Kokosöl ist ein richtiger Allrounder und kann auf vielfältige weise eingesetzt werden. Es eignet sich als Grundlage für DIY-Kosmetik, da es bei circa 20 Grad Celsius fest ist. Trägt man es auf die Haut auf, wird es jedoch flüssig und lässt sich gut verteilen.

Kokosöl gegen Falten
Kokosöl gegen Falten – Hat es eine Wirkung?

Kokosnussöl enthält hochwertige Inhaltsstoffe und empfielt sich vorwiegend bei trockener Haut. Da das Öl einen hohen Komedogenitätsgrad (3-4) hat, sollte es mit einem nicht komedogenen Öl gemischt werden.

Kokosöl für die Haut

Die menschliche Haut besteht aus der Oberhaut (Epidermis), der Lederhaut (Dermis) und der Unterhaut. Die Haut schützt den Körper vor Bakterien und Viren. Gleichzeitig ist sie eine starke Barriere gegen Feuchtigkeit und Kälte.

Die Haut ist unser größtes Körperorgan und will gut gepflegt werden, denn im Alltag ist sie vielen Belastungen ausgesetzt. Trockene Heizungsluft, frostige Temperaturen aber auch häufige Temperaturwechsel sind anstrengend für die menschliche Haut. Zu wenig Flüssigkeit und ungesunde Ernährung machen sich im Hautbild ebenso bemerkbar, wie intensive Sonnenbäder.

Wie entstehen Falten?

Im Laufe der Zeit verändert sich die Haut. Hierbei spricht man von intrinsischer Hautalterung. Das Ergebnis sind die feinen Linien auf der Oberhaut und verringerte Elastizität sowie Feuchtigkeitsverlust. Die Haut ist weniger gut gepolstert, da die Epidermis dünner wird und die Kollagenbildung zurückgeht.

Zu den extrinisischen Faktoren zählen unter anderem UV-Strahlung, ungesunde Ernährung und Nikotin.

Die menschliche Haut altert mit der Zeit und wird pflegebedürftiger. Kokosöl kann erheblich zur Hautgesundheit beitragen und ist ein pflegendes Öl, das sich als Hausmittel gegen Falten einen Namen gemacht hat.

Wer bereits mit Hautproblemen zu kämpfen hat, kann ebenfalls auf Kokosöl zurückgreifen. Das Öl beruhigt gerötete und angespannte Haut. Die langanhaltende, feuchtigkeitsspendende und rückfettende Wirkung hilft im Winter bei trockener Luft oder im Sommer bei sonnengereizter Haut.

Kokosöl ist komedogen

An dieser Stelle allerdings ein Wort zur Vorsicht, Stichwort Komedogenität: Kokosöl gilt als stark komedogen. Das bedeutet, dass es die Hautporen verstopfen kann und die entstehung von Pickeln und Mitessern begünstigt.

Wer zu fettiger Haut neigt, bei dem könnten sich Hautprobleme verstärken. Jede Haut reagiert anders auf Pflegeprodukte. Aus diesem Grund mag es angebracht sein, Kokosöl nur bei trockener Haut anzuwenden.

Grundsätzlich ist es eine gute Idee, Kokosöl mit anderen Ölen zu mischen. Hierfür bietet sich ein Basisöl, wie Jojobaöl oder Mandelöl an. Während das Öl aus der Jojobanuss nicht komedogen ist, ist Mandelöl leicht komedogen. Beide Öle sind für alle Hauttypen geeignet und lassen sich problemlos im verhältnis 50:50 mischen.

Wertvolle Inhaltsstoffe

Kokosöl enthält eine Vielzahl von wertvollen Inhaltsstoffen. Damit unterscheidet es sich nicht von anderen pflanzlichen Ölen. Wie kommt es also, dass Kokosöl der Ruf vorauseilt, bei Hautproblemen und Falten zu helfen?

Das liegt im Wesentlichen am Vorkommen von drei Inhaltsstoffen: Fettsäuren, Antioxidantien und Vitaminen.

Laurinsäure

Etwa die Hälfte der in Kokosöl enthaltenen Fettsäure ist die sogenannte Laurinsäure. Diese und weitere enthaltene Fettsäuren wie die Caprylsäure, die Capronsäure oder Caprinsäure sind bekannt für ihre antimikrobielle und antibakterielle Wirkung.

In verschiedenen Studien wurde die Wirkung von Fettsäuren gegen Hautunreinheiten untersucht. Hierbei ging es insbesondere um die Wirkung bei Pickeln und Akne. Wenngleich Laurinsäure die Vermehrung der Aknebakterien (Propionibacterium acnes) hemmt, ist es kein Wundermittel.

Antioxidantien

Die aggressiven freien Radikale, die durch eine ungesunde Lebensweise oder auch durch UV-Strahlung im Körper freigesetzt werden, greifen unsere Körperzellen an. Die unangenehme Folge, die wir alle kennen: Die Haut altert sichtbar.

Kokosöl enthält viele wertvolle Polyphenole, die auch als sekundäre Pflanzenstoffe bezeichnet werden. Zu diesen zählt die Ferulasäure. Sie wirkt der Hautalterung entgegen, indem sie Hautschäden durch UV-Strahlung repariert.

Vitamin E

Ein Mangel an Vitamin E führt zum einen oftmals zu Symptomen wie trockene und rissige Haut. Die Haut der Betroffenen sieht schlaff und älter aus, als es seinem Alter entspricht.

Wer häufig zu Anti-Falten-Cremes greift, weiß, dass darin oft Tocopherol (Vitamin E) enthalten ist. Das kommt nicht von ungefähr.

Vitamin E ist ein Antioxidans und kann das Hautbild verjüngen und bestehende Fältchen reduzieren. In Kokosöl ist relativ viel Vitamin E enthalten.

Wogegen hilft Kokosöl?

Kokosöl bietet sich für die tägliche Feuchtigkeitsversorgung der Haut an. Es spendet Feuchtigkeit und macht die Haut weich. Zudem zieht das Öl schnell ein und hinterlässt keinen unangenehmen Film auf der Haut – lediglich einen leichten, doch überaus angenehmen Duft nach Kokos.

Kokosöl ist daher ein wunderbares Pflegeöl, dessen Wirkung auf die Haut und gegen Falten nie isoliert voneinander betrachtet werden kann. Das Hautbild wird durch eine verbesserte Lebensweise (unter anderem ausreichend Wasser tinken und auf Zigaretten verzichten) ebenso verbessert, wie durch eine regelmäßige Hautpflege.

Bei aller Euphorie sollte man von einem Pflegeprodukt jedoch keine Wunder erwarten. Kokosöl spendet Feuchtigkeit und pflegt die Haut. Allerdings kann es Falten nicht wegzaubern und ist auch kein Ersatz für Sonnenschutz. UV-A und UV-B-Strahlung kann die Haut schädigen und vorzeitig altern lassen, also Faltenbildung begünstigen.

Kokosöl wird ein Lichtschutzfaktor zwischen 6 – 8 zugewiesen. Gemäß einer 2004 durchgeführten Studie liegt die Durchlässigkeit der UV-Strahlen jedoch bei fast 100 Prozent.

Gegen Falten

Viele Menschen verwenden Kokosöl als Ersatz für die herkömmliche Feuchtigkeitscreme. Und das längst nicht mehr nur in der Heimat der Kokospalme, wo sich das wertvolle Öl schon seit vielen Jahrzehnten als Pflege für das Gesicht und Hausmittel gegen Falten bewährt hat.

Kokosöl hat sich inzwischen nicht nur in Europa als Feuchtigkeitscreme-Ersatz, sondern auch als natürliches Anti-Aging-Mittel einen Namen gemacht. Das liegt in erster Linie am enthaltenen Vitamin E.

Um die Wirkung von Kokosöl gegen Falten noch zu steigern, kann es mit rotem Palmöl gemischt werden. Palmöl enthält das Coenzym Q10, das auch in vielen Anti-Aging-Produkten enthalten ist. Palmöl gibt es in verschiedenen Qualitätsstufen, daher unbedingt auf das rote, kaltgepresste Öl zurückgreifen. Mischt man beide Öle im Verhältnis 80:20 erhält man eine Produkt, dass einer Creme nicht unähnlich ist und sich leicht auftragen lässt.

In purem Kokosöl sind im Gegensatz zu vielen Cremes keine bedenklichen Konservierungsstoffe, wie Parabene, enthalten.

Welches Kokosöl ist ideal gegen Falten?
Kokosöl gibt es in Deutschland in unterschiedlichen Qualitätsstufen und Preisklassen. Bei der Auswahl sollte die höchste Qualitätsstufe zurückgegriffen werden. Kaltgepresstes Bio-Kokosöl wird schonender hergestellt, wodurch viel mehr Inhaltsstoffe enthalten bleiben. Insbesondere die Vitamine reagieren sehr empfindlich auf Hitze. Je schonender der Herstellungsprozess, desto höher der Gehalt an Vitamin E und Laurinsäure. Gleiches gilt natürlich auch für die gesundheitsfördernden Mineralien, wie Magnesium und Kalium.

Bei kaltgepresstem Kokosöl sind alle Vitamine und die antimikrobiell wirkenden, mittelkettigen Fettsäuren enthalten. Wir empfehlen ein Kokosöl aus kontrolliert biologischem Anbau, das die Bezeichnung kbA trägt.

Durch eine Pflege mit Kokosöl wird die Haut gestrafft und kleine Hautfältchen können dank der wertvollen Inhaltsstoffe gemildert werden.

Kokosnussöl ist nicht nur pH-hautneutral, sondern hat sogar eine regulierende Wirkung auf das Säure-Basen-Gleichgewicht der Haut. Dies ein weiterer Grund, warum es gerne gegen altersbedingte Faltenbildung eingesetzt wird.

Zusätzlich regt es die Zellerneuerung der Haut an und verlangsamt den Abbau von Kollagen. Hierbei handelt es sich um ein körpereigenes Protein, das wesentlich für eine schöne, faltenfreie Haut ist.

Kokosöl kann wahlweise nur im Gesicht aufgetragen oder als Massageöl verwendet werden. Für die Massage kann pures Kokosöl genutzt werden. Aber auch eine Mischung mit Mandelöl ist denkbar.

Solch eine Kokosöl-Massage ist nicht nur eine Wohltat für Körper und Seele, sondern beugt auch Cellulite vor.  Dabei nicht vergessen, ausreichend Wasser zu trinken. So wird die wohltuende Wirkung der Kokosölmassage noch verstärkt und das Hautbild zusätzlich verbessert.

Eine warme Dusche vor der Massage öffnet die Poren und ermöglicht es den wertvollen Inhaltsstoffen des Öls, auch tiefere Hautschichten zu erreichen. Im Anschluss an die Massage etwaige Ölreste auf der Haut abwischen.

Bei unreiner Haut

Aufgrund seiner positiven Eigenschaften hat sich Kokosöl bei der Bekämpfung und Behandlung von Hautunreinheiten bewährt. Es wirkt entzündungshemmend, kühlend und Juckreiz mildernd. Die Juckreiz mildernde Wirkung wird verstärkt, wenn das Kokosöl im Kühlschrank aufbewahrt wird.

Kokosöl werden noch eine weitere Wirkungen zugeschrieben, die jedoch lediglich auf Beobachtungen von Nutzern basieren. So soll das Öl den Heilungsprozess von Narben fördern und gegen sogenante Schwangerschaftsstreifen helfen. Die Epidermis wird in diesem Fall durch eine intensive Massage mit Feuchtigkeit versorgt.

Bei Hautkrankheiten

Auch bei Hautkrankheiten wie Schuppenflechte oder Neurodermitis soll das Kokosöl helfen. Diese beiden Hautprobleme gehen immer mit sehr trockener, juckender Haut einher.

Insbeosndere bei Neurodermitis benötigt die Haut eine reichhaltige Pflege. Nachweislich helfen hier Nachtkerzenöl und Borretschöl, die einen hohen Anteil Gammlinolensäure (GLA) haben. Kokosöl enthält viele Fettsäuren – aber diese dreifach ungesättigte Omega-6-Fettsäure ist in Kokosöl nicht enthalten.

Gesunde Haut profitiert in jedem Fall von einer Pflege mit Kokosöl. Bei bestehenden Pickeln und Akne kann es jedoch nur in Teilen Abhilfe schaffen. Insbesondere bei Akne und Neurodermitis ist die Rücksprache mit einem Dermatologen angeraten. Gegen Pickel hilft in jedem Fall das punktuelle Auftragen von ätherischem Teebaumöl.

Um sich diese positive Wirkung von Kokosöl zunutze machen zu können, sollte hochwertiges, kaltgepresstes Kokosöl in den Speiseplan aufgenommen werden.

Die richtige Anwendung

Vor dem Auftragen von Kokosöl auf die Haut sollte diese stets gründlich gereinigt werden. Wer auf Nummer sich gehen will – oder eine sensible Haut hat –, kann vor dem Auftragen ein Peeling machen. Das reinigt die Haut zusätzlich und schützt die Poren vor Verstopfung.

Öfter als zwei- bis dreimal die Woche sollte das Peeling aber nicht durchgeführt werden, um die Haut nicht überzustrapazieren.

Kokosöl bietet sich hervorragend als Über-Nacht-Pflege an. Vor dem Schlafengehen großzügig aufgetragen, kann es so die ganze Nacht lang einwirken.

So wendest du Kokosöl gegen Falten an:

  1. Reinige Deine Haut mit warmem Wasser.
  2. Massiere und klopfe Kokosöl wahlweise pur ode rmit anderen Ölen gemischt ein die Haut ein.
  3. Lass das Öl einziehen.
  4. Überschüssiges Öl kannst Du mit einem Lappen entfernen.

Ob das Öl pur oder gemischt zum Einsatz kommt, ist abhängig vom Hauttyp. wenn Du dir unsicher bist, welcher Hauttyp du bist, kannst du unseren Hauttyp-Test machen.

Abendroutine mit Kokosnussöl

Kokosöl ist eine gute Alternative zu alkoholbasierten Gesichtsreinigern, daher kann  es problemlos in die Abendroutine eingebaut werden. Zudem entfernt Kokosöl auch schonend und zuverlässig Make-up.

Einfach mit den Fingern oder mit einem Wattepad auftragen, einmassieren und kurz einwirken lassen. Anschließend mit einem feuchten, lauwarmen Waschlappen entfernen.