Das Selbstmachen von Handcreme ist nicht schwer und erlaubt es, die perfekte Mischung für die eigene Haut zu finden.

Handcreme selber machen

Je nach Beanspruchung und Hauttyp können es ganz unterschiedliche Öle sein, die die Haut pflegen und die Bildung von rissigen, trockenen Händen verhindern.

In der kalten Jahreszeit oder bei häufigem Händewaschen ist oft eine reichhaltige Pflege notwendig. Doch auch im Frühjahr und Sommer kann eine leichte Pflege sinnvoll sein, um eine geschmeidige Haut und ein angenehmes Gefühl zu erhalten.

Welche Öle sich am Besten eignen und wie eine Handcreme leicht selbst gemacht werden kann, erklären wir in diesem Artikel und stellen Dir 7 Rezepte für selbstgemachte Handcremes vor.

Was interessiert Dich?

Die besten Öle für die Handcreme

Eine Creme besteht in der Regel aus mehreren Ölen:

  1. Basisöl
  2. Duftöl
  3. Wirkstofföl

Das Basisöl bildet die Grundlage für die Creme und sorgt für eine gute Konsistenz. Es ist der Träger für die weiteren Inhaltsstoffe, wie Wirkstoff- und Duftöle.

Schon bei der Wahl des Basisöl sollte darauf geachtet werden, welche Pflegewirkung das Öl hat und wie reichhaltig es ist. Je nach Hauttyp und Beanspruchung eignen sich unterschiedliche Ölsorten, denn nicht jedes Öl zieht gleich schnell ein.

Da gerade für eine Handcreme eine reiche Pflege ohne die Bildung eines lästigen Ölfilms wichtig ist, sollte ein hochwertiges Basisöl gewählt werden, das nicht zu reichhaltig für den eigenen Hauttyp ist.

Die Basisöle können auch miteinander gemischt werden.

Basisöl für Handcreme

Sheabutter mit duftendem ZitronenölAls Basisöl für eine selbstgemachte Handcreme bieten sich verschiedene Öle an.

Für eine festere Konsistenz sorgen

  • Kokosöl
  • Sheabutter
  • Kakoabutter
  • Babassuöl
  • Bienenwachs
  • Carnaubawachs

Diese Öle werden erst bei Zimmertemperatur flüssig. Das ist besonders praktisch, wenn die Handcreme mitgenommen werden soll.

Die festen Öle lassen sich prima mit flüssigen Basisölen mischen, zum Beispiel mit

  • Jojobaöl
  • Rizinusöl
  • Mandelöl
  • Olivenöl

Basisöle lassen sich mischen

Rizinusöl für die Hände

Jojobaöl ist ein richtiger Allrounder, denn es ist sehr geschmeidig, geruchsneutral und zieht gut ein. Streng genommen ist Jojobaöl ein Wachs – es verhält sich jedoch wie ein Öl.

Rizinusöl zieht tief in die unteren Hautschichten ein und verstärkt damit auch die Wirkung der anderen Inhaltsstoffe. Es soll außerdem eine glättende Wirkung besitzen, da es der Haut Elastizität verleiht und Feuchtigkeit speichert. (Vorsicht: Rizinusöl wirkt abführend!)

Der Klassiker bei DIY-Kosmetik ist Kokosöl, das aufgrund seines Dufts und seiner kühlenden Wirkung besonders beliebt für die Herstellung von Cremes ist. Es ist sehr leicht und damit auch für eine Sommercreme geeignet.

Etwas reichhaltiger sind Sheabutter und Kakaobutter, die ebenfalls erst bei hohen Temperaturen flüssig werden. Sie eignen sich eher für eine winterliche Pflege oder sehr trockene Haut.

Bienenwachs und veganes Carnaubawachs sind ebenfalls eine gute Grundlage für selbstgemachte Handcreme. Wachse sind komme bei der Hautpflege häufig zum Einsatz, denn sie verleihen der Haut eine Schutzschicht. Eine Creme mit Wachs eignet sich gerade bei kaltem und feuchtem Wetter zum Schutz vor dem Austrocknen.

Wirkstofföle für Handcreme

Die Basisöle sind natürlich nicht nur als Trägeröl gedacht. Sie spenden Feuchtigkeit und machen rissige Hände geschmeidig. Doch es gibt noch einige Öle oder Ölauszüge (Mazerat), die eine sinnvoll Ergänzung sind.

Nachtkerzenöl ist ein richtiger Geheimtipp, denn es ist sehr pflegend und soll gerade bei sehr trockenen Händen helfen. Durch den sehr hohen Anteil Gammalinolensäure (GLA) wird das Öl zum Beispiel auch als Hausmittel bei entzündlichen Hautkrankheiten geschätzt. Gleiches gilt übrigens auch für Borretschöl.

Avodacadoöl spendet sehr viel Feuchtigkeit, kann aufgrund der vielen ungesättigten Fettsäuren jedoch schnell ranzig werden. Daher sollt es nur in sehr geringen Mengen  beigemischt werden.

Ölauszüge werden durch das Einlegen von Pflanzenteilen in Öl gewonnen. Dabei werden viele wertvolle Inhaltsstoffe ausgezogen und sind durch das Öl länger haltbar. Zu den Klassikern gehören Arnikaöl und Ringelblumenöl.

Während Arnikaöl vorwiegend als Massageöl zum Einsatz kommt, soll Ringelblumenöl bei trockener und rissiger Haut Linderung verschaffen. Unter der botniaschen Bezeichnung Calendula kennst Du diese Pflanze vielleicht, denn sie ist häufig Bestandteil bei Wund- und Heilsalben.

  • Hagebuttenkernöl
  • Nachtkerzenöl
  • Avocadoöl
  • Arnikaöl
  • Ringelblumenöl / Calendulaextrakt
  • ätherisches Salbeiöl
  • ätherisches Rosenöl
  • ätherisches Lavendelöl
  • ätherisches Minzöl
  • Allantoin
  • Dexpanthenol (auch: D-Pathenol)
  • Aloe-Vera Gel

7 Rezepte: Handcreme selbst machen

Wir haben für Dich 7 Rezepte zusammengestellt, die bei verschiedenen Problemen helfen. Du benötigst bei allen Rezepten ein wenig Zubehör. Die Mengenangaben haben wir in Gramm angegeben, da das Abmessen von festen Ölen sonst schwierig wird.

Grundsätzlich kommt es auf das Verhältnis an. Wenn die Mengen ungefähr stimmen, ist das ausreichend. Davon ausgenommen sind die ätherischen Öle. Dosiere ätherische Öle immer sparsam, da es sonst zu Hautreizungen kommen kann. Während Du dich bei Ölen grob an der Masse orientieren kannst, solltest Du bei den ätherischen Ölen unbedingt einen Tropfer verwenden.

Die festen Öle musst Du zum Mischen schmelzen. Das geht am besten im Wasserbad. Die Mikrowelle ist eher ungeeignet.

1. Handcreme für sehr rissige Haut

Gerade im Winter bekommen viele Menschen rissige Haut, die durch Wind und Wetter noch verstärkt wird. Die feinen Risse und trockene Stellen sind unangenehm und bieten Bakterien den perfekten Lebensraum. Das sorgt schnell für unangenehme Entzündungen und juckende Stellen. Wichtig ist es deswegen, die Haut frühzeitig vor dem Austrocknen zu schützen.

Handcreme aus Sheabutter und Jojobaöl gegen rissige Hände selber machen
Hilft gegen Austrocknung der Haut: Handcreme aus Sheabutter, Carnaubawachs und v.a. Jojobaöl

Für die Zubereitung sind nötig:

  • Ein kleiner Topf mit Wasser
  • Eine feuerfeste Schüssel fürs Erwärmen im Wasserbad
  • Ein sauberer Spatel

Zutaten:

  • 30 Gramm Bienenwachs oder 12 Gramm Carnaubawachs
  • 20 Gramm Sheabutter
  • 20 Gramm Jojobaöl
  • etwa 10 Tropfen ätherisches Öl zum Beduften: ätherisches Minzöl sorgt für ein angenehmes Prickeln
  • Optional: D-Pathenol aus der Apotheke oder dem Naturkosthandel sorgt für zusätzliche Pflege. Die Tropfen sollten nach Packungsangabe zur Creme gegeben werden.

Zum Abfüllen:

  • Ein sauberes, ausgekochtes Schraubglas
  • Ein kleiner Trichter

Anleitung:

  1. Alle Öle abmessen und bereitstellen
  2. Das Wasser im Topf erwärmen und die Schüssel hineinstellen. Die Temperatur sollte maximal 50 Grad betragen
  3. Die Öle in die Schüssel geben und so lange vorsichtig verrühren, bis sich Sheabutter und Bienenwachs vollkommen aufgelöst haben.
  4. Das ätherische Öl sollte erst am Ende zugegeben werden, denn der Duft verfliegt schnell.
    Noch flüssig abfüllen und in einem verschlossenen Schraubglas für 24 Stunden ruhen lassen.

Anwendung:

Die Handcreme ist sehr reichhaltig und eignet sich gut, um die Haut nach langen Tagen im Freien zu pflegen. Sinnvoll ist es aber auch, sie morgens aufzutragen, um die Haut zum Beispiel beim Fahrradfahren vor Wind und Regen zu schützen.

2. Pflegende Handcreme für stressige Tage und beanspruchte Haut

Trockene Büroluft sorgt bei vielen Menschen für ein Spannungsgefühl in der Haut, das schnell unangenehm wird. Sinnvoll ist eine Pflege der Hände, die schnell einzieht und für einen kurzen Wellness-Moment sorgt. Diese Creme verbreitet durch ihren Duft gute Laune und hilft den Händen durch den Alltag.

Pflegende handcreme aus Kokosöl, kakaobutter
Pflegt die angespannte Haut: Kokosöl, Jojobaöl und andere natürliche Zutaten

Für die Zubereitung sind nötig:

  • Ein kleiner Topf mit Wasser für ein Wasserbad
  • Ein feuerfestes Gefäß zum Erwärmen der Öle
  • Ein sauberer Spatel
  • Ein kleiner Trichter

Zum Herstellen eines Orangenöls:
Ein sauberes und durchsichtiges Schraubglas (Alternativ kann ätherisches Orangenöl gekauft werden. Sehr sparsam dosieren!)

Zutaten:

  • 30 Gramm Jojobaöl
  • 20 Gramm Kokosöl
  • 10 Gramm Kakaobutter
  • 10 ml Hagebuttenkernöl als Wirkstofföl
  • Eine kleine Handvoll getrocknete Orangenschalen in Bio-Qualität
  • 5 Tropfen ätherisches Rosmarinöl
  • 5 Tropfen ätherisches Zitronenöl

Zum Abfüllen:

  • Ein sauberes Gefäß

Zubereitung:

  1. Zuerst wird ein kalter Ölauszug aus den Orangenschalen hergestellt. Dazu das Jojobaöl in ein sauberes Schraubglas geben und die Orangenschalen hinzufügen. Das durchsichtige Schraubglas sollte nun an einen hellen und warmen Ort, wie eine sonnige Fensterbank gestellt werden. Ab und zu kann es geschüttelt werden. Nach ein bis zwei Wochen ist der Auszug fertig und kann weiterverarbeitet werden.
  2. Das Wasserbad erwärmen und darin Kokosöl und Kakaobutter aufwärmen, bis sie flüssig sind. Dann den Ölauszug und das Hagebuttenkernöl hinzufügen.
  3. Das Gefäß sollte nun vom Herd genommen werden, um die Öle nicht zu stark zu erhitzen. Jetzt noch die ätherischen Öle hinzugeben.
  4. Die fertige Mischung rasch abfüllen und für mindestens 24 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.

Anwendung:

Die leichte Creme ist bei Zimmertemperatur relativ fest und wird durch die Körperwärme geschmeidig. Da sie schnell einzieht, eignet sie sich gut für den Alltag.

3. Schnelle Handcreme zum Mitnehmen

Wer wenig Zeit hat und seiner Haut trotzdem Pflege gönnen möchte, fährt genau richtig mit unserer schnellen Handcreme. Sie besteht aus nur wenigen Inhaltsstoffen, ist aber genau das Richtige für alle, die immer alle Hände voll zu tun haben.

Für die Zubereitung nötig:

  • Ein sauberes Schraubgefäß
  • Ein Spatel

Zutaten:

  • 20 Gramm Kokosöl auf Zimmertemperatur (leicht geschmolzen)
  • 20 Gramm Olivenöl
  • Calendula Extrakt nach Wahl
  • 5 Tropfen ätherisches Lavendelöl
  • 5 Gramm Glycerin

Zubereitung:

  1. Damit diese Creme gelingt, sollte das Kokosöl relativ warm sein. Dazu kann es einfach auf eine warme Fensterbank oder die Heizung gestellt werden. Alternativ kannst Du es auch im Wasserbad schmelzen.
  2. Alle Zutaten im Schraubglas gut miteinander verrühren.

Anwendung:

Die Handcreme ist bei Zimmertemperatur relativ flüssig und kann so einfach angewendet werden. Durch das enthaltene Olivenöl ist sie reichhaltig. Das enthaltene Glycerin sorgt für eine bessere Speicherung der Feuchtigkeit und macht die Creme geschmeidig. Wer kein Glycerin hat, kann es auch einfach weglassen. Das ätherische Lavendelöl sorgt für einen angenehmen Duft und hat eine leicht desinfizierende Wirkung, die gerade bei kleinen Hautrissen die Heilung verbessert.

4. Handcreme für die Nachtpflege

Bei stark beanspruchter Haut kann eine Pflege über Nacht dazu beitragen, die Haut feucht zu halten und ihre Elastizität zu verbessern. Wer oft unter trockener Haut leidet, sollte sie schon frühzeitig über Nacht pflegen, um sie auf kalte Tage vorzubereiten.

Für die Zubereitung notwendig:

  • Ein Schraubglas
  • Ein Topf mit Wasser zum Erwärmen
  • Ein sauberer Spatel

Zutaten:

  • 20 Gramm Sheabutter
  • 10 Gramm Olivenöl für sehr trockene Haut oder 10 Gramm Avocadoöl für stark beanspruchte Haut
  • 10 Gramm Rizinusöl
  • Allantoin nach Wahl (Menge nach Verpackungsangabe einhalten)
  • 10 Tropfen ätherisches Rosenöl

Zubereitung:

  1. Die Sheabutter ins Schraubglas geben und dieses im Wasserbad leicht erwärmen, bis es flüssig ist.
  2. Nun die anderen Öle hinzugeben und gut verrühren.
  3. Zuletzt das ätherische Rosenöl, sowie das Allantoin hinzugeben. Diese Inhaltsstoffe sollten auf gar keinen Fall zu stark erhitzt werden.
  4. Die Mischung von der Flamme nehmen und noch einmal gut vermengen. Anschließend das Glas verschließen und kühl lagern.

Anwendung:

Die Nachtpflege kann einfach vor dem Zubettgehen in die Hände einmassiert werden. Die reichhaltigen Inhaltsstoffe binden die Feuchtigkeit, gerade nach dem Duschen oder Händewaschen. Für eine noch stärkere Wirkung anschließend Handschuhe aus Baumwolle überziehen. Dadurch werden gerade die Nagelhaut und die Fingerkuppen gut gepflegt und weich.

5. Erfrischende, schnell einziehende Handcreme

Handcreme die erfrsicht, gemacht aus Minzöl und Kokosöl
Eien erfrischende und schnell in die Haut ziehende Handcreme aus Minzöl und Kokosöl

Für die Zubereitung nötig:

  • Ein Schraubglas
  • Ein sauberer Spatel zum Umrühren

Zutaten:

  • 30 ml Kokosöl
  • 10 ml Mandelöl
  • 10 Tropfen ätherisches Minzöl
  • Einige Teile der Aloe Vera Pflanze oder ein Aloe-Vera Gel aus der Apotheke

Zubereitung:

  1. Aloe Vera klein schneiden und in 30 ml Kokosöl geben. Damit das Öl flüssig wird, auf die Heizung oder an ein helles Fenster stellen. Nun regelmäßig durchrühren und kontrollieren, dass das Öl nicht zu fest wird. Nach ein bis zwei Wochen ist der Pflanzenauszug fertig und kann weiter verwendet werden.
  2. Die Pflanzenteile vorsichtig aus dem Öl nehmen. Das handwarme Öl mit dem Mandelöl verrühren. Ist das Kokosöl nicht flüssig genug, kann es kurz im Wasserbad erwärmt werden.
  3. Sind die Öle miteinander vermengt, kann die Handcreme mit Minzöl beduftet werden. Nun sollte sie für einige Zeit im Kühlschrank ruhen.

Anwendung:

Die Handcreme ist ideal für die Pflege an heißen Tagen. Das Kokosöl erzeugt ein kühlendes Gefühl und sorgt in Verbindung mit dem Minzöl für ein angenehm, erfrischendes Hautgefühl nach dem Händewaschen und Duschen. Wer keinen Aloe Vera Auszug herstellen möchte, kann auch Aloe Vera Gel aus der Apotheke verwenden. Dabei muss die Creme aber vor jedem Entnehmen noch einmal kräftig durchgerührt werden, um die Bestandteile zu vermengen.

6. Heilende Handcreme bei juckender und brennender Haut

Einige Wirkstoffe sind ideal für Haut, die durch Kälte und Beanspruchung juckt, gerötet ist und nur schwer verheilt. Gerade wenn die Hände oft gewaschen und desinfiziert werden müssen, ist die Haut schnell gereizt und reagiert mit Rötungen und Reizungen. Hier hilft eine sanfte Pflege mit heilenden Inhaltsstoffen.

Für die Zubereitung nötig:

  • Ein sauberes und durchsichtiges Schraubglas für einen Caledula-Auszug (Wahlweise kann fertiger Calendula Auszug aus der Apotheke verwendet werden)
  • Ein kleiner Trichter und ein Kaffeefilter
  • Ein kleiner Topf für das Wasserbad
  • Ein Spatel zum Erhitzen
  • Ein Trichter zum Abfüllen der Creme
  • Ein sauberes Schraubgefäß für die fertige Creme

Zutaten:

  • 10 Gramm Bienenwachs
  • 10 Gramm Kakaobutter
  • 20 Gramm Jojobaöl
  • 5 Gramm Hagebuttenkernöl
  • Eine kleine Handvoll frische oder getrocknete Calendula-Blüten
  • 5 Tropfen ätherisches Lavendelöl
  • 5 Tropfen ätherisches Salbeiöl

Zubereitung:

  1. Die Calendula-Blätter in ein sauberes Schraubglas mit 20 Gramm Jojobaöl geben und an einem hellen Ort für etwa 2 Wochen ziehen lassen. Den fertigen Auszug mit einem Kaffeefilter und einem Trichter filtern.
  2. Das Bienenwachs im Wasserbad vorsichtig erwärmen, bis es flüssig ist. Die Kakaobutter hinzugeben. Sobald das Öl flüssig ist, den Topf mit dem Wasserbad sofort vom Herd nehmen.
  3. Nun können die anderen Bestandteile hinzugegeben werden.
  4. Die ätherischen Öle sollten erst am Schluss hineingegeben werden, um nicht zu verdampfen.
  5. Das Glas verschließen und an einem dunklen und kühlen Ort ruhen lassen.

Anwendung:

Die Creme eignet sich nach etwa 24 Stunden perfekt für die Pflege von trockener, rissiger Haut. Die ätherischen Öle haben eine leicht desinfizierende Wirkung, während Calendula die Heilung beschleunigt. Das Bienenwachs macht diese Handcreme zum perfekten Schutzschild vor Feuchtigkeit und Kälte.

7. Handcreme für die ganze Familie: Leichter Allrounder

Gerade Kinder, aber auch Eltern, die viel zu tun haben, benötigen eine leichte Pflege, die schnell einzieht. Diese Handcreme ist gut geeignet, um zwischendurch aufgetragen zu werden. Sie zieht schnell ein und schützt auch empfindliche Kinderhände.

Handcreme für die Familie aus Kakaobutter und Kokosöl
Diese Handcreme zieht schnell ein und besteht aus wenigen Zutaten

Für die Zubereitung nötig:

  • Ein kleiner Topf für das Wasserbad
  • Ein sauberes Schraubgefäß zum Erwärmen und Aufbewahren
  • Ein Spatel zum Umrühren

Zutaten:

  • 20 Gramm Kokosöl
  • 30 Gramm Kakaobutter
  • 15 Gramm Jojobaöl
  • Insgesamt etwa 10 Tropfen eines ätherischen Öls eigener Wahl (zum Beispiel Orange oder Vanille)
  • Im Winter optional: Zusätzlich 10 Gramm Bienenwachs und 10 Gramm Calendulaextrakt (siehe Rezept Nummer 6)

Zubereitung:

  1. Mithilfe des Schraubglases das Kokosöl und die Kakaobutter im Wasserbad erwärmen, bis sie flüssig sind.
  2. Das Gefäß aus dem Wasserbad nehmen und Jojobaöl und ätherisches Öl hineingeben.
  3. Die Mischung gut verrühren und im Kühlschrank lagern.

Anwendung:

Die Creme ist leicht und zieht schnell ein, weswegen sie gerade für Kinder gut geeignet ist. Die Öle besitzen einen angenehmen Duft, der durch ätherische Öle gut abgerundet werden kann. Wer kleine Kinder hat, sollte allerdings eher weniger Duftöle einsetzen, denn diese können die Haut bei Überdosierung reizen.

Handcreme richtig anwenden

Damit die Hände von der selbstgemachten Handcreme profitieren, ist es nicht nur wichtig, das die Inhaltsstoffe gut zur eigenen Haut passen. Auch durch eine gezielte Anwendung kann die Wirkung der Hautcreme verstärkt werden und die Haut an Händen, sowie Nägeln, werden noch stärker gepflegt.

Um die Handcreme tagsüber oder auch zwischendrin anzuwenden, sollte eine schnell einziehende Creme gewählt werden. Besonders gut wirkt die Creme, wenn sie nach dem Händewaschen einmassiert wird. Dazu sollten die Hände möglichst warm und können ruhig noch etwas feucht sein. So wird die Feuchtigkeit gut gebunden.

Bei sehr rissiger und trockener Haut sollten die Hände vor dem Schlafengehen gründlich eingecremt werden. Eine sehr reichhaltige Creme braucht länger, um einzuziehen. Deswegen eignet sie sich besonders für die Nachtpflege. Wer Probleme mit der Haut hat, kann auch nach dem Eincremen Baumwollhandschuhe anziehen, um die Wirkung der Creme noch zu verstärken.