Kakaobutter gehört zu den Beautygeheimtipps. Das leicht gelbliche, feste Fett aus dem Samen der Kakaofrucht erfreut sich mittlerweile großer Beliebtheit. Es handelt sich bei Kakaobutter um ein rein veganes Produkt. Die Bezeichnung Butter ist etwas irreführend.

Das Öl ist Bestandteil von vielen Kosmetikartikeln und eignet sich besonders zur Pflege der Haut. Für die Anwendung als Pflegeprodukt kann es pur aufgetragen oder mit anderen Ölen gemischt werden.

Das Wichtigste in Kürze
  • Kakaobutter ist komedogen (Wert 4).
  • Das Fett aus den Kakaofrüchten hat einen intensiven Geruch nach Schokolade.
  • Kakaobutter schmilzt bei circa 28 Grad Celsius.
  • Kakaobutter ist für alle Hauttypen geeignet und spendet viel Feuchtigkeit. Besonders reife und trockene Haut profitiert von dem reichhaltigen Öl.
  • Die beste Qualität hat unraffinierte Kakaobutter aus kontrolliert biologischem Anbau.
  • Der Preis für 100 ml unraffinierte Bio-Kakoabutter liegt bei circa 7 Euro.

Was interessiert Dich?

Was ist Kakaobutter?

Die Kakaobutter ist ein Fett, das auch der Kakaobohne gewonnen wird. Die Kakaobohne ist die Frucht des Kakaobaumes, der ursprünglich aus dem Amazonasgebiet in Südamerika stammt.

Auch heute werden die bis zu 12 Meter hohen Bäume dort kultiviert. Die meisten Kakaobohnen kommen aber inzwischen aus Afrika. Der Botaniker Linné nannte die Frucht gar „Die Speise der Götter“.

Die Kakaobohne besitzt viele Inhaltsstoffe, die sie zu einer wertvollen Grundlage für Nahrungsmittel und Körperpflege macht. Nicht nur Menschen, die Schokolade lieben, sollten die Kräfte des Kakaos für die Körperpflege einsetzen.

Naissance Kakaobutter unraffiniert BIO (Nr. 303) 500g - 100% rein und natürlich
Empfehlung
Edelmond, 100% Bio Kakaobutter, höchste Qualtitätstufe. Vegane Edel Cacao Butter, aus frisch angebauten Kakaobohnen 1000 g
Cocoa Butter 100g Glas - Südafrika - Kakao Butter Unraffiniert - Native Rein & Natürlich - Kakaobutter für Lippenpflege - Stretch Marks - Haare - Körperbutter
Bezeichnung
Naissance Bio-Kakaobutter
Edelmond Bio-Kakaobutter
Aromatika Kakaobutter
Bio-Qualität?
Unraffiniert?
Menge
500 g
1000 g
100 g
Material des Behälters
Plastik
Papiertüte
Glas
Preis pro 100 g
ca. 3,50 Euro
ca. 3,50 Euro
ca 1 Euro
Prime-Vorteil
Naissance Kakaobutter unraffiniert BIO (Nr. 303) 500g - 100% rein und natürlich
Bezeichnung
Naissance Bio-Kakaobutter
Bio-Qualität?
Unraffiniert?
Menge
500 g
Material des Behälters
Plastik
Preis pro 100 g
ca. 3,50 Euro
Prime-Vorteil
Erhältlich bei
Empfehlung
Edelmond, 100% Bio Kakaobutter, höchste Qualtitätstufe. Vegane Edel Cacao Butter, aus frisch angebauten Kakaobohnen 1000 g
Bezeichnung
Edelmond Bio-Kakaobutter
Bio-Qualität?
Unraffiniert?
Menge
1000 g
Material des Behälters
Papiertüte
Preis pro 100 g
ca. 3,50 Euro
Prime-Vorteil
Erhältlich bei
Cocoa Butter 100g Glas - Südafrika - Kakao Butter Unraffiniert - Native Rein & Natürlich - Kakaobutter für Lippenpflege - Stretch Marks - Haare - Körperbutter
Bezeichnung
Aromatika Kakaobutter
Bio-Qualität?
Unraffiniert?
Menge
100 g
Material des Behälters
Glas
Preis pro 100 g
ca 1 Euro
Prime-Vorteil
Erhältlich bei
Kakaobutter ist ein vielseitiges Pflegemittel, das gut mit anderen Pflegeölen kombiniert werden kann. Auch viele Hersteller von Pflegeprodukten setzen Kakaobutter als Bestandteil von hochwertiger Kosmetik ein. In diesem Fall taucht die „Butter“ dann als „Theobroma Cacao Seed Butter“ auf der Inhaltsliste auf.

Die Kakaobohne besteht zu etwa 54% aus Fett, der Kakaobutter. Das pflanzliche Fett ist weiß oder leicht gelblich. Es besitzt einen leichten bis intensiven Duft, der die meisten Menschen sofort an Schokolade, beziehungsweise Kakao erinnert. (Abweichungen gibt es je nach Hersteller und ob es sich um ein raffiniertes oder unraffiniertes Produkt handelt.)

Das Fett wird auch für die Herstellung vieler Süßigkeiten verwendet, denn es besitzt einen intensiven Kakaogeschmack.

Ein Vorteil bei der Körperpflege ist der Schmelzpunkt des bei Zimmertemperatur festen Fettes: Kakaobutter zergeht ab einer Temperatur von 28 Grad. Sie lässt sich deswegen gut zu Cremes und Lotionen verarbeiten. Im geschmolzenen Zustand ist der Kakaogeruch weniger ausgeprägt.

Herstellung von Kakaobutter

Die Kakaobutter wird meistens aus Kakaomasse hergestellt, aber auch aus Kakaokernen direkt gewonnen.

Für die Herstellung von Kakaomasse werden die Bohnen erst fermentiert. Bei der Fermentation laufen unterschiedliche chemische und biologische Prozesse ab. Dadurch werden Aromen freigesetzt und Bitterstoffe zerstört, was den typischen Kakaogeschmack verstärkt.

Die fermentierten Kakaobohnen werden dann getrocknet, geröstet und geschält. Durch das Rösten verstärkt sich das Aroma ebenfalls. Darüber ist es leichter, die Bohnen so von den Schalen zu trennen. Anschließend werden die Bohnen mit warmen Walzen zerdrückt.

Kakaomasse ist nur im warmen Zustand zähflüssig und erstarrt, wenn sie erkaltet. Sie wird anschließend ausgepresst, um das Fett von den restlichen Inhaltsstoffen zu trennen. Die anderen Bestandteile werden unter anderem zu Kakaopulver verarbeitet.

Raffinierte & unraffinierte Kakaobutter

Kakaobutter wird nach dem Pressen oft raffiniert. Die Behandlung erfolgt oft mit Lösungsmitteln, die unerwünschte Begleitstoffe aus der Kakaobutter entfernen. Dabei werden Aromen, oft aber auch mehrfach gesättigte Fettsäuren und Vitamine zerstört.

Es gibt aber auch unraffinierte Produkte, die diese Inhaltsstoffe noch enthalten. Für die Körperpflege ist eine unraffinierte Kakaobutter gut geeignet, da darin die meisten wertvollen Inhaltsstoffe der Kakaobohne noch enthalten sind.

Inhaltsstoffe von Kakaobutter

Bei Butter denken viele Menschen automatisch an ein tierisches Produkt. Doch wie unterscheidet sich die sogenannte Kakaobutter von anderen Pflanzenölen?

Die Kakaobutter besteht zu 60% aus gesättigten Fettsäuren. Die meisten Fette, die gesättigte Fettsäuren enthalten sind tierisch. Nur wenige Pflanzenfette, darunter Kakao- und Kokosfett, sind reich an gesättigten Fetten.

Kokosfett ist übrigens nicht automatisch Kokosöl. Den Unterschied zwischen Kokosöl und Kokosfett haben wir an anderer Stelle behandelt.

Gesättigte Fettsäuren wurden in der Vergangenheit oft als „ungesunde“ Fette bezeichnet, sind aber heute mindestens teilweise wieder rehabilitiert. Sie sind eine wichtige Grundlage für die Bildung von Zellen, sowie die Reparatur von Zellschäden. Der Hauptunterschied zu anderen pflanzlichen Fetten liegt also in der großen Menge gesättigter Fette in der Kakaobutter. Durch den hohen Anteil gesättigter Fettsäuren ist Kakaobutter sehr stabil und wird nicht so schnell ranzig.

Unter den gesättigten Fettsäuren, die in Kakaobutter vorkommen, sind besonders große Anteile Palmitinsäure (23–30 %) und Stearinsäure (30–37 %) enthalten.

Die Palmitinsäure ist für fast alle Lebewesen wichtig, um jegliche Art von Fettsäure in eine Fettreserve umzuwandeln. Sie wird auch oft bei der Herstellung von Kosmetikprodukten zugesetzt.

Die Stearinsäure in der Kakaobutter lässt sie gut auf der Haut haften und einen anhaltenden Schutzfilm bilden.

Außerdem enthält Kakaobutter ungesättigte Fettsäuren, die ebenfalls viele Funktionen für den Stoffwechsel haben. Den größten Anteil hat hier die Ölsäure (32–37 %), die in Hautpflegeprodukten viele gute Eigenschaften mit sich bringt. Auch die Linolsäure ist zu 2–4 % enthalten. Sie wird vor allem bei irritierter Haut empfohlen.

Das in der Kakaobutter enthaltene Vitamin E und Alpha-Tocopherol bringt eine große Palette an Antioxidantien mit. Die Antioxidantien helfen dabei, Körperzellen vor Umwelteinflüssen zu schützen und die Zellreparatur zu unterstützen. Sie fangen freie Radikale ab, die in Zellen für Schäden an den Zellwänden sorgen können. Je mehr Zellen beschädigt sind, desto spür- und sichtbar werden Alterserscheinungen.

Äußerlich aufgetragen hilft Vitamin E so der Haut, sich zu regenieren und Zellschäden auszugleichen. Für Anti-Aging-Pflege und als Zusatz in Sonnencremes sind Antioxidantien so unter den wichtigsten Inhaltsstoffen.

Das in der Kakaobutter enthaltene Kalium ist nicht nur gesund, wenn die Kakaobutter in Form von Schokolade verzehrt wird. Kalium ist ein wichtiger Stoff für die Funktion des Nervensystems.

Der Kakao selbst ist reich an Spurenelementen und Mineralien, die dem Kakao sogar eine stimmungsaufhellende und stimulierende Wirkung verleihen. So sind beispielsweise Coffein und Theobromin enthalten, die sich beim Genuss von Schokolade auf das Nervensystem auswirken.

Besonders interessant für die Hautpflege ist aber der erst vor wenigen Jahren entdeckte Stoff Cocoheal, die N-Phenylpropenoyl-L-aminosäureamide, die gelegentlich auch als N-Kaffeesäure-L-asparaginsäureamid bezeichnet wird.

Sie trägt zur Wundheilung und der Hautregeneration bei. So werden Einsatzmöglichkeiten für den Stoff zur Behandlung von wunder Haut und Sonnenbrand erforscht.

Nährwerteangaben Neemöl

Menge pro 100 Gramm
Kalorien 884 kcal
Fett 100 g
  • Gesättigte Fettsäuren
60 g
  • Mehrfach ungesättigte Fettsäuren
3 g
  • Einfach ungesättigte Fettsäuren
33 g
Kohlenhydrate 0,0 g
  • davon Zucker
0,0 g
Protein0,0 g

Kakaobutter als Beautyprodukt

Kakaobutter ist sowohl pur, als auch in Kombination mit anderen Ölen und Wirkstoffen ein wertvolles Pflegeöl. Die Kakaobutter besitzt einen niedrigen Schmelzpunkt und wird deswegen oft für Cremes verwendet. Die Stearinsäure in der Kakaobutter verleiht ihr ihre cremige Konsistenz, die das Fett lange auf der Haut haften lässt.

Das Fett der Kakaobohne ist sehr reichhaltig und wird gerne bei sehr trockener und empfindlicher Haut angewandt. Es enthält viel Ölsäure, die die Haut gut auf das „Eindringen“ von Wirkstoffen vorbereitet.

Die Kakaobutter kann so auch als Trägeröl eingesetzt werden, das Nährstoffen und Mineralen aus anderen Ölen ermöglicht, besonders intensiv einzuwirken. Diese Wirkung bringt Kakaobutter auch mit, wenn sie für die Pflege rissiger Hände oder trockener Haare verwendet wird.

Bei der Herstellung von hochwertiger Kosmetik wird Kakaobutter auch gerne aufgrund des angenehmen Dufts verwendet. Auch andere Düfte haften länger auf der Haut, wenn sie mit Kakaobutter aufgetragen werden.

Die Mischung mit anderen Ölen gelingt am besten, wenn die feste Kakaobutter vorher leicht im Wasserbad erwärmt wird.

Kakoabutter für die Haut

Die reichhaltige Kakaobutter ist eine gute Grundlage für Feuchtigkeitscremes, sowohl für die Körper- als auch die Gesichtshaut.

Besonders bedeutend ist Kakaobutter für die Körperpflege nach dem Duschen oder Baden. Dafür kann sie entweder pur oder als Lotion in die feuchte Haut eingesetzt werden. Kakaobutter kann auch einfach direkt ins Badewasser gegeben werden, wodurch sich ein Ölfilm auf der Wasseroberfläche bildet. Das Austrocknen der Haut durch das warme Badewasser wird so verhindert.

In Cremes oder pur eignet sich Kakaobutter gut zum Einmassieren in strapazierte und trockene Haut. Sie macht die Haut geschmeidig und hinterlässt einen leichten Film. So pflegt die Kakaobutter langanhaltend und schützt die oberen Hautschichten vor dem Austrocknen.

Da Kakaobutter Feuchtigkeit in der Haut einschließt, sollte sie nach dem Duschen oder einem Dampfbad aufgetragen werden. Diese Wirkung kann auch durch die Zugabe von feuchtigkeitsspendenden Zusätzen, wie Aloe Vera, verstärkt werden.

Grundsätzlich lässt sich Kakaobutter mit anderen Ölen gut mischen. Häufig kommt Sheabutter, Kokosöl und Tocopherol zum Einsatz.

Kakaobutter für sensible Haut

Kakaobutter ist auch für Babys und Kinder ein gutes Pflegeöl. Gerade die empfindliche Babyhaut sollte möglichst natürlich und schonend gepflegt werden, da die Inhaltsstoffe von Cremes durch die geringe Körpergröße in großer Konzentration aufgenommen werden.

Reine Pflanzenöle sind eine gute Alternative zu herkömmlichen Pflegecremes für Babys, die oftmals kritische Inhaltsstoffe enthalten. So werden bis heute oft Erdöl-Produkte oder Parfums auch in Babyprodukten verarbeitet.

Durch die Verwendung eines biologisch erzeugten Pflanzenöls, wie Kakaobutter, können solche Inhaltsstoffe vermieden werden.

Etwas besser erhältlich und leichter aufzutragen ist Mandelöl, das ebenfalls bedenkenlos für die Hautpflege bei Babys und Kleinkindern verwendet werden kann.

Kakaobutter für das Gesicht

Beim Selbermachen einer Gesichtspflege kann Kakaobutter zum Beispiel mit einem pflegenden Wirkstofföl vermengt werden, denn es ist ein gutes Trägeröl mit langanhaltender Wirkung. Für eine Gesichtscreme kann es so zum Beispiel mit Mandelöl angewandt werden, das pflegend für empfindliche Haut ist.

Auch Hagebuttenkernöl oder Granatapfelkernöl eignen sich gut, um trockene und reife Gesichtshaut zu pflegen und mit Vitaminen zu versorgen.

Im Gesicht sollte Kakaobutter nur dann pur eingesetzt werden, wenn die Haut sehr trocken ist. Leichter ist es in Form von Cremes anzuwenden, die einen Anteil wässriger Inhaltsstoffe aufweisen und weitere Öle beinhalten.

Für welche Menschen ist die Kakaobutter nicht geeignet?
Die Kakaobutter ist unter den pflanzlichen Fetten eines der Reichhaltigsten. Menschen, deren Haut von Natur aus fettend ist, sollten bei der Anwendung vorsichtig sein und eher auf leichtere Öle zurückgreifen. Ähnlich wie Kokosöl ist Kaobutter sehr reichhaltig aber auch komedogen (Wert 4 von maximal 5).

Gerade in den empfindlichen Gesichtsregionen ist Kakaobutter für fettige Haut ungeeignet, da sie die Haut mit einem langanhaltenden Film überzieht. Das kann bei normaler oder fettiger Haut zur Bildung von Unreinheiten und Pickeln führen, da die Talgdrüsen verstopfen.

Wer zu Pickeln und unreiner Haut neigt, sollte einen geringen Anteil Kakaobutter mit einem anderen Pflegeöl, beispielsweise Jojobaöl, mischen.

Kakaobutter für reife Haut

Mit steigendem Alter wird die Haut vieler Menschen zunehmend trocken, was die Bildung von Fältchen begünstigt. Auch die Fähigkeit des Gewebes, Feuchtigkeit zu speichern, nimmt durch den veränderten Hormonstatus im Alter ab.

Pflegende Öle können dazu beitragen, die Spannkraft der Haut länger zu erhalten und sie mit Feuchtigkeit versorgen.

Viele Anti-Aging-Cremes enthalten so Kakaobutter und andere reichhaltige Öle, die die Faltenbildung rund um die Augen und den Mund lindern sollen.

Gerade empfindliche Gesichtspartien, wie die Augenpartie, können mit Kakaobutter sanft gepflegt werden.

Kakaobutter gegen Dehnungsstreifen

Die Besonderheit der Kakaobutter ist ihre Fähigkeit Feuchtigkeit lange in der Haut einzuspeichern. Eine Pflege mit Kakaobutter kann während der Schwangerschaft dabei helfen, Dehnungsstreifen zu verhindern.

Dehnungs- beziehungsweise Schwangerschaftsstreifen sind im Grunde Narben im Unterhautgewebe, die durch die relativ schnelle Ausdehnung entstehen und auch nach der Schwangerschaft sichtbar bleiben. Auch in anderen Lebensphasen, wie der Pubertät oder bei starken Gewichtsschwankungen, können sich Dehnungsstreifen bilden.

Kakaobutter hält die Haut geschmeidig und unterstützt sie dabei, sich auf die Veränderungen einzustellen. Da große Menge an Antioxidantien trägt außerdem zur Regeneration der Zellen bei.

Da die Haut jedes Menschen anders auf Veränderungen reagiert, ist Kakaobutter natürlich kein Wundermittel gegen Dehnungsstreifen.

Sie ist aber eine natürliche und günstige Alternative zu herkömmlichen Pflegeprodukten, die oft Paraffin, aber auch Duft- und Konservierungsstoffe (zum Beispiel Parabene) enthalten können. Die Auswirkungen solcher Stoffe auf den Organismus sind oft nicht bekannt.

Menschen, die zu Hautreizungen neigen, sollten deswegen eher auf natürliche Hautpflegeöle zurückgreifen.

Kakaobutter gegen Narben

Neben der Behandlung von Dehnungsstreifen kann Kakaobutter auch bei anderen Narben angewendet werden. Narbengewebe ist kaum dehnbar, wodurch ein unangenehmes Spannungsgefühl entstehen kann.

Reiche Pflegeöle können das umliegende Gewebe weicher machen, was zur Beweglichkeit der vernarbten Hautpartien beiträgt. In der Kombination mit weiteren wertvollen Pflegeölen kann Kakaobutter auch dazu beitragen, dass Narben schneller verblassen und besser abheilen.

Eine reiche Pflege für abgeheilte Operationsnarben kann aus Kakaobutter leicht selbst hergestellt werden.

Darüber hinaus wird die Kakaobutter oft auch in Salben gegen Verbrennungen und Verätzungen angewendet. Solche Salben sind zum Beispiel in Apotheken erhältlich.

Kakaobutter für die Haare

Auch das Haar und die Kopfhaut können mit Kakaobutter reichhaltig gepflegt werden. Das Pflegeöl legt sich um strapaziertes Haar und schützt es vor dem Austrocknen und vor schädigenden Umwelteinflüssen. Wie auf der Haut kann Kakaobutter Feuchtigkeit gut im Haar einschließen.

Ein optischer Effekt durch die Pflege mit Kakaobutter ist schnell sichtbar: Das Haar wirkt nach der Wäsche oder einer Kur mit Kakaobutter geschmeidiger und glänzt leicht.

Viele Menschen leiden unter trockenen, spröden Haaren, die zum Abbrechen neigen. Für diese Menschen sind Shampoos, Pflegekuren und Spülungen gut geeignet, die mit Kakaobutter angereichert sind. Viele konventionelle Hersteller bieten deswegen Pflegeprodukte mit Kakaobutter an.

Doch auch im Bereich von Naturkosmetik gibt es Haarpflege mit Kakaobutter. Solche Produkte sind in der Regel (leider nicht immer) frei von Inhaltsstoffen, die aus Erdöl gewonnen werden. Daher sind sie für eine nachhaltige und schonende Haarpflege geeignet.

Auch in festem Shampoo, das häufig auch als Haarseife bezeichnet wird, kommt Kakaobutter aufgrund seiner Konsistenz gerne zum Einsatz. Die Kakaobutter kann so auch gut zum Selbermachen von Haarpflege eingesetzt werden, denn sie ist auch in Bioqualität ein relativ günstiges und leicht zu verarbeitendes Öl.

Wird in Rezepten für die optimale Haarpflege die Verwendung von Sheabutter empfohlen, kann diese meist durch Kakaobutter ersetzt werden. Bei der Hautpflege unterschieden sich die beiden Öle jedoch stark: Während Kakaobutter komedogen ist (wert 4), hat Sheabutter den Wert 0.

Eine selbstgemachte Haarspülung ohne Auswaschen auf Basis von Kakaobutter ist schnell hergestellt. Dafür werden Kokosöl und Kakobutter zu gleichen Teilen vermischt und mit einigen Tropfen Vitamin E angereichtert. Dieser DIY Leave-in Conditioner spendet viel Feuchtigkeit und kann direkt nach dem Waschen in die Haarspitzen einmassiert werden.

Eine Pflegemaske mit Kakaobutter kann auch eine gekaufte Haarkur ersetzen. Kakaobutter pflegt die Haare reichhaltiger als das oft empfohlene Kokosöl. Allerdings kann es die Haare auch sehr schwer machen und fett ist aussehen lassen. Daher sollte pure Kakaobutter gut ausgewaschen werden. Hierfür sind mitunter mehrere Waschgänge und ein mildes Shampoo notwendig.

Ungeeignet ist Kakaobutter für sehr fettiges Haar, da es bei diesem Haartyp beschwerend wirken kann.

Gerade Menschen, die unter trockener Kopfhaut leiden, profitieren von der Pflege mit Kakaobutter. Sie lindert hier den Juckreiz und die Bildung von Schuppen, da die Kopfhaut mit Feuchtiugkeit versorgt wird.

Kakaobutter für rissige Lippen

Die Lippen sind eine Gesichtsregion, die gerade im Winter besonderer Pflege bedarf. Die feste Konsistenz und der niedrige Schmelzpunkt machen Kakaobutter zur perfekten Grundlage für einen selbstgemachten Lippenpflegestift. Das Kakaofett ist bei Zimmertemperatur fest, schmilzt aber beim Kontakt mit der Haut und lässt sich so leicht verteilen.

Wer den Lippenstift selbst machen möchte, erreicht durch die Kakaobutter fast immer eine feste Konsistenz. Durch Zugabe von weiteren Ölen wird der Pflegestift weicher.

Für Veganer bietet sich Kakaobutter als Alternative zu einer Lippenpflege mit Bienenwachs an. Die Kakaobutter pflegt spröde und rissige Lippen und sorgt dafür, dass die Haut geschmeidig wird. Zusätzlich können Pflegestoffe, wie Panthenol, zugesetzt werden. Diese können aufgrund der besonderen Eigenschaften der Kakaobutter lange einziehen.

Als Wind- und Wettercreme kann Kakaobutter neben den Lippen auch für andere Gesichtspartien und die Hände verwendet werden. Für diese Anwendungen kann sie gut mit Sheabutter kombiniert werden.

Pflegende Seife mit Kakaobutter

Seifen, die für die Hände und den Körper verwendet werden, enthalten in der Regel ein Pflegeöl. Das Öl wird der Seife nach der eigentlichen Herstellung zugesetzt. Dieser schritt in der Seifen-Herstellung wirs aks „Überfetten“ der Seife bezeichnet.

Rissige Hände sind besonders im Herbst und Winter ein häufiges Problem. Durch eine überfettete Seife wird die Haut bei der Reinigung rückgefettet. Dadurch wird das übermäßige Austrocknen der Haut verhindert. Wenn die Hände oder der Körper durch Seife zu stark entfettet werden, kommt es oft zu Reizungen und kleinen Rissen, durch die Bakterien eindringen können. So ist das Rückfetten durch eine pflegende Seife gerade für beanspruchte Haut wichtig.

Durch ihre starke Pflegewirkung wird Kakaobutter oft für das Überfetten von hochwertigen Seifen eingesetzt. Reichhaltige Seifen mit Kakaobutter sind perfekt geeignet für Menschen, die sehr trockene Hände haben oder sich häufig die Hände waschen müssen.

Sie sollte aber nicht für die Reinigung von Haut verwendet werden, die zu Pickeln und Unreinheiten neigt. Hier kann das Überfetten zu verstopften Poren und Unreinheiten führen.

Für die Körperpflege kann Kakaobutter auch in Form von Badepralinen verwendet werden. Solche Badezusätze reinigen und pflegen die Haut. Im Handel sind solche Badepralinen bei vielen Herstellern von Naturkosmetik erhältlich.

Mehr Informationen rund um das Thema verseifte Öle:

Massageöl mit Kakaobutter

Eine Anwendungsform, bei der sich Kakaobutter bewährt hat, sind pflegende Massagebars. Diese Bars erinnern an weiße Schokolade, was natürlich daran liegt, dass diese ebenfalls zu einem großen Teil aus Kakaobutter besteht.

Die Massagebars können leicht selbst gemacht werden, sind aber auch bei vielen Herstellern natürlicher Hautpflegeprodukte erhältlich.

Der feste Block ist bei Zimmertemperatur fest, schmilzt aber, wenn er über die Haut gerieben wird. Je nach dem, ob weitere Stoffe, wie Zucker, Salz oder ätherische Öle, zugesetzt sind, kann er für eine entspannende Massage oder ein Peeling verwendet werden.

Besonders sinnvoll ist es, den Massagebar nach dem Duschen auf der feuchten Haut anzuwenden. Die Restfeuchtigkeit wird dadurch eingeschlossen und die Haut mit einem pflegenden Ölfilm überzogen.

Da Kakaobutter ein gutes Trägeröl für Düfte ist, bleibt der Duft des enthaltenen ätherischen Öls lange auf der Haut. Doch auch ohne ein Duftöl besitzt Kakaobutter einen angenehmen Duft.

Lagerung von Kakaobutter

Die Kakaobutter ist ein relativ stabiles und lange haltbares Öl, da sie zu circa 60 % aus gesättigten Fettsäuren besteht. Trotzdem können wertvolle Inhaltsstoffe, zum Beispiel Vitamine, durch Sonnenlicht und Wärme verloren gehen.

Deswegen sollte Kakaobutter immer möglichst dunkel und kühl aufbewahrt werden.

Das ist umso wichtiger, da Kakaobutter bereits an warmen Sommertagen beginnen kann zu schmelzen. Damit pflegende Massagebars immer einsatzbereit sind, sollten sie deswegen im Hochsommer im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Normalerweise ist es aber ausreichend, wenn die Kakaobutter luftdicht im dunklen Schrank verwahrt wird. Dann ist sie bis zu zwei Jahre haltbar.

Wurde die Kakaobutter länger gelagert, bedeutet das aber nicht unbedingt, dass sie schlecht ist. Hilfreich kann eine Geruchsprobe sein. Hat die Kakaobutter noch ihren typischen Duft und riecht nicht ranzig, ist sie problemlos verwendbar. Sie sollte nun allerdings schnellstmöglich aufgebraucht werden.

Häufge Fragen zu Kakaobutter

Wo kann man Kakaobutter kaufen?

Die Anwendungsgebiete für Kakaobutter sind vielfältig. Da das Pflanzenöl oft auch für die Herstellung von Süßspeisen verwendet wird, gibt es Kakaobutter in vielen Lebensmittelgeschäften und Drogerien.

Kakobutter wird in Blöcken oder in Form kleiner Chips verkauft, die sich leichter dosieren lassen.

Zur Herstellung von Pflegecremes können die Chips auf das Gramm genau dosiert werden. Auch Kakaobutter, die für Nahrungsmittel bestimmt ist, ist gut für die Körperpflege geeignet. Noch wertvoller, allerdings auch kostenintensiver und etwas schwerer erhältlich, ist eine unraffinierte Kakaobutter.

Wer auf der Suche nach Kakaobutter für die Haut- und Haarpflege ist, findet sie in den meisten Bioläden und Drogerien auch in Bio-Qualität.

Natürlich führen auch die meisten Online-Naturkost- und Naturkosmetikanbieter Kakaobutter in Bio-Qualität.

Gibt es Qualitätsunterschiede bei Kakaobutter?

Kakaobutter gibt es in zwei Sorten: raffiniert und unraffiniert. Zudem gibt es noch Kakaboutter, die aus biologisch und nachhaltig angebautem Kakao gewonnen wird. Ein hochwertiges Produkt erkennst Du an dem alleinstehenden Aufdruck Theobroma Cacoa Seed Butter. Weitere Inhaltsstoffe sollten in einem hochwetrigen Produkt icht enthalten sein.

Die Kakaobohne ist ein wertvoller Rohstoff, der heute in vielen Weltregionen angebaut wird. Zu den größten Exporteuren gehören Ghana, Indonesien und Brasilien. Umso wichtiger ist es, beim Kauf von Produkten aus der Kakaobohne auf eine gute Qualität und Verarbeitung zu achten. Werden beim Anbau Pestizide, synthetische Düngemittel und Pflanzenschutzmittel verwendet, können sich diese als Spuren in den Früchten einlagern.

Welche Folgen solche Mittel beim Verzehr und der äußeren Anwendung von Produkten der Kakaobohne haben, ist noch nicht bekannt.

Für die Verwendung als Pflegemittel ist eine biologisch erzeugte Kakaobutter optimal, da hier keine unerwünschten Inhaltsstoffe enthalten sind, die die Haut und den Organismus belasten können. Vor allem Babys und Kinder sollten nicht mit konventioneller Kakaobutter gepflegt werden.

Auch die Bauern, Plantagenarbeiter und nicht zuletzt die Umwelt leiden durch konventionellen Anbaumethoden. Sinnvoll ist es deswegen, auf den Kauf einer hochwertigen Kakaobutter aus biologischem Anbau zu achten. Verschiedene Siegel und Zertifikate geben Aufschluss darauf, welche Anbaumethoden angewandt wurden, um die Kakaobutter zu erzeugen. Viele Bio-Siegel fördern auch die faire Bezahlung der Bauern und Plantagenarbeiter.