Hochwertiges Massageöl ermöglicht eine wohltuende Massage und versorgt die Haut mit Nährstoffen. Doch nicht jedes Öl ist für die Massage geeignet und viele konventionelle Massageöle enthalten minderwertige Inhaltsstoffe.

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Die Wirkungen von Massageölen

Ein Massageöl kann dafür verwendet werden, sich selbst und andere in verschiedenen Körperregionen zu massieren. Die Wirkungen, die hier erzielt werden können, unterscheiden sich. Daher ist die Auswahl des richtiges Öls ein wichtiger Faktor bei der Massage.

Unter dem Begriff Massage wird zumeist das leichte Kneten, Zupfen und Streichen verschiedener Körperregionen, wie Schläfe oder Nacken, zusammengefasst. Wird dabei ohne Öl gearbeitet, entsteht unangenehme Reibung, so dass die Massage wenig entspannend wirkt. Deswegen ist ein Öl Pflicht bei jeder Massage.

Welches Massageöl verwendet wird, hängt vor allem von der zu erzielenden Wirkung und der Körperregion ab.

Viele Massageöle haben eine entspannende Wirkung, die sich primär auf die Muskeln auswirken. Allerdings kann die Wirkung der Massage durch Duftöle auch erweitert werden. Nicht grundlos werden viele professionelle Massagen in einem angenehmen Umfeld mit ruhiger Musik und sinnlichem Duft durchgeführt.

Besonders beliebt sind Entspannungsmassagen bei denen der gesamte Körper massiert wird. Aber auch sepzielle Anwendungsfälle, wie die Massage von Kopf oder Bauch, sind problemlos zuhause möglich.

Der Bauch ist eine sehr empfindsame Körperregion, die von der regelmäßigen Berührung bei der Massage profitiert. Ein Wohlgefühl im Bauch wird nicht umsonst mit einer guten und positiven Stimmung assoziiert.

So helfen Massagen des Bauches bei verschiedenen Beschwerden des Verdauungstraktes und erhöhen das allgemeine Wohlbefinden. Dabei kommen verschiedene Mechanismen zum Tragen, die Magen und Darm gut tun.

  • Die Muskulatur wird entspannt, was den Darm entlastet und vor allem bei Blähungen hilfreich sein kann.
  • Darmbewegungen werden durch die Massage angeregt, was die Verdauung verbessert und Verstopfungen vorbeugen kann.
  • Bei Frauen kann die Ausweitung der Massage auf den Unterleib auch gegen Schmerzen und Unterleibskrämpfe helfen, die vor allem während der Menstruation zunehmen.
  • Sogar Rückenschmerzen können durch eine Bauchmassage verbessert werden.
  • Bei Angst und Anspannung kann eine Bauchmassage beim Stressabbau helfen.

Auch andere Körperregionen profitieren von einer Entspannung der Muskeln, die mit einer Massage einhergeht. Viele Menschen, die unter Spannungskopfschmerzen leiden, können diese mit einer Schläfenmassage lindern.

Aufgrund ihrer pflegenden Eigenschaften werden Massageöle auch eingesetzt um die Haut in ihrer Regeneration zu unterstützen. Je nach dem welche Öle verwendet werden, ist auch eine Gesichtsmassage möglich. Hierbei sollte jedoch ein Massageöl verwendet werden, das überwiegend aus nicht komedogenen Ölen besteht. Andernfalls wird die Bildung von Pickeln und Mitessern begünstigt. (Hier erfährst Du mehr dazu, welche Öle komedogen sind.)

Ist ein selbstgemachtes Massageöl besser als ein Gekauftes?

Die Frage, welches Öl besser ist, kann nicht pauschal beantwortet werden. Der grundlegende Unterschied ist jedoch, dass die Zutaten eines selbstgemachten Massageöls selbst zusammengestellt werden können. Das macht sich oftmals nicht nur in der Wirkung und Ergiebigkeit, sondern auch im Preis bemerkbar.

Viele industriell abgefüllte Massageöle enthalten vor allem ein günstiges Basisöl, wie zum Beispiel Sonnenblumenöl. Das wertvolle Wirkstofföl wird hingegen meistens nur in einer sehr geringen Menge zugegeben. Leider sind in vielen industriellen Massageölen auch mineralische Öle, zum Beispiel Paraffin.

Zudem arbeiten viele Hersteller mit künstlichen Aromen und sogenannten „naturidentischen“ Ölen. Hierbei handelt es sich nicht um echte ätherische Öle. Daher besitzen sie auch nicht die Wirkung eines ätherischen Öls und können im Schlimmsten Fall sogar Unverträglichkeiten auslösen.

Es stellt sich auch die Frage, ob ein Massageöl Konservierungsstoffe beinhalten sollte. Hier schieden sich die Geister: Häufig kommen Parabene zum Einsatz, die zum Teil kritisch betrachtet werden. Diese Inhaltsstoffe können durch das Selbstanrühren vermieden werden oder (in geringem Maß) durch Vitamin E ersetzt werden.

Auf den ersten Blick scheinen gekaufte Massageöle günstiger zu sein, als die einzelnen Komponenten. Dieser Eindruck kann aber leicht täuschen. Gerade die Produkte, die hochwertige Inhaltsstoffe enthalten, sind oft relativ teuer.

Der Gehalt an Wirkstoffölen und ihre Qualität verbessern auch die Wirksamkeit des Massageöls. Gerade in sensiblen Hautregionen, wie dem Gesicht, ist es deswegen ratsam, ausschließlich hochwertige Massageöle zu verwenden und unnötige Zusatzstoffe zu vermeiden.

Wenn Du dein Massageöl selber machen möchtest, kannst Du entscheiden welche Öle Bestandteil sind.

Massageöl herstellen: Welche Zutaten braucht man?

Für ein Massageöl werden ein Basisöl und ein oder mehrere ätherische Öle benötigt. Die Öle unterscheiden sich in ihren Eigenschaften und es ist wichtig bei der Dosierung vorsichtig zu sein. Ätherische Öle können zu Hautreizungen führen und sollten (bis auf weniger Ausnahmen) nicht pur mit der Haut in Kontakt kommen.

Basisöle

Bei der Auswahl des Basisöls muss der eigene Hauttyp beachtet werden. Während sich Mandelöl und Jojobaöl für alle Hauttypen eignen, ist das bei Kokosöl zum Beispiel nicht der Fall. Eine ausführliche Tabelle mit allen Ölen findest Du bei unserem Artikel zu Hautöl.

Zu den beliebtesten Massageölen gehören Olivenöl, Mandelöl, Jojobaöl und Kokosöl. Alle vier sind leicht verfügbar und kosten auch in sehr guter Qualität vergleichsweise wenig. Oft wird auch Sesamöl oder Traubenkernöl empfohlen.

Während Sesamöl als Speiseöl und in der ayurvedischen Lehre viel Zuspruch findet, ist Traubenkernöl noch ein Geheimtipp.

Etwas seltener kommt das Fruchtfleischöl der Avocado zum Einsatz, da es leicht verderblich ist. Sonnenblumenöl ist ebenfalls beliebt – allerdings sollte in diesem Fall nicht das sehr günstige Speiseöl zum Einsatz kommen.

Olivenöl

Olivenöl ist gut zum Massieren geeignet, denn es zieht sehr langsam ein. Als Basisöl sollte es mit passenden Düften kombiniert werden, denn der starke Eigengeruch des Olivenöls ist nicht sehr sinnlich.

Kokosöl

KokosölKokosöl ist ein leichtes Öl, dass schnell von der Haut aufgenommen wird. Da es bei Raumtemperatur fest ist, muss es zum Massieren leicht in den Händen erwärmt werden. Der leichte Kokosduft harmoniert mit den meisten ätherischen Ölen und wird von vielen Menschen als besonders angenehm empfunden.

Aber Vorsicht: Das Öl ist komedogen (Wert 4) – daher empfiehlt sich die Mischung mit nicht komedogenen Ölen.

Mandelöl

MandelölMandelöl besitzt eine pflegende Wirkung bei empfindlicher Haut und kann auch auf leicht gereizten Hautpartien eingesetzt werden. Beim Massieren verbessert es die Gleitfähigkeit und hat einen angenehmen Duft. Mandelöl ist eines der besten Massageöle, denn es ist sehr gut verträglich und relativ günstig.

Avocadoöl

AvocadoölDas Avocadoöl ist ein Allrounder, der für die meisten Hauttypen gut geeignet ist. Die Inhaltsstoffe dieses Öls werden oft mit einer verbesserten Hautgeneration in Verbindung gebracht. Zudem spendet das Öl sehr viel Feuchtigkeit. Da es ein Fruchtfleischöl mit vielen ungesättigten Fettsäuren ist, ist es nicht sehr lang haltbar.

Jojobaöl

JojobaölJojobaöl kann gut mit ätherischen Ölen kombiniert werden, denn es hat fast keinen Eigengeruch und ist sehr lange haltbar. (Wusstest Du, dass Jojobaöl ein flüssiges Pflanzenwach ist?) Bei trockener Haut sorgt es für Pflege und Feuchtigkeit.

Sonnenblumenöl

Sonnenblumenöl kommt häufig zum Einsatz, denn es kostet wenig und hat keinen auffälligen Geruch. Wir empfehlen jedoch die Verwendung anderer, kaltgepresster Öle.

Weitere pflegende Öle

Das Massage-Basisöl muss nicht aus einer Öl-Sorte bestehen. Bewährt hat es sich, ein gutes und günstiges Öl, wie Jojobaöl, mit einem hochwertigen und pflegenden Öl anzureichern.

Sehr reichhaltige Ölsorten sind zum Beispiel Hagebuttenkernöl und Nachtkerzenöl. Da diese Öle eher teuer sind, können sie beispielsweise ein Viertel des Basisöls ausmachen.

Sinnvoll bei allen Ölen ist es, auf Bioqualität zu achten. Diese Produkte sind frei von Schadstoffen, wie Pestizidrückständen und schonen die eigene Gesundheit. In vielen Naturkostläden können biologisch erzeugte Öle auch in geringen Mengen erworben werden.

Aroma- und ätherische Öle

Ätherische Öle werden aus Pflanzenteilen gewonnen. Konzentriert können sie verschiedene Wirkungen entfalten, was insbesondere an ihrem Starken Duft liegt. Leider werden unter der Bezeichnung „ätherisches Öl“ auch synthetische (naturidentisch) oder gestreckte Duftöle verkauft, die zwar ähnlich duften, aber nicht dieselbe Wirkung wie ein naturreines Öl besitzen.

Ätherische Öle, die mit einer Wasserdampf-Destillation oder der Kaltpressung gewonnen wurden, haben die höchste Qualität.

Ein naturreines Öl wird ausschließlich aus der Pflanze gewonnen und ohne Zusatzstoffe abgefüllt. Die besten naturreinen Öle stammen aus biologischem Anbau. Eine Alternative zu naturreinem Öl ist ein „natürliches Öl“. Der Vorteil ist auch hier, dass keine künstlichen Zusatzstoffe zugegeben werden.

Natürliche Öle sind in der Regel Mischungen aus mehreren Ölen. Sie enthalten zwar normalerweise keine synthetischen Zusatzstoffe, sind aber durch die Verwendung von weniger hochwertigen ätherischen Ölen nicht ganz so wirksam wie sortenreines ätherisches Öl.

Duftöle, die keine genaue Bezeichnung haben oder gar die Bezeichnung naturidentisch oder synthetisch besitzen, sollten vermieden werden. Die Duftstoffe stammen hier nicht aus der Pflanze, sondern wurden chemisch erzeugt. Manchmal ist auch das Herstellungsverfahren auf den ätherischen Ölen genannt. Solche Öle können unter Umständen zu Allergien und Hautirritationen führen und sollten deswegen nicht für Massageöle verwendet werden.

Richtiges Mischungsverhältnis

Für ein Massageöl werden Basis- und ätherische Öle miteinander vermischt. Bei 100 ml Basisöl, das aus verschiedenen Ölsorten bestehen kann, können circa 10 – 20 Tropfen des ätherischen Öls zugegeben werden.

Hier ist allerdings Vorsicht geboten, denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf ätherische Öle.

Daher empfiehlt es sich zunächst etwas weniger ätherisches Öl zu verwenden. Am besten eignet sich zum Dosieren ein sogenannter Tropfer um beim ersten Ausprobieren das ätherische Öl tropfenweise zuzugeben.

Das Basisrezept

Ein Massageöl selber zu machen ist kein Hexenwerk – allerdings benötigt man einige Utensilien. Vor dem ersten Benutzen sollten diese sorgfältig abgespült werden. Für eine lange Haltbarkeit empfiehlt sich die Nutzung einer dunklen Glasflasche.

Das brauchst Du für das Basisrezept:

  • 100 ml Basisöl
  • 10-20 Tropfen ätherische Öle
  • Messbecher
  • dunkle Glasflasche mit Schraubverschluss
  • Trichter

Wenn Du keine getönte Glasflasche zur Hand hast, solltest Du das Öl möglichst dunkel aufbewahren. Generell ist der beste Aufbewahrungsort für das Massageöl ein dunkler, kühler Raum. Hier halten sich die meisten Öle für einige Wochen.

Die Glasflasche kann mit kochendem Wasser sterilisiert werden, was die Haltbarkeit des Öls verlängert. Bevor es ans Mischen geht, sollten alle Gefäße sauber und griffbereit sein.

  1. Das Basisöl wird zuerst in die Glasflasche abgefüllt.
  2. Anschließend kann das Aromaöl tropfenweise zugegeben werden, bis die gewünschte Duftintensität erreicht ist. Da das Öl sein Aroma erst nach 2-3 Tagen richtig entfaltet, sollte hier sehr sparsam dosiert werden. So werden auch Hautreizungen vermieden.
  3. Durch leichtes Schütteln der Flasche können die Öle gut miteinander vermischt werden.

Rezepte für selbstgemachtes Massageöl

Wir haben einige Rezepte für DIY-Massageöl zusammengestellt. Beachte bitte, dass es sich hierbei nur um Empfehlungen handelt. Insbesondere bei der Dosierung des ätherischen Öls solltest Du sparsam sein. Lieber etwas weniger ätherisches Öl verwenden und dem Öl Zeit geben.

In den Rezepten werden folgende Öle als Basisöl verwendet:

Als Wirkstofföl kommen unter anderem diese Öle zum Einsatz:

Entspannendes und schlafförderndes Ganzkörper Massageöl

Ein Massageöl mit beruhigenden ätherischen Ölen kann nach einem langen Arbeitstag dabei helfen, zu entspannen. Bei Schlafproblemen kann diese Mischung vor dem Zubettgehen leicht einmassiert werden, da die verwendeten ätherischen Öle Körper und Geist auf die Nachtruhe vorbereiten.

Das Mandelöl enthält viel Vitamin E und tut zarter und empfindlicher Haut gut. Es pflegt die Haut sanft und zieht gut ein, ohne einen unangenehmen Film zu hinterlassen. Dieses Öl kann am Körper, wie der Brust, dem Rücken, Oberarmen und –schenkeln einmassiert werden.

Das ätherische Lavendelöl riecht sehr angenehm. (Vorsichtig dosieren!)

Zur Zubereitung sollten vorbereitet werden:

  • Eine dunkle Flasche mit etwa 100-150 ml Fassungsvermögen
  • Messbecher
  • Eventuell ein kleiner Trichter

Das brauchst Du für ein beruhigendes Massageöl:

  • 100 ml Mandelöl
  • 5 Tropfen Lavendelöl
  • 5 Tropfen Melissenöl
  • 3 Tropfen Hopfenöl
  1. Die Flasche gut auswaschen und mit klarem Wasser nachspülen. Unbedingt gut abtropfen lassen, um Feuchtigkeit in der Flasche zu vermeiden.
  2. Alle Zutaten bereit stellen
  3. Das Basisöl abmessen und eventuell mit einem Trichter in die Flasche umfüllen
  4. Nun die ätherischen Öle zugeben. Die Mengenangaben sind hier, besonders im Falle des stark duftenden Lavendelöls Richtwerte. Empfindliche Nasen sollten erst einmal weniger ätherische Öle zugeben, also beispielsweise 3-4 Tropfen pro Sorte.
  5. Die Flasche gut verschließen und etwa 30 Sekunden schütteln
  6. Vor der Anwendung sollte das Massageöl etwa 2-3 Tage ruhen. Dazu kann es im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Das Massageöl sollte vor der Anwendung leicht geschüttelt werden, um die Bestandteile zu vermengen. Etwa einen Esslöffel Öl in den Handteller geben und zwischen beiden Händen verreiben, um das Öl zu verteilen und anzuwärmen.

Nun mit kreisenden Bewegungen auf dem eigenen oder dem Körper des Partners verteilen. Für eine schlaffördernde und beruhigende Wirkung eignen sich vor allem Brust, Schultern und Rücken.

Romantisches Öl für die Partnermassage

Die Düfte von ätherischen Ölen wirken sich auf Körper und Geist aus. Sinnliche Düfte sind eine Bereicherung für die Paarmassage und sorgen für eine romantische Atmosphäre. Blumige und holzige Düfte können gut für ein romantisches Massageöl kombiniert werden. Das angenehme Jojobaöl kann durch seine flüssige Konsistenz gut verteilt werden und spendet Feuchtigkeit.

Öl für Partnermassage selber machen
Sinnliches Massageöl selber machen

Vor der Zubereitung vorbereiten:

  • Eine schöne Flasche oder ein Schraubglas mit kleinem Deckel
  • Ein Messbecher

Das brauchst Du für das romantische Massageöl:

  • 150 ml Jojobaöl
  • 5 Tropfen ätherisches Rosenöl
  • 5 Tropfen Ylang-Ylang
  • 5 Tropfen Zimtrinde
  • 5 Tropfen Jasminöl
  • Eventuell Rosenblätter zur Dekoration
  1. Vom Basisöl 150 ml abmessen und in die Schraubflasche umfüllen
  2. Von jedem ätherischen Öl etwa 3 Tropfen hinzu geben
  3. Die Flasche gut verschließen und das Öl kurz schütteln
  4. Ist das Ergebnis gut geworden, können nun die Rosenblätter als Dekoration und für zusätzliches Aroma in das Öl gegeben werden.
  5. Falls das Massageöl noch nicht ausreichend duftet, können weitere 1-2 Tropfen pro ätherisches Öl eingeträufelt werden.

Eine Massage des Oberkörpers mit diesem Massageöl regt durch das Jasminöl an und sorgt durch warmen Jasmin und Zimtrinde für eine wohlige Stimmung.

Etwa 1 Teelöffel des Öls sollten vor dem Auftragen in den Handtellern kurz angewärmt werden.

Anregendes Massageöl zum Lernen

Bei viel Kopfarbeit entstehen Verspannungen, die sich meist schnell in Nacken- und Rückenschmerzen äußern und bis in den Kopf ausstrahlen können. Gerade in Lernphasen können Pausen, in denen Schläfen, Nacken und Schultern mit einem erfrischenden Massageöl behandelt werden, diesen Symptomen vorbeugen.

Ein neutrales Basisöl, wie das schnell einziehende Kokosöl, ist dafür gut geeignet. Es tut durch seine kühlende Wirkung zusätzlich gut. Das Öl enthält wertvolles Vitamin E und Mineralstoffe, die im Gesicht zusätzlich eine pflegende Wirkung haben.

Wird dem Basisöl ein Anteil Wildrosenöl (Hagebuttenkernöl) beigemengt, ist das Massageöl eine reichhaltige Pflege für Mischhaut, die sogar Mitessern und Falten vorbeugen kann.

Ätherische Öle, wie Zimtrinde und Zitrusöle, steigern die Konzentrationsfähigkeit und helfen dabei, die Gedanken zu sortieren. Ein wahrer Geheimtipp ist jedoch ätherisches Rosmarinöl, das die Stimmung aufhellt und den Geist klärt.

Vorbereitungen:

  • Ein sauberes und nicht zu tiefes Schraubglas oder ein Tiegel
  • Ein Gefäß zum Anwärmen des Kokosöls
  • Ein Topf oder eine Schüssel mit etwa 50 Grad warmem Wasser
  • Ein sauberer Teelöffel zum Dosieren
  • Ein Messbecher
  • Eine Waage

Das brauchst Du für das Massageöl bei Lernstress:

  • 100 g Kokosöl
  • 20 ml Wildrosenöl
  • 10 Tropfen ätherisches Orangenöl
  • 4 Tropfen ätherisches Koriandersamen-Öl
  • 4 Tropfen ätherisches Rosmarinöl
  • 4 Tropfen Zimtrinde
  1. Das Kokosöl mit einem Löffel entnehmen und 100 g abwiegen. Dafür kann gleich das Gefäß zum Anwärmen benutzt werden. An warmen Tagen kann das Erwärmen im Wasserbad übersprungen werden.
  2. Das Kokosöl ist bei Zimmertemperatur fest und sollte deswegen zum Anrühren leicht angewärmt werden. Dafür wird das Glas mit dem Kokosöl in eine Schüssel oder einen Topf mit warmem Wasser gestellt. Sehr wichtig ist es, dass kein Wasser in das Öl schwappt. Außerdem darf das Wasser nicht zu heiß sein.
  3. Das Kokosöl wird nun gerührt, bis es flüssig ist. Nun kann das Wildrosenöl hinzugegeben werden.
  4. Sind beide Öle gut vermischt, werden die ätherischen Öle hineingetropft.
  5. Bei einer kühlen Raumtemperatur oder im Kühlschrank wird dieses Öl fest. Deswegen kann es gut in einem Tiegel oder einer Cremedose aufbewahrt werden. Auch ein flaches Schraubglas eignet sich.

Für eine Massage kann dieses Öl entweder mit den Fingern oder einem Löffel entnommen werden. Eine haselnussgroße Menge reicht für eine Massage der Schläfen oder des Dekolletés.

In anstrengenden Lebensphasen kann das Öl zwischendurch für eine entspannende Massage genutzt werden, um die Gedanken zu sortieren und neue Kraft zu sammeln.

Massageöl für den Bauch

Eine Bauchmassage tut Kindern und Erwachsenen bei Verdauungsbeschwerden und Bauchschmerzen gut.  Entkrampfende ätherische Öle helfen, die Verdauung zu regulieren. Mit Ingweröl ist das Massageöl auch hilfreich bei Übelkeit. (Du möchtest Ingweröl selber machen? In unserem Rezept zeigen wir dir, wie Du einen Ingwerauszug machen kannst.)

Selbstgemachtes Öl für Bauchmassage
Beruhigend für den Bauch – Selbstgemachtes Massageöl

Vorbereitungen

  • Dunkle Flasche, gut ausgewaschen
  • Trichter
  • Messbecher

Das brauchst Du für das Bauch-Massageöl:

  • 100 ml Mandelöl
  • 3 Tropfen ätherisches Ingweröl
  • 6 Tropfen Bergamotte
  • 4 Tropfen Cardamom
  • 4 Tropfen Fenchel
  1. Das Basisöl abmessen und in die dunkle Flasche abfüllen.
  2. Die ätherischen Öle zugeben und gut schütteln.
  3. Das Öl kann im Kühlschrank aufbewahrt werden

Bei Verdauungsbeschwerden, wie Übelkeit und Blähungen, das Öl zwischen den Händen erwärmen und den Bauch damit sanft massieren. Dabei mit kreisenden Bewegungen arbeiten.

Massageöl für Gelenke und Glieder

Nach dem Sport oder der Arbeit schmerzen vielen Menschen die Glieder und Gelenke. Eine lindernde Massage tut gut und hilft bei der Regeneration, besonders wenn ein lästiger Muskelkater droht. Entzündungshemmende und muskelentspannende ätherische Öle können auch nach dem Training angewandt werden. Um das Massageöl zum Training mitzunehmen, sollte es in eine leichte und bruchsichere Flasche gefüllt werden.

Vorbereitungen

  • Dunkles Gefäß
  • Messbecher
  • Trichter

Das brauchst Du für das Gelenk-Massageöl:

  • 100 ml Sonnenblumenöl
  • 6 Tropfen ätherisches Kurkumaöl
  • 4 Tropfen Cajeput
  • 4 Tropfen Campfer
  • 4 Tropfen Wacholder
  1. Das Basisöl in eine geeignete Flasche füllen. Als Alternative zum neutralen und leicht zu verreibenden Sonnenblumenöl eignet sich auch das aromatische Olivenöl.
  2. Die ätherischen Öle mit dem Basisöl vermischen.
  3. Das Öl im Kühlschrank aufbewahren.

Das Massageöl direkt aus dem Kühlschrank in die Hände träufeln und die Gelenke gut einreiben. Massiert sollte aber immer nur so stark werden, dass die Gelenk- und Gliederschmerzen sich nicht verstärken.

Das Massageöl kann zwar Schmerzen lindern, hilft aber nicht bei ernsthaften Verletzungen.

Massageöl für eine glatte Haut

Eine Massage der empfindlichen Haut im Gesicht, am Hals und im Dekolleté ist nicht nur entspannend, sondern macht auch schön. Wertvolles Wildrosenöl kombiniert mit ätherischen Ölen für eine reine und glatte Haut ersetzen die meisten industriellen Cremes.

Wer Angst vor fettiger Haut hat, sollte die wohltuende Massage erst einmal abends testen. Rosengeranie erhält eine straffe Gesichtshaut. Das wertvolle Wildrosenöl ist ein richtiger Allrounder, der sich als Basisöl für fast jeden Hauttypen eignet.

Vorbereitungen

  • Gut ausgewaschene und eventuell abgekochte dunkle Flasche
  • Kleiner Trichter
  • Messbecher

Das brauchst Du für das Jungbrunnen-Massageöl:

  • 100 ml Wildrosenöl
  • 5 Tropfen Geranium
  • 8 Tropfen ätherisches Rosenöl
  • 8 Tropfen Rosengeranie
  1. Das Basisöl in die Flasche füllen
  2. Die ätherischen Öle hinzu geben
  3. Flasche gut schütteln

Das Massageöl eignet sich gut für eine abendliche Gesichtsmassage, aber auch um die Haut nach dem Duschen zu pflegen. Einige Tropfen des Öls genügen normalerweise.

Vor der Massage sollte das Gesicht mit Wasser abgetupft beziehungsweise abgeschminkt werden. Dann das Öl auf der noch feuchten Haut verteilen und sanft einarbeiten.

Massageöl gegen Kopfschmerzen

Viele Menschen leiden häufig unter Kopfschmerzen. Kühlende Pfefferminze kann die Schmerzen lindern und zur Entspannung beitragen. Als Basisöl eignen sich die meisten Öle. Da das Massageöl an den Schläfen aufgetragen wird, ist ein leichtes Öl, wie Jojobaöl, eine gute Wahl.

Vorbereitungen

  • Kleines Fläschchen aus dunklem Glas
  • Kleiner Trichter
  • Messbecher

Das brauchst Du für das Kopfschmerz-Massageöl:

  • 50 ml Jojobaöl (Alternativ: Mandelöl)
  • 10 Tropfen ätherisches Pfefferminzöl

Beide Öle in der Flasche miteinander vermischen.

Bei Kopfschmerzen auf die Schläfen tupfen und dort mit leicht kreisenden Bewegungen verteilen. Anfangs nicht zu viel Öl verwenden, da der Duft von Pfefferminzöl sehr intensiv sein kann.

Massageöl bei Erkältungen und Husten

Ätherische Öle, wie Eukalyptus, werden häufig bei Erkältungen empfohlen. Sie helfen dabei, besser durchzuatmen und Begleiterscheinungen von grippalen Infekten zu lindern. Gerade für die Nacht kann eine Massage des Brustkorbs wohltuend sein, um trotz der Erkältung gut schlafen zu können.

Eukalyptusöl gegen Erkältung
Gegen Erkältung mit Eukalyptusöl massieren

Vorbereitung

  • 1 kleine Schraubflasche
  • Kleiner Trichter
  • Messbecher

Das brauchst Du für das Erkältungs-Massageöl:

  • 100 ml Mandelöl
  • 5 Tropfen Eukalyptus
  • 3 Tropfen Weihrauch
  • 3 Tropfen Teebaum
  • 5 Tropfen Zitrone
  • 3 Tropen Zedernholz
  1. Das Mandelöl abmessen und abfüllen.
  2. Die ätherischen Öle zugeben und alles gut miteinander vermischen.

Bei Schnupfen und Erkältung kann das Öl gut für die Massage von Brustkorb und Rücken genutzt werden. Auch auf den Fußsohlen kann das Öl angenehm wirken. Vor der Nacht aufgetragen, hilft es beim Durchschlafen.

Massageöl für einen klaren Geist

Nach anstrengenden Tagen und in Zeiten großer Anstrengung kann eine revitalisierende Massage Wunder wirken. Ätherische Zitrusöle lockern nicht nur die Muskulatur, sondern hellen auch die Stimmung auf. Ätherisches Thymianöl kann zusätzlich gegen müde Glieder und Erschöpfung helfen.

Vorbereitung

  • 1 kleine und dunkle Flasche
  • 1 kleiner Trichter
  • 1 Messbecher

Das brauchst Du für das vitalisierende Massageöl:

  • 80 ml Sonnenblumenöl
  • 20 ml Mandelöl
  • jeweils 5 Tropfen ätherisches Zitronen- und Orangenöl
  • 4 Tropfen Bergamotte
  • 4 Tropfen ätherisches Thymianöl
  1. Das Sonnenblumenöl in der Flasche mit dem Mandelöl vermengen.
  2. Alle ätherischen Öle zugeben.

Das Massageöl in den Handteller geben und gut auf beiden Händen verteilen. Mit großen Bewegungen in die Gliedmaßen und den Rücken einmassieren.

Massageöl für weiche Haut

Entgegen der weitläufigen Meinung können Öle sogar dazu beitragen, dass die Haut im Gesicht, dem Rücken und dem Dekolleté weniger fettig ist und die Poren kleiner erscheinen. Als Basisöl kann hier gut Traubenkernöl verwendet werden, dass besonders nach dem Duschen die Poren reinigt und klärt. Ätherisches Teebaum- und Thymianöl verstärken den Effekt noch und wirken gegen Bakterien.

Vorbereitungen

  • 1 kleine Flasche
  • 1 kleiner Trichter
  • 1 Messbecher

Das brauchst Du für das „Weiche-Haut-Massageöl“:

  • 100 ml Mandelöl
  • 10 Tropfen ätherisches Thymianöl
  • 5 Tropfen Teebaumöl

Die Öle abmessen und in der Flasche miteinander vermischen

Das Massageöl auf ein Wattepad oder ein weiches Tuch träufeln und in die feuchte Haut einmassieren. Am Rücken kann auch mit den Händen gearbeitet werden. Die Massage sollte sanft vorgenommen werden, um die Haut nicht zu reizen.