl gibt es in Deutschland in unterschiedlichen Qualitätsstufen und Preisklassen. Zudem gibt es noch das sogenannte Kokosfett, das aber vorwiegend in der Küche verwendet wird.

Natives Kokosöl wird kaltgepresst und ist weitgehend naturbelassen. Alle wichtigen Inhaltsstoffe bleiben bei der Herstellung bestehen. Kokosfett hingegen wird weiterverarbeitet und gehärtet.

Bei der Auswahl des Kokosöl solltest Du daher genau hinschauen. Wir empfehlen kaltgepresstes Bio-Kokosöl, das schonend hergestellt wurde. Daher sind viele Inhaltsstoffe (alle Vitamine und die antimikrobiell wirkenden, mittelkettigen Fettsäuren) erhalten geblieben. Wir empfehlen ein Kokosnussöl aus kontrolliert biologischem Anbau. Du erkennst solche Produkte an der Bezeichnung kbA.

Kokosöl Anwendung für die Haut

Kokosöl ist eine wohltuende Pflege für die Haut. Allerdings ist es mit dem puren Auftragen des Öls nicht getan. Je nach Hauttyp und Hautproblem sollte das Öl mit anderen Ölen kombiniert werden.

Zudem gibt es einige Hautprobleme, bei denen Du Kokosöl nicht bedenkenlos anwenden solltest. Hierzu gehört unter anderem Akne, Schuppenflechte und Neurodermitis.

Kokosöl für das Gesicht

Kokosöl ist eine gute Wahl für die Pflege des Gesicht – mit einigen Einschränkungen. Das Öl enthält eine Vielzahl Fettsäuren, Antioxidanten und Vitamine. Diese Konstellation pflegt die Haut. Allerdings hilft das allein nicht zur Beseitigung von Pickeln oder Akne.

Häufig wird in diesem Zusammenhang die antibakterielle Wirkung des Öls erwähnt. Doch bei Akne handelt es sich um eine entzündliche Hauterkrankung, die eine abgestimmte Hautpflege und wirksame antibakterielle Produkte benötigt.

Hierbei sollte man sich nicht auf Kokosöl verlassen, das die Poren zusätzlich noch verstopfen und die Bildung von Pickeln begünstigen kann.

Kokosöl pur im Gesicht aufzutragen ist daher etwas heikel. Da das komedogene Öl Unreinheiten begünstigen kann, ist es sinnvoll es mit einem nicht komedogenen Öl zu mischen. Viele Tipps und Tricks zum Thema Kokosöl für das Gesicht findest Du in einem extra Beitrag.

Übrigens kannst Du Kokosnussöl auch prima zum Abschminken verwenden. Verwende es dazu einfach pur mithilfe von einem Wattepad.

Bei trockenen Lippen kann es ebenfalls zum Einsatz kommen. Wenn du jedoch im Winter sehr oft trockene Lippen hast, dann investiere lieber ein paar Euro in einen Pflegestift mit Bienenwachs oder Aloe Vera.

Bei trockener Haut

Kokosöl ist für trockene Haut und rissige Haut eine echte Wohltat. Die im Kokosöl enthaltenen Inhaltsstoffe ermöglichen die optimale Hautpflege. Das Öl spendet viel Feuchtigkeit und lässt sich problemlos häufiger auftragen.

Besonders in der der kühlen Jahreszeit leistet das Öl sehr gute Dienste. Durch Heizungluft ist die Haut häufig gereizt und neigt daher zu Schuppenbildung. Kokosöl sorgt für einen Schutzfilm, der die Austrocknung der Haut verhindert und versorgt die Haut mit Feuchtigkeit.

Trockene Haut kann auch durch übermäßiges Nutzen von Seife und Duschgel entstehen. Du kannst nach der Dusche vorbeugend Kokosöl auftragen.

Bei unreiner Haut

Bei fettiger und unreiner Haut solltest Du Kokosöl vorsichtig verwenden. Wichtig ist, dass unreine Haut regelmäßig geplegt und gereinigt wird. Gute Erfahrungen haben wir mit der Oil Cleansing Method gesammelt, die auf Rizinuöl basiert. Hier kommen keine alkoholhaltigen Reiniger zum Einsatz.

Kokosöl bei unreiner Haut ist nicht schädlich – aber es gibt Öle, die hier deutlich besser geeignet sind. Trotzdem kann Kokosöl auch bei unreiner Haut gelegentlich verwendet werden. Der Anteil bei einer selbstgemachten Gesichtsmaske sollte jedoch etwas geringer aufallen. Probier doch einmal eine Mischung aus Kokosöl und dem nicht komedogenen Arganöl!

Gegen Falten

Kokosöl kann die sichtbaren Zeichen des Alterns nicht wegzaubern. Allerdings ist das reichhaltige Öl eine solide Pflege für strapazierte Haut. Die im Öl der Kokosnuss enthaltenen Stoffe wie Antioxidantien und Laurinsäure sorgen für Elastizität und Straffung der Haut.

Der Faltenbildung wird dadurch entgegen gewirkt. Auffallende Falten werden durch die Straffung weniger sichtbar. Die Versorgung der Haut mit Feuchtigkeit hemmt die sichtbare Hautalterung. Am Abend kannst du dazu eine geringe Menge Kokosöl sanft einmassieren. Gemischt mit rotem Palmöl,das das Coenzym Q10 enthält, ist Kokosöl ein gutes selbstgemachtes Anti-Aging-Produkt.

Du brauchst noch mehr Informationen? Hier haben wir noch mehr zu Kokosöl gegen Falten geschrieben.

Bei Neurodermitis

Kokosöl wird häufig zur Behandlung von Neurodermitis empfohlen. Aber nur weil das häufig zu lesen ist, muss es ja nicht stimmen. Aus Erfahrung wissen wir, wie unangenehm Neurodermitis und die Behandlung mit Corison-haltigen Cremes sein kann.

Symptomatisch für Neurodermitis sind Hauttrockenheit und Rötungen. Hinzu kommt häufig ein lang anhaltender und ausgesprochen unangehmer Juckreiz. Der Juckreiz kann zum Teil unerträglich werden und durch das Aufkratzen kann es zu Entzündungen kommen.

Die in Kokosöl enthaltene Laurinsäure wirkt entzündungshemmend. Die Feuchtigkeit trägt ebenfalls zur Linderung bei trockener Haut bei. Der Juckreiz kann geringfügig reduziert werden, wenn das Kokosöl im Kühlschrank aufbewahrt wird.

Eine Behandlung von Neurodermitis sollte immer in Rücksprache mit einem Hautarzt erfolgen. Das Öl der Kokosnuss kann eine Ergänzung zu anderen Neurodermitis-Cremes und Salben sein – allerdings ist es kein Wundermittel, das Neurodermitis über Nacht verschwinden lässt.

Wichtig ist die Zufuhr von Fett um die Haut geschmeidig zu machen und den natürlichen Schutzfilm zu erhalten. Zudem sollte die Fettsäure Gamma-Linolensäure (GLA) zugeführt werden, da diese häufig fehlt und als ursächlich für die Hauterkrankung angesehen wird. Du findest diese Fettsäure zum Beispiel in Nachtkerzenöl und Borretschöl. Daher kann die Mischung von kaltgepresstem Kokosöl mit einem dieser Öle zur Anwendung bei Neurodermitis sinnvoll sein.

Bei Schuppenflechte

Ähnlich Neurodermitis ist auch die sogenannte Schuppenflechte (Psoriasis) eine Hautkrankheit. Analog zu Neurodermitis wird auch hier häufig geschildert, das die Hauterkrankung mit Kokosöl gelindert werden könne.

Neben Laurinsäure enthält Kokosöl noch Capron- und Caprylsäure (Carbonsäure). Diesen drei Stoffen wird bei der Behandlung von Schuppenflechte eine Wirksamkeit nachgesagt und sie sind auch in freiverkäuflichen und rezeptfreien Schuppenflechte-Cremes enthalten.

Allerdings handelt es sich immer um Einzelfallschilderungen. Kokosöl ist kein Heilmittel und sollte bei Schuppenflechte auch nicht ohne Rücksprache mit einem Dermatologen verwendet werden.

Bei Schwangerschaftsstreifen

Manche Frauen tragen sie mit stolz, wieder andere möchten sie wegzaubern. Die Rede ist von Dehnungs- beziehungsweise Schwangerschaftsstreifen (Striae gravidarum). Für gewöhnlich werden die Streifen mit der Zeit ganz von allein blasser. Ein Zaubermittel gegen diese Streifen gibt es nicht. Viele Frauen haben jedoch gute Erfahrungen mit Massageölen gemacht.

Eine reichhaltige Massage bei Dehnungsstreifen kann auf Basis von Kokosöl, Sheabutter und dem ätherischen, hautregenerierendem Rosenöl hergestellt werden. Diese Kombination bietet Feuchtigkeit und versorgt die Hautoberfläche mit Nährstoffen und gesunden Fetten. So kann sich die Haut Schicht für Schicht erneuern und regenerieren. (Achte unbedingt auf echtes Rosenöl. Günstige Produkte sind häufig kein ätherisches Öl, sondern Rosenwasser.)

Bei Narben

Nach einer Operation bleibt in der Regel eine Narbe zurück, die gepflegt werden muss. Hierbei kannst Du auf Narbenpflaster, Narbengel oder eben auch auf Kokosöl zurückgreifen.

Das Gewebe soll durch regelmäßiges Massagen elastisch und weich gemacht werden, denn bei einer Verhärtung des Gewebes können wulstige Narben entstehen. Für diese Massage kannst du eine kleine Menge Kokosöl verwenden.

Bei Sonnenbrand

Kokosöl bietet keinen Schutz vor Sonnenstrahlen. Aber nach dem Sonnenbad ist gekühltes Kokosöl eine prima Alternative zu konventionellen After-Sun-Produkten.

Leichte Rötungen kannst Du problemlos mit Kokosöl behandeln. Auch die Mischung mit anderen Ölen ist kein Problem, falls sich das feste Öl schlecht auftragen lässt. In diesem Fall wäre eine Mischung mit Jojobaöl eine gute Wahl.

Bei Warzen

Bei Warzen handelt es sich um eine Hautwucherung, die durch Viren hervorgerufen wird. Es gibt eine Vielzahl von Ölen, denen man eine Wirkung gegen Warzen zuschreibt. Während ätherisches Teebaumöl tatsächlich auch antiviral wirkt, ist das bei Kokosöl nicht der Fall.

Allerdings gibt es einige Schilderungen aus denen hervorgeht, dass punktuell aufgetragenes Kokosöl zu einer Rückbildung der Warzen geführt hat. (Analog zu Rizinusöl.) Ein Versuch kann also nicht schaden – allerdings ist Kokosöl kein Wundermittel, das Warzen über Nacht verschwinden lässt.

Kokosöl kann ohne weiteres pur auf die Warze aufgetragen werden. Es ist äußerst wichtig, beim Auftragen auf desinfizierte Hände zu achten und die Hände danach auch gründlich zu reinigen. Alternativ kannst Du das Öl mit einem sauberen Wattestäbchen auftragen.

Sofern die Behandlung nicht erfolgreich ist, solltest Du eine Mischung aus Teebaumöl und Kokosöl herstellen oder nur das ätherische Öl verwenden.